Was beeinflusst den Wert einer Immobilie?

Bevor Eigentümer Ihre Immobilie zum Verkauf anbieten können, muss zuerst der Verkaufspreis festgelegt werden. Ist dieser zu niedrig, bedeutet dies für den Verkäufer Verluste, ist er zu hoch, wird das Verkaufsobjekt zum Ladenhüter.

Viele Einflüsse müssen daher bedacht werden, einige Faktoren verändern sogar maßgeblich die Preisgestaltung und können vor einem potentiellen Verkauf direkt beeinflusst werden.

Die Lage der Immobilie

Die Lage der Immobilie ist entscheidend für den Verkaufserfolg. Sie wird in Makro- und Mikrolage unterteilt.

Eine komplette Stadt oder Region wird als Makrolage bezeichnet. Wenn man die Makrolage bewertet, muss man vor allem auch auf zukünftige Entwicklungsfaktoren schauen.

Besonders die Ansiedlung großer Arbeitgeber wertet eine Region auf, da der Zuzug von Arbeitnehmern auch die Schaffung neuer Infrastruktur beschleunigt. Wo viele neue Menschen wohnen, braucht es auch Ärzte, Schulen und Kultureinrichtungen.

Diese Entwicklung wirkt sich direkt auf die Mikrolage aus. Die Mikrolage beinhaltet die einzelnen Viertel oder Straßen einer Stadt. Deshalb wirken sich Veränderungen hier noch direkter aus als bei der Makrolage.

Immobilien in einer spezifischen Stadt können also sehr gefragt sein, aber durch mangelnde Verkehrsanbindungen oder fehlende soziale Einrichtungen kann es für Objekte in einzelnen Mikrolagen nur sehr wenig Nachfrage geben.

Die Ausstattung der Immobilie

Im Rahmen einer Verkehrswertermittlung können Eigentümer die Ausstattung einer Immobilie anhand einer Fülle baulicher und technischer Faktoren bewerten lassen. Einen guten Richtwert kann dabei eine automatisierte Immobilienbewertung geben, die zum Beispiel bei dem Unternehmen Homeday im Internet kostenlos angefordert werden kann.

Für eine detaillierte Analyse kann ein unabhängiger Gutachter hinzugezogen werden. Aber auch zum Service eines Maklers gehört eine ausführliche Immobilienbewertung, wenn ein

Verkaufsinteresse besteht. Die Experten schauen sich unter anderem die Qualität der Baumaterialien, die eingebaute Heizungsanlage und die sanitären Anlagen an. Am Ende wird beurteilt, ob eine einfache, eine gehobene oder sogar eine luxuriöse Ausstattung vorliegt.

An dieser Stelle haben Eigentümer direkte Einflussmöglichkeiten auf den Preis. Sanierungen können die Attraktivität steigern, es besteht aber auch immer die Gefahr, dass neue Eigentümer andere Vorstellungen von der Beschaffenheit der Immobilie haben und sich so getätigte Investitionen nicht refinanzieren lassen. Der Fokus sollte daher auf Sanierungsmaßnahmen liegen, die objektiv den Wert der Immobilie erhöhen. Dies sind beispielsweise Maßnahmen, die der neuen Energieeinsparverordnung Rechnung tragen.

Der Zustand der Immobilie

Maßnahmen, die den Zustand einer Immobilie verbessern, erhöhen fast immer automatisch auch die Lebensqualität und machen sich auf lange Sicht im Portemonnaie bemerkbar. Zum

Beispiel spart eine neue Wärmedämmung Heizkosten und die Beseitigung von feuchten Wänden kann Gesundheitsrisiken minimieren.

Da die subjektive Wahrnehmung und Emotionalität zu einem großen Teil auch zur Entscheidungsfindung beim Kauf beiträgt, kann man mit verschiedenen Tricks große Wirkungen erzeugen. Ein effizientes Mittel ist Home Staging. Hierbei werden Farben, Möbel und Böden genutzt um das Objekt besonders lebenswert aussehen zu lassen. Dadurch wird nicht nur ein besserer Preis erzielt, sondern auch schneller ein Käufer gefunden.

Fazit

Neben der Lage und der Größe einer Immobilie sind auch die Ausstattung und der Zustand für potenzielle Käufer wichtig. Ein guter Makler hilft Ihnen bei der Wertermittlung und unterstützt Sie dabei, die richtige Zielgruppe für Ihre Immobilie zu finden und die Vorteile für den Verkauf herauszustellen.

30. März 2017

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Markus Müller
Von: Markus Müller. Über den Autor

Markus Müller ist Experte für Vermögenaufbau und –absicherung und großem Interesse an genereller Finanzthematik.

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