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Was das Agio für Privatanleger bedeutet

Agio ist ein Aufschlag, den Anleger bei bestimmten Käufen bezahlen müssen. In Regel handelt es sich dabei um Wertpapiere, aber auch beim Devisenhandel findet sich diese Form von Prämie. Die meisten, die schon einmal einen Kredit bei einer Bank aufgenommen haben, mussten ebenso das Agio begleichen.

Anders ausgedrückt, handelt es sich dabei um eine administrative Gebühr. Dieses kann je nach Anbieter schwanken. Deshalb sollten Privatanleger und Kreditnehmer speziell auf die Details beim Agio achten.

Allzu oft gehen Kunden bei einem Kredit davon aus, dass sie nur die Zinsen zu begleichen hätten. Zusätzliches Kosten können im Kleingedruckten stehen. Deswegen sollten Verträge mit Banken immer sorgfältig gelesen werden. Aber auch beim Wertpapierhandel können sich die Zusatzgebühren deutlich unterscheiden. Wer viel handelt, sollte vorher die Anbieter genau vergleichen.

So funktioniert das Agio per Definition

Das Agio stellt einen Aufpreis zwischen dem Nennwert eines Geldgeschäftes und dem effektiven Preis bei der Bank dar. Wenn der Nennwert einer Aktie beispielsweise 100 € beträgt und zum Ausgabepreis von 104 € durch die Bank verkauft wird, so ist die Differenz zwischen dem Nennwert und dem Ausgabepreis das Agio. In unserem Beispiel 4 % des Nennwertes, also 4 €.


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Im Devisenhandel ist das Agio die Differenz zwischen dem offiziellen Kurs der Zentralbank der Leitwährung und dem von der Bank veranschlagten Umrechnungskurs. Dabei ist die Bank soweit frei, selber zu entscheiden wie hoch die Differenz zwischen dem offiziellen Kurs und ihrem Kurs ist.

Disagio ist das Gegenteil von Agio

Neben dem Agio gibt es auch das Disagio. Anstelle eines Aufschlages wird ein Wertpapier zu einem geringeren Preis als dem Nennwert verkauft. Das Disagio ist auch hier der Unterschied zwischen dem Ausgabebetrag und dem Rückgabebetrag, allerdings zu Gunsten des Käufers. Disagio findet man besonders bei neuen Börsengängen, wo Wertpapiere bewusst unter ihrem Nennwert auf den Markt gebracht werden.

Das kommt genauso bei Anleihen vor. Am Ende ihrer Laufzeit müssen dann die Anleihen zu Ihrem vollen Nennwert an die Emittenten ausbezahlt werden. Das Disagio kann also als Anreiz zur Zeichnung von Wertpapieren bewusst von Unternehmen oder der ausgebenden Bank verwendet werden. Disagio betrifft besonders häufig kurz- und mittelfristige Anleihen.

Disagio bei Krediten

Kreditnehmer müssen nicht immer ein Agio zahlen. Manchmal läuft es genau anders herum, so dass es bei dem Darlehen ein Disagio gibt. Das muss nicht automatisch ein Vorteil für den Kunden sein. Denn in diesem Fall behält die Bank einen bestimmten Teil der Darlehenssumme ein. Der Kreditnehmer erhält somit nicht den vollständigen Betrag ausbezahlt.

Dies kann wiederum Auswirkungen auf die zu zahlenden Zinsen haben. So zahlen Kreditnehmer unter Umständen für Beträge, die sich gar nicht erhalten. Jedoch ist dies nicht pauschal positiv oder negativ, sondern muss von Fall zu Fall bestimmt werden. Wie oben bereits erwähnt, ist das Agio per Definition – bzw. das Disagio – ein Detail von Verträgen, bei dem es sich für Privatanleger lohnt genauer hinzusehen.

21. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.