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Worum es sich beim Bund-Future handelt

Der Euro-Bund-Future ist ein Terminkontrakt, das heißt ein verbindlicher Börsenvertrag zwischen zwei Parteien. Der Kauf eines Bund-Futures ist also ein Geschäft auf die Zukunft mit ungewissem Ausgang. Gewiss ist nur: es ist ein sogenanntes „unbedingtes“ Termingeschäft. Anders als bei Optionen haben Sie am Ende der Laufzeit kein Wahlrecht, etwas zu tun oder zu lassen.

Er bezieht sich auf eine idealtypische, langfristige Bundesanleihe mit einem Kupon von 6% und einer Restlaufzeit von ca. 10 Jahren.

Allgemein erwirbst man mit dem Erwerb eines Futures gleichzeitig den Anspruch, ein bestimmtes Produkt oder einen Gegenstand in der Zukunft geliefert zu bekommen. In unserem Fall ist eine Bundesanleihe der zu Grunde liegende Gegenstand.

Der Kontraktgegenstand: Schuldverschreibungen im Nominalwert sind Pflicht

Ein Euro-Bund-Future bezieht sich alos auf eine fiktive Schuldverschreibung der Bundesrepublik. Der Nominalwert eines Kontraktes beträgt 100.000 €. Am Ende der Laufzeit ist der Verkäufer eines solchen Kontraktes dazu verpflichtet, Bundesanleihen im Nominalwert von 100.000 € pro Kontrakt zu liefern.

Der Clou dabei: Der Verkäufer muß bei Vetragsabschluß die Bundesanleihen gar nicht besitzen, auch der Käufer muß pro Kontrakt nicht die gesamte Summe bezahlen. Stattdessen werden nur sogenannte „Margins“ verrechnet.


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Diese betragen oft nur einen Bruchteil der festgesetzten 100.000 €-Marke. Bei manchen Banken oder Brokern reicht ein Betrag von 1.600 € bereits pro Kontrakt aus. Machen Sie mit Ihrer Position Gewinn, so wird Ihnen täglich ein bestimmter Bertrag auf dem zu Grunde liegenden Verrechnungskonto gutgeschriebnen. Machen Sie dagegen Verluste müssen Sie nachzahlen. So findet ein täglicher Gewinn- und Verlustausgleich statt.

Trotzdem bleibt Ihr Kapitaleinsatz relativ klein. Allerdings Ihr Verlustpotential praktisch unbegrenzt groß. Sie können ein Vielfaches Ihres eingesetzen Kapitals verlieren oder natürlich auch gewinnen.

Hierzu kann der Verkäufer Bundesanleihen mit einer Restlaufzeit von mindestens 8,5 Jahren und maximal 10,5 Jahren wählen.

Laufzeit und Handelsschluss eines Euro-Bund-Futures

Betrachtet man die Eurex-Börsen, stehen den Investoren Kontrakte für die nächsten drei Quartale zur Verfügung. Somit beträgt die längste Laufzeit neun Monate. Dabei belaufen sich die Lieferzeiten auf die Monate März, Juni, September und Dezember. In der Praxis wird aber nur der Kontrakt mit der nächsten Fälligkeit aktiv gehandelt. Erst einige Tage vor dem jeweiligen Lieferdatum geht der aktive Handel auf den zeitlich folgenden Future über.

Die Futures können bis 12:30 Uhr, zwei Handelstage vor dem jeweiligen Lieferdatum gehandelt werden. Liefertag ist der zehnte Kalendertag des jeweiligen Monats. Ist dieser kein Börsentag, so ist die Lieferung am darauffolgenden Tag fällig.

In der Regel findet aber keine effektive Lieferung statt, sondern die Handelspartner und Investoren stellen ihre jeweiligen Positionen vor Fälligkeit durch entsprechende Gegengeschäfte im Bund-Future glatt. Wollen sie ihre bisherige Position behalten, dann eröffnen sie gleichzeitig mit dem Glattstellen ein entsprechendes neues Engagement im Bund-Future-Kontrakt mit der nächsten Fälligkeit (3 Monate weiter).

Konvertierungsfaktor ist ausschlaggebend für den Endpreis

Die Eurex-Clearing AG legt die Bundesanleihen sowie deren Konvertierungsfaktoren fest. Diese Daten sind den Börsenteilnehmern auf einem Bildschirm ersichtlich. Dabei passt der Konvertierungsfaktor den Preis der zur Lieferung möglichen Bundesanleihen an den Preis des Kontraktes bei Handelsschluss an.

Wie gestaltet sich der Kursverlauf eines Bund-Futures?

Der Bund-Future ist eine fiktive Bundesanleihe  mit einem festen Zinssatz.. Aus diesem Grund unterliegt er denselben Chancen und Risiken wie jede andere Anleihe. In der Regel wird sein Verlauf von dem zu erwartenden Zinsniveau getrieben, das heißt der Kurs steigt, wenn niedrige Zinsen erwartet werden. Andersherum fällt er in Aussicht auf steigende Zinsen.

Der Verkäufer eines Bund-Futures spekuliert also auf steigende Marktzinsen. Mit diesem Verlauf kann er beispielsweise im Zuge einer Inflation rechnen, bei einem Anstieg des Zinsniveaus, durch einen erhöhten Kapitalbedarf des Bundes, bei einem Anstieg der Konjunktur oder einer Verknappung des Kapitals durch die Notenbanken.

Bund-Future: Barometer für die zukünftige Zinsentwicklung

Der Bund-Future basiert auf den Erwartungen der Marktteilnehmer. Somit ist er gleichzeitig ein Indiz für die zukünftige Zinsentwicklung am Markt. Steigt der Future, steigen daraufhin auch die Kurse am Rentenmarkt und die Renditen fallen.

Da der Bund Future das liquideste Instrument am Zinsmarkt ist, hat er eine absolut herausragende Signalfunktion für den gesamten Markt von festverzinslichen Wertpapieren.

28. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.