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Was der Ertragswert über ein Unternehmen aussagt

Wenn man sich über ein Unternehmen und dessen wirtschaftlichen Status Quo informieren möchte, so gibt es viele verschiedene Daten und Fakten, die Auskunft über das betreffende Unternehmen geben können.

Unter diesen Informationsquellen findet sich auch der Ertragswert eines Unternehmens. Vor allem in Deutschland wird er oft ermittelt und gerne mit ihm agiert.

Allgemein betrachtet handelt es sich beim Ertragswert um ein Instrument zur Bewertung von Unternehmen. Neben der Ermittlung des Ertragswerts eines Unternehmens gibt es 5 weitere gängige Methoden zur Bestimmung eines Unternehmenswerts.

Mehr zum Thema: Sechs Methoden, mit denen Sie den Unternehmenswert berechnen können

Grundlagen zur Bestimmung des Ertragswerts

Zunächst einmal handelt es sich beim Ertragswert um einen Parameter, der an Hand von künftig zu erwartenden Erträgen des Unternehmens ermittelt wird. Er ist also zukunftsorientiert.

Aus dieser zeitlichen Perspektive ergibt sich die Tatsache, dass der Ertragswert niemals mit Hilfe von tatsächlichen Ertragszahlen ermittelt werden kann, da sich künftige Erträge nicht definitiv voraussagen lassen.

Allerdings hilft ein Blick zurück oft für den Blick nach vorn: Bei der Ermittlung des Ertragswerts eines Unternehmens bedient man sich der Daten der Vorjahre.

Konkret bedeutet dies, dass die Erträge der letzten Jahre als Orientierung für eine realistische Einschätzung der künftigen Erträge eines Unternehmens dienen.

Nach diesem ersten Schritt erfolgt die Diskontierung des geschätzten Ertrags durch einen landesüblichen und risikoangepassten Zinsfuß.

Mehr zum Thema: Wie berechnet man den Unternehmenswert über den Ertragswert?

Es zeigt sich also, dass es sich beim Ertragswert eines Unternehmens nicht um einen „hard fact“, sondern um einen „soft fact“ handelt, da er auf geschätzten und nicht auf tatsächlichen Zahlen und Fakten beruht.

Interpretationsmöglichkeiten durch den Ertragswert eines Unternehmens

Betrachtet man den Ertragswert eines Unternehmens, so erhält man dadurch vor allem einen (selbsteingeschätzten) Blick in die Zukunft des betreffenden Unternehmens.

Dieser kann je nach Situation durchaus von großem Interesse sein – etwa bei einem bevorstehenden Gang an die Börse oder Verkauf.

Indirekt gibt der Ertragswert eines Unternehmens jedoch immer auch Auskunft über die Performance der vergangenen Jahre. Schließlich dienen die Erträge der zurückliegenden Geschäftsjahre ja als Vorlage.

Betrachtet man den Ertragswert eines Unternehmens in Verbindung mit den Erträgen vorausgegangener Jahre, so ermöglicht dies Rückschlüsse über die zu erwartende Entwicklung eines Unternehmens.

Möchte man sich ein umfangreiches Bild von einem Unternehmen machen, so ist es sicherlich lohnenswert, zusätzlich zum Ertragswert noch andere Instrumente der Unternehmensbewertung zu betrachten.

Denn diese berücksichtigen andere Faktoren und gelangen somit mitunter zu anderen Ergebnissen und Interpretationsmöglichkeiten.

8. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.