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Was bedeuten long und short? Grundbegriffe erklärt für Anleger

Wer sich frisch in die Börsenwelt begibt, kann bei einigen Begriffen schnell ins Schlingern geraten. Besonders dann, wenn sie wichtig sind, aber nicht erklärt werden.

Da wird zum Beispiel eine Long- oder Short Position eröffnet. Oder ein Anleger geht long bzw. short. Diese Ausrücke sind sehr gebräuchlich und bringen bestimmte Sachverhalte auf den Punkt.

Long und Short: Definition von Käufer und Verkäufer

Doch was bitte ist long und short? Der Definition zufolge handelt es sich generell um die persönliche Positionen in einem Finanzgeschäft. Bei long ist man selber in der Käuferposition, bei short in der Position des Verkäufers.

Long und short – die Definition in Kurzform sagt natürlich noch wenig über den Zusammenhang und die Ziele aus.

Hoffnung auf steigende Kurse

Ein Anleger, der etwa mit steigenden Aktienkursen Gewinne machen will, „geht long“. Er eröffnet also eine Long-Position. Mit dem Kauf der Aktie ist er long investiert. Das Ganze funktionert mit fast allen anderen Wertpapieren, aber auch mit Finanzinstrumenten, die sich indirekt auf Basiswerte wie Aktien, Anleihen, Devisen oder ganze Indizes beziehen.


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In diesem Fall handelt es sich um Derivate. Bekannt sind etwa Optionen und Optionsscheine oder Zertifikate mit Hebelwirkung. Hier muss man allerdings aufpassen, ob sich long auf das gehandelte Derivat oder den zugrunde liegenden Basiswert bezieht. Auf jeden Fall aber steigt ein Long-Derivat an Wert, wenn der Kurs des Basiswerts zulegt.

Auf fallende Kurse setzen

Long bezeichnet also das verbreitete Vorgehen, bei dem man auf steigende Kurse hofft. Doch auch sinkende Kurse müssen kein Dilemma sein – wenn man „short geht“. Short ist der Definition zufolge also die gegenläufige Aktion zu long. Wer eine Short-Position eröffnet, setzt mit seiner Short-Investition auf fallende Kurse mit entsprechenden Gewinnen. Steigende Kurse bringen in dem Fall Verluste.

Im Vergleich zu long ist short jedoch erklärungsbedürftiger. Wer mit Aktien short geht, wickelt das über einen Leerverkauf ab, auch Shortselling genannt. Vereinfacht gesagt, verkauft man dabei Aktien, die man noch gar nicht hat.

Short-Position: Ein Beispiel

An einem Beispiel verdeutlicht könnte das so aussehen: Herr Meier geht mit einer Aktie zu 100 € short. Er ist sich sicher, dass sie schnell an Wert verliert. Er verkauft die Aktie zum aktuellen Kurs leer, und tatsächlich fällt sie danach auf 80 €. Schließt er seine Position rechtzeitig, hat er 20 % Gewinn gemacht.

So wie bei long kann man auch mit Derivaten short gehen und auf fallende Kurse des Basiswerts setzen. Dies funktioniert beispielsweise mit einem Short-ETF oder einem Short-Zertifikat auf den Dax. Geht es mit dem deutschen Aktienindex bergab, streicht man Gewinne ein.

Was einleuchtend erscheint, ist in der Praxis jedoch nicht ganz so simpel. Short-Trading birgt ein höheres Verlustrisiko als Long-Positionen. Beim Leerverkauf leiht man sich nämlich die Aktie, die man nicht besitzt. Und für diese Leihe verlangt der Broker bzw. die Bank eine Gebühr.

Geht das Kalkül nicht auf, weil der Kurs steigt, muss man die Aktie zum höheren Kurs zurückkaufen, der Bank übereignen und auch die Gebühr ist weg. Fallen indes die Kurse, muss die Gebühr auch dann vom Gewinn abgezogen werden. Das gleiche gilt für den Fall, wenn der Kurs unverändert bleibt.

Long, short und andere Begriffskonstellationen

Während long und short per Definition also für die Käufer- und Verkäuferseite stehen, gibt es dafür beispielsweise bei Optionen die Bezeichnungen Call und Put. Da es sich hier aber um zwei Ebenen handelt, also die Option und den Basiswert, können sich Kauf oder Verkauf sowohl auf das eine als auf das andere beziehen.

In der Wechselbeziehung entstehen vier Konstellationen: Man spricht von einem Long-Call, wenn man Käufer einer Call-Option ist. Beim Short-Call ist man Verkäufer derselben. Kauft man eine Put-Option handelt es sich um einen Long-Put und als Verkäufer, oder genauer Stillhalter, um einen Short-Put.

23. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.