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Was genau ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Teil des Gewinnes einer Kapitalgesellschaft, der an die Anteilseigner der Unternehmung ausgeschüttet wird.

Im Fall einer Aktiengesellschaft wird die Dividende vom Vorstand vorgeschlagen und von der Hauptversammlung beschlossen.

Hierfür reicht eine einfache Mehrheit, also mehr als 50% der Stimmen, für die Beschlussfassung.

Dividendenberechtigt sind im Falle der Beschlussfassung alle Aktien, die am Tag der Hauptversammlung im Wertpapierdepot des Anteilseigners gehalten werden.

Mehr dazu: Wann ist man berechtigt eine Dividende zu erhalten?

Höhe und Ausschüttung

Die Höhe der Dividende wird meist in Währungseinheit pro Stück angegeben. Sofern die Hauptversammlung kein abweichendes Datum der Auszahlung beschließt, erfolgt die Ausschüttung am nächsten Börsenhandelstag.

Dabei wird die Aktie mit einem Abschlag der Bruttorendite gehandelt. In Zeitschriften, Magazinen oder Kursinformationen im Internet ist neben dem Kurs oft das Kürzel „ex Div“ oder „ex D“ vorzufinden, als Zeichen, dass an dem Tag die Dividende bereits ausgeschüttet worden ist.

Steuerliche Behandlung der Dividende in Deutschland

Mit Einführung der Abgeltungssteuer zum 1. Januar 2009 änderte sich die Besteuerung von Kapitaleinkünften für Privatanleger. Als Kapitaleinkunft zählt auch die Dividende, die dann pauschal mit einem Steuersatz von 25% versteuert wird, hinzu kommen noch der Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer.

Die Steuer wird direkt an der Quelle (z.B. ihrer depotführenden Bank) abgeführt. Liegt ihr persönlicher Steuersatz über dem Pauschalsteuersatz von 25%, müssen Sie bei ihrer Steuererklärung diesen Kapitalertrag nicht mehr angeben.

Privatanleger, deren persönlicher Steuersatz jedoch unter den 25% liegt, können die zu viel gezahlte Steuer über die Einkommenssteuer zurückholen. Die steuerliche Behandlung ausländischer Dividenden behandeln wir in einer der nächsten Ausgaben des Dividenden Telegramms.


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Die Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist die Dividende, ausgedrückt als Anteil am Aktienkurs:

(Dividende / Kurs der Aktie) * 100

und wird in Prozent angegeben.

Sie ist eine der klassischen Kennzahlen zur Bewertung einer Aktie.

Die Dividendenrenditen von Dax-Werten liegen gewöhnlich bei 2 bis 4%Hintergrund dieser Kennzahl ist, dass eine vom Betrag her hohe Dividende weniger Ertrag bringen kann als eine vom Betrag her niedrige Dividende, wenn man den Bezug zum jeweiligen Aktienkurs nicht herstellt.

Mehr dazu: Wann muss ich Aktien halten, um Dividende zu bekommen?

Beispiel: 3 € Dividende pro Aktie zu 55 € (ergibt eine Dividendenrendite von 5,5%) ist besser als 6 € Dividende pro Aktie zu 125 € (Dividendenrendite von 4,8%).

Wir unterscheiden zwischen 3 Dividendenrenditen:

  • Rendite: (letzte gezahlte Dividende / aktuellem Aktienkurs) * 100
  • exRendite: (letzte gezahlte Dividende / Aktienkurs am Tag der Hauptversammlung) * 100
  • eRendite: (erwartete Dividende / aktuellem Aktienkurs) * 100

Die veröffentlichten Dividendenrenditen beziehen sich üblicherweise auf die vom betreffenden Unternehmen zuletzt an die Aktionäre ausbezahlte Dividende und den aktuellen Kurs der Aktie.

Für einen Investor, der die Aktie billiger als zum aktuellen Kurs gekauft hat, erhöht sich damit seine persönliche Dividendenrendite und umgekehrt.

Ein Beispiel sagt mehr als 1.000 Worte. Nehmen wir den Immer-Zahler Bayer, den wir gestern vorgestellt haben. Die Aktie wurde im September 2011 bei 39 € gekauft. Der aktuelle Kurs beträgt 51 € und die aktuelle Dividende 1,65 €.

Dann ist die veröffentlichte Dividendenrendite: 1,65 € / 51 € *100 = 3,23%

und die persönliche Dividendenrendite: 1,65 € / 39 € * 100 = 4,23%

Jedes Mal wenn Bayer die Dividende erhöht, steigt also die persönliche Dividendenrendite. In den vergangenen 5 Jahren lag der Dividendenzuwachs bei 58%.

Mehr zum Thema: Dividendenrendite: Berechnen und einschätzen

20. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.