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Was der russische Aktienindex RTSI für Anleger bedeutet

Der russische Aktienindex RTSI wurde am 1. September 1995 ins Leben gerufen und ist quasi das russische Pendant zum heimischen DAX. Allerdings sind im RTSI 50 Unternehmen gelistet. Der DAX beinhaltet dagegen beispielsweise 30 deutsche Unternehmen.

Berechnet wird der RTSI interessanterweise in US-Dollar. Zu seiner Einführung wurde das Anfangsniveau auf 100 Punkte festgelegt. Inzwischen hat aber auch der russische Aktienindex in seiner noch jungen Geschichte bereits viele Hochs und in letzter Zeit besonders Tiefs erlebt.

Wichtige Fakten zum russischen Aktienindex

Der russische Aktienindex in ein Kursindex und wird nach der Marktkapitalisierung gewichtet. Ähnlich wie Apple NASDAQ teilweise knapp 15 % ausmacht, hat auch der RTSI ein Schwergewicht zu bieten.


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Gazprom als weltweit größter Erdgaslieferant und -förderer macht ebenfalls rund 15 % des einheimischen Index aus. Deutschland spielt für die Russen dabei eine wichtige Rolle: Die Bundesrepublik ist in puncto Erdgas der beste Kunde von Gazprom mit einer jährlichen Abnahme von etwa 35 Milliarden Kubikmeter.

Zum Vergleich: Der Bodensee hat ein Wasservolumen von rund 50 Milliarden Kubikmeter. Deutschland importiert also 70 % dieses Volumens in Erdgas jedes Jahr von Russland.

Sowohl Apple als auch Gazprom bewegen die Indizes in denen sie gelistet sind maßgeblich. Somit sollten Anleger auf jeden Fall immer mit einem Auge das jeweilige Schwergewicht beobachten, denn der gesamte Index bewegt sich selten entgegen der Richtung dieses Taktgebers.

Historische Daten des RTSI

Nach seiner Einführung 1955 zu 100 Punkten kletterte der russische Aktienindex bis zum Beginn der Schuldenkrise im Jahr 2008 auf knapp 2.500 Punkte. Die Krise traf den RTSI besonders stark und er verlor in einem Jahr über 75 % an Wert mit einem Sturz auf 500 Punkte.

Die Erholung folgte wie in den meisten Ländern in den kommenden Jahren. Jedoch konnten selbst die 2.000 Punkte im Index nur kurzfristig erreicht werden. Vielmehr noch, seit Mitte 2011 geht es beständig bergab. Kaufkurse beim RTSI sind allerdings noch in weiter Ferne.

Das liegt natürlich auch an den günstigen Preisen für Rohöl, unter denen Russlands Wirtschaft immens leidet. Vermutlich können die Kurse des RTSI erst langfristig wieder steigen, wenn auch der Ölpreis erneut nach oben geklettert und sich dort halten kann.

Ausblick in Russlands Zukunft für Anleger

Spekulanten sollten immer über Investitionen in Russland nachdenken, denn das Land bietet viel Potential – allerdings in beide Richtungen. In den Jahren nach 2011 haben diejenigen partizipiert, die auf weiterhin fallende Kurse setzten. Irgendwann wird natürlich auch hier eine Umkehr stattfinden, doch baldige Anzeichen dafür sind rar.

Somit steht zumindest die nahe Zukunft Russlands auf wackeligen Füßen. Wenngleich aufmerksame Anleger immer wieder Chancen ausmachen können. Eine langfristige Erholung des russischen Aktienindex ist wahrscheinlich, jedoch gilt es noch den richtigen Einstiegszeitpunkt zu identifizieren.

3. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.