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Was es mit der Basiswährung bei Geldanlagen auf sich hat

Im Zusammenhang mit Geldanlagen stößt man immer wieder auf den Begriff Basiswährung. Doch abhängig von der Anlageklasse wird er unterschiedlich verwendet. Was also bedeutet Basiswährung genau?

Basiswährung: Definition zur Wertberechnung von Investments

In der Regel wird das Wort Basiswährung im Devisenhandel verwendet. Aber eben nicht nur dort. Auch bei Anleihen, Aktien oder Fonds kommt es vor. Deswegen sollte man im Zusammenhang mit Basiswährung als übergreifende Definition zunächst von einer Währung sprechen, die verwendet wird, um die Rendite einer Investition zu berechnen. Ein Währungsschlüssel also, über den alle Kursumrechnungen vorgenommen werden.

Bei Aktien, Anleihen etc. entscheidet der Börsenstandort

Und die Kurse, bzw. Preise beispielsweise für Aktien richten sich nach der Währung, in der sie gehandelt werden. Für Aktien an der Börse in New York (NYSE) etwa ist der US-$ die Basiswährung. An der Frankfurter Börse ist es der Euro.

Wer sich anstatt für Einzelaktien eher für Indexfonds wie ETF oder Zertifikate interessiert, darf den hierbei auftauchenden Begriff Basiswert nicht mit Basiswährung verwechseln. Der Basiswert etwa auf einen DAX-ETF ist schlicht der DAX selbst, den er abbildet.

Währungseffekte für Zusatzrenditen

Jede Investition hat eine Basiswährung, in der sie gehandelt wird. Nimmt man der Einfachheit halber einen Fonds auf den weltweit wichtigsten Index MSCI, so wird hier in amerikanischen Dollar gehandelt. Legt der Index kräftig zu und steigt zudem der Dollar gegenüber dem Euro, kommt doppelte Freude auf. Der Kursgewinn ist beim Umtausch in Euro zusätzlich mehr wert. Dasselbe gilt für Einzelaktien und Dividenden, die in ihrer Basiswährung festgesetzt werden.

Wer an diesem Effekt Gefallen findet, kann sich nach Fonds umschauen, die ein und dasselbe Investment in verschiedenen Basiswährungen anbieten. Selbst DAX-Fonds gibt es nicht nur in Euro. Allerdings, mag die Entwicklung des Dollar zum Euro noch relativ absehbar erscheinen, so kann dies etwa bei Schweizer Franken schon komplizierter werden.

Will man indes kein Währungsrisiko eingehen, setzt man auf Fonds mit Währungsschutz. Hier werden zur Absicherung Devisentermingeschäfte eingesetzt. Und schon tut sich das Thema Devisenhandel auf, wo der Begriff Basiswährung am häufigsten verwendet wird.

Basiswährung beim Devisenhandel

Auch Privatanleger können auf dem internationalen Devisenmarkt Forex von den unterschiedlichen Entwicklungen einzelner Währungen zueinander profitieren. Da immer eine Währung gegen eine andere gestellt wird, setzt man auf die Differenz zwischen einem Währungspaar.

Beispielsweise US-$ gegenüber dem japanischen Yen, also USD/JPY. In diesem Paar ist die erstgenannte stets die Basiswährung und die zweitgenannte die Gegenwährung. Der Kurs orientiert sich am Preis der Basiswährung. Steigt nun beim Währungspaar USD/JPY der Kurs, so zeigt das nichts anderes, als dass der Dollar gegenüber dem Yen zugelegt hat und umgekehrt.

Keine Währungsspekulation ohne Erfahrung

Der Währungshandel kann Freude machen, wenn er Gewinne abwirft. Zudem ist es verlockend, wenn man etwa feststellt, dass sich der Dollar zum Euro verteuert hat und es einem so vorkommt, als habe man dies ohnehin vorhersehen können.

Doch Vorsicht, selbst wer sich mit den wichtigsten Rahmendaten auskennt, muss mit politischen Unwägbarkeiten und Überraschungen am Devisenmarkt rechnen. Allein aufgrund des exorbitanten Handelsvolumens können schon kleinste Veränderungen in kürzester Zeit massive Folgen haben. Devisenhandel erfordert Zeit und Erfahrung.

26. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.