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Inhaberschuldverschreibungen: Eine Definition

Die Inhaberschuldverschreibung gilt als unkomplizierte Möglichkeit zur Kapitalbeschaffung.

Doch wie genau lautet die Definition einer Inhaberschuldverschreibung, wer darf sie ausstellen und welche Risiken sind zu beachten?

Inhaberschuldverschreibung: Was ist darunter zu verstehen?

Die rechtliche Grundlage der Inhaberschuldverschreibung ist in § 793 BGB zu finden.

Die Inhaberschuldverschreibung ist ein Wertpapier, das die Forderung des Besitzers der Schuldverschreibung gegen den Emittent urkundlich untermauert.

Sie wird oftmals auch in Form von Zertifikaten ausgegeben.

Vereinfacht gesagt leiht der Inhaber dem Aussteller des Wertpapiers Geld, um es zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt verzinst oder ertragsreich zurück zu erhalten.

Die Inhaberschuldverschreibung ist eine Sonderform der Schuldverschreibung.

Da der Inhaber auf der Urkunde nicht namentlich erwähnt wird, kann nur durch Besitz eben jener Urkunde der Eigentümer nachgewiesen werden. Eine Übertragung der Urkunde ist somit problemlos möglich.


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Inhaberschuldverschreibung und die Börsenfähigkeit

Diese unkomplizierte und formlose Übertragbarkeit und damit Veräußerlichkeit macht die Inhaberschuldverschreibung interessant für den Börsenhandel.

Emittenten sind hauptsächlich Kreditinstitute, Wirtschaftsunternehmen und Körperschaften öffentlich-rechtlicher Natur.

Die Emission von Inhaberschuldverschreibungen unterlag bis ins Jahr 1990 gesetzlichen Genehmigungsvorbehalten, die jedoch aufgrund der Liberalisierung des Kapitalmarkts aufgehoben wurden.

Mit der Aufgabe dieser Genehmigungsvorbehalte und Beschränkungen stieg auch das Risiko des Anlegers. Veränderungen der Emissionsbedingungen der Inhaberschuldverschreibungen unterliegen nun nicht mehr einer rechtlichen Grundlage.

Somit hat der Anleger die Bonität von Emittenten selbst zu überprüfen.

Inhaberschuldverschreibung und der Zweck

Für Unternehmen gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung wie zum Beispiel die Aufnahme eines Kredits.

Jedoch gestaltet sich die Ausführung meist recht kompliziert und langwierig, da Anträge und Genehmigungen beantragt und befürwortet werden müssen.

Ein direkterer und einfacherer Weg zur Kapitalbeschaffung gelingt mit der Ausgabe der Inhaberschuldverschreibung. Gewinn versprechende Projekte sollen den potenziellen Gläubiger zu einem privaten Investment verleiten, der im Gegenzug eine Inhaberschuldverschreibung erhält.

Diese sollen dann zuzüglich Zinsen zu einem bestimmten Fälligkeitsdatum wieder ausgelöst werden. Das Emittentenrisiko, sprich das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners oder der Ausfall von Zinsen, trägt hierbei der Anleger.

Mehr dazu: Inhaberschuldverschreibung: So funktioniert die Bilanzierung

Risiko einer Inhaberschuldverschreibung

Die Zulassung von Inhaberschuldverschreibungen zum Börsenhandel ist, wie schon beschrieben, mit einem gewissen Risiko für den Besitzer verbunden.

Zahlungsunfähigkeit des Emittenten ist eines der größten Risiken des Gläubigers, da keine Einlagensicherung vorhanden ist.

Die Bonität des Schuldners und die Rückzahlungsrisiken hat der Besitzer der Inhaberschuldverschreibung jederzeit selbst oder durch Beratung zu überprüfen.

Die Zulassung zum Börsenhandel ist nicht als Garantie für die Bonität des Herausgebers der Schuldverschreibung zu verstehen. Der Zinssatz ist ein guter Hinweis auf das Ausfallrisiko der Inhaberschuldverschreibung.

Hohe Zinsen sind ein Indiz für ein steigendes Emittentenrisiko.

Kreditinstitute oder Rating-Agenturen können jedoch bei der richtigen Einordnung der Emittenten helfen.

30. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.