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Was bedeutet Rendite auf Verfall? Wie Sie den effektiven Ertrag ermitteln

Rendite auf Verfall, bezeichnet auch als Verfallrendite oder effektive Rendite, ist eine Renditekennzahl. Benötigt wird sie bei der Bewertung von Anleihen.

Wenn Anleihen zum Marktpreis erworben werden, ist die Verfallrendite das Maß für die effektive Verzinsung. Vorausgesetzt sie werden per Verfall zu 100%, inklusive Zinszahlungen, zurückgezahlt.

Rendite auf Verfall – Ertrag auf die verbleibende Restlaufzeit

Vor Jahren bei einem deutlich höheren Zinsniveau aufgelegte Obligationen (beispielsweise eine Unternehmensanleihe 2008 um 4 Prozent) können zu Beginn des Jahres 2013 nur zu einem hohen Kurs und einer kleinen Rendite erworben werden. Bei anderen sind Renditen etwas höher, doch der Kurs fällt niedriger aus.

Mehr zum Thema: Rendite von Unternehmensanleihen

Wie kann man ermitteln, welches aus einer Reihe von Anleihen die beste ist?

Bei gleicher Sicherheit steht die Rendite im Vordergrund der Anlageentscheidung. Der Ertrag jeweiliger Anleihen lässt sich aus aktuellem Börsenwert, Zinscoupon und Restlaufzeit errechnen.

Anleihen mit guten Rating sind im Allgemeinen empfehlenswert. Man darf sich allerdings nicht von den Zinsen blenden lassen.


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Länger laufende Obligationen mit höheren Coupons werden an der Börse zu teilweise hohen Kursen weit über 100% des Nominalpreises gehandelt. Entscheidend für den Ertrag sind die jeweiligen Zinssätze bei der Erstausgabe und aktuell.

Betrachtet man die Rendite auf Verfall, den Ertrag auf die verbleibende Restlaufzeit, liegt das Ergebnis erheblich unter dem Zinscoupon, zu dem die Wertpapiere ausgegeben worden sind.

Die allgemeine Faustregel lautet: Je höher ein Zinscoupon bei vergleichbarer Laufzeit ausfällt, desto risikoreicher ist die Anleihe.

Mehr zum Thema: Wie man eine Anleihe zeichnet

Wie hoch fällt die Rendite auf Verfall aus? – Beispiel

Im Jahr 2008 wird beispielsweise eine 4%-Anleihe eines Unternehmens gekauft. Diese verfällt in genau 8 Jahren. Der Kurs der Anleihe am Markt beträgt 96%. Die Rückzahlung wird voraussichtlich zum Nominalwert (100%) erfolgen.

Der erste Teil der Formel lautet Zinssatz plus (Rückzahlungskurs minus Kaufkurs) dividiert durch die Restlaufzeit.

Der zweite Teil entsteht durch Bilden der Summe von Rückzahlungskurs und Kaufkurs dividiert durch 2. Um die Rendite auf Verfall zu erhalten, wird Wert 1 durch Wert 2 dividiert und mit 100 multipliziert.

Rendite auf Verfall – Rechnung in fünf Schritten:

Schritt 1: Nominal 100 – Kaufkurs 96 = 4

Schritt 2: 4 / Restlaufzeit in Jahren 8 = 0,5

Schritt 3: Zins 4 + 0.5 = 4,5

Schritt 4: (Nominal 100 + Kaufkurs 96) / 2 = 98

Schritt 5: 4,50 / 98 = 0.0459

multipliziert mit 100

Das Ergebnis einer Verfallrendite beträgt 4,59%. Berücksichtigt wird durch die Formel der Kursgewinn (beim Erwerb unter pari) oder ein Kursverlust (beim Marktpreis über pari) sowie die Restlaufzeit.

Mit der Verfallrendite lassen sich verschiedene Anleihen auf der Grundlage von Marktpreisen und Coupons miteinander vergleichen. Ein Anleger kann sich für jene mit einer höheren Rendite entscheiden.

8. Mai 2013

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Thomas Detlef Bär
Von: Thomas Detlef Bär. Über den Autor

Thomas Detlef Bär ist diplomierter Ökonom. Seit einigen Jahren ist er als Autor rund um den Bereich Finanzen aktiv. Dabei hat er sich auf Ratgeber- und Wissensbeiträge spezialisiert. Lesern möchte er Fakten zur Vertiefung des eigenes Wissen vermitteln und gleichzeitig zu neuen Überlegungen anregen.