MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Was ist Bonität? Eine Definition

Mit dem Begriff Bonität oder Kreditwürdigkeit ist in der Finanzwirtschaft die Fähigkeit einer natürlichen Person oder von Unternehmen oder Staaten gemeint, die aufgenommenen Schulden zurückzahlen zu können (wirtschaftliche Rückzahlungsfähigkeit) und die Bereitschaft diese zurückzahlen zu wollen (Zahlungswilligkeit).

Die Zahlungsverpflichtungen sind vollständig und fristgerecht zu erfüllen.

Die zwei Arten der Kreditwürdigkeit bei einer Bonität

Die Bonität beinhaltet zwei Kriterien.

Die wirtschaftliche Rückzahlungsfähigkeit steht dabei im Vordergrund. Bei einer persönlichen Kreditwürdigkeit wird die persönliche Zuverlässigkeit und Zahlungswilligkeit bewertet.

Dabei sind die beruflichen und fachlichen Qualifikationen bei natürlichen Personen als Kreditnehmer und vom Management bei Unternehmenskrediten von Interesse.

Bei einer wirtschaftlichen Kreditwürdigkeit handelt es sich um die wirtschaftlichen Fähigkeiten aufgrund der vergangenen und voraussichtlichen wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers, den Kredit zurückzuzahlen.

An dieser Stelle spricht man auch von Kapitaldienstfähigkeit.

Hierzu werden Daten wie beispielsweise Einkommensnachweise, Bilanzen usw. zur Auswertung hinzugezogen. Gläubiger, vor allem Kreditinstitute, müssen ihre Kreditrisiken professionell einschätzen und einstufen können.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Daher wurden Verfahren auf betriebswirtschaftlich-statistischer Grundlage entwickelt, welche sich systematisch mit der Ermittlung und der Einstufung der individuellen Bonität eines Schuldners befassen.

Ohne selbst Gläubiger zu sein, ermitteln unter anderem auch Ratingagenturen permanent die Bonität von Schuldnern, um den Gläubigern ihr Ergebnis entgeltlich zur Verfügung stellen zu können.

Die Bonitätsprüfung

Um das Ausfallrisiko zu reduzieren, erfolgt häufig vor dem Abschluss größerer Verträge eine so genannte Bonitätsprüfung.

Unternehmen oder Privatpersonen, welche zu spät oder überhaupt nicht ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen, haben eine schlechte Bonität hinsichtlich ihrer Zahlungszuverlässigkeit.

Informationen zur Prüfung der Bonität eines Unternehmens lassen sich heutzutage in zahlreichen Quellen finden.

Erforderliche Informationen, um eine zuverlässige Bonitätsprüfung durchführen zu können, können je nach Höhe des abzusichernden Risikos variieren.

So sollten zum Beispiel Geschäfte mit höherem Risiko strenger und umfassender geprüft werden als Geschäfte mit geringem Risiko.

Um eine Leistungserbringung an bonitätsschwache Kunden beziehungsweise Geschäftspartner zu vermeiden, ist es empfehlenswert, die Bonitätsprüfung zu Beginn abzuschließen.

Die Konditionen des Geschäfts sollten außerdem dem Ergebnis der Bonitätsprüfung entsprechend angepasst werden. Eine Wirtschaftsauskunft bietet eine Vielzahl von Informationen.

Je nach Grad des abzusichernden Risikos, kann zwischen Auskunftsprodukten unterschiedlicher Informationstiefe gewählt werden.

Die Auskunft dient als Baustein bei der Kreditwürdigkeitsprüfung und es kann durchaus sinnvoll sein, weitere Quellen einzubeziehen, wie zum Beispiel interne Daten aus dem Rechnungswesen beziehungsweise Informationen vom Vertrieb.

In einer Wirtschaftsauskunft können Daten wie Finanzlage mit Bonitätsindex, Zahlungsverhalten, Negativmerkmale, Höchstkredit, Firmenhistorie, Geschäftsgegenstand/Branche, Niederlassungen, Beteiligungen, Immobilien, Bankverbindungen, Geschäftszahlen und Bilanzen enthalten sein.

Sie sollten bedenken, dass es keine einheitlichen Bonitätskriterien für alle Schuldner gibt.

Jeder Schuldner erfüllt aufgrund seiner individuellen wirtschaftlichen Situation alle Bonitätskriterien mehr oder weniger, sodass letztlich eine individuell abgestufte Bonität das Ergebnis ist.

Mehr zum Thema: Bewertungskennzahlen zur Bonitätsbewertung

2. September 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.