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Was ist die freiwillige Rentenversicherung?

Wer in Deutschland einer Tätigkeit als Angestellter nachgeht, für den besteht Rentenversicherungspflicht.

Das heißt, er muss einen Teil seines Einkommens in die Rentenversicherung zahlen.

Für Selbstständige, Freiberufler oder auch Hausfrauen besteht diese Versicherungspflicht nicht. Eine Möglichkeit, sich finanziell auf das Alter vorzubereiten, ist dann die freiwillige Rentenversicherung.

Freiwillig in die staatliche Rentenversicherung einzahlen

Neben dem Abschluss einer privaten Altersvorsorge können Menschen, die nicht rentenversicherungspflichtig sind, auch in die staatliche Rentenversicherung einzahlen.

Dies geschieht freiwillig und damit erhalten auch Selbstständige Rentenansprüche über den Staat.

Wer kann sich freiwillig rentenversichern?

Die freiwillige Zahlung der Rentenversicherung ist nur dann möglich, wenn ein Rentenanspruch vorhanden ist. Dies ist der Fall, wenn man bereits fünf Jahre in die staatliche Rentenversicherung eingezahlt hat.

Dafür muss man also fünf Jahre lang einer rentenversicherungspflichtigen Anstellung nachgegangen sein.

Freie Wahl der Beitragshöhe

Ein Vorteil der freiwilligen Rentenversicherung ist, dass man sich aussuchen kann, wie viel Geld man einzahlen möchte. Lediglich der Mindestbeitrag muss bezahlt werden und der Höchstbeitrag darf nicht überschritten werden.

Im Jahr 2012 lag der Mindestbeitrag bei 78,40 Euro monatlich. Die Höchstgrenze der Beiträge lag bei 1.097,60 €. Die Beitragsgrenzen werden jedoch regelmäßig an die Entwicklung der Rente in Deutschland angepasst.

Zahlung monatlich oder jährlich

Doch nicht nur bei der Höhe der Beiträge ist der Sparer flexibel. Er kann zusätzlich auch überlegen, ob er seine Beiträge jährlich oder monatlich zahlt.

Dabei müssen Sparer aber beachten, dass sie die Beiträge nur bis zum 31.03 des Folgejahres zahlen können. Danach ist eine rückwirkende Einzahlung nur in Ausnahmefällen möglich.

Wie viel steigt die Rente?

Je nach Höhe der gezahlten Beiträge steigt auch der Rentenanspruch. Zahlt man ein Jahr lang den Mindestbeitrag von 78,40 € monatlich, erhöht sich der Rentenanspruch um 4,06 € monatlich.

Im Alter erhält man also 4,06 € mehr Rente pro Monat. Zahlt man den Höchstbetrag von 1.097,60 € monatlich, erhöht sich die monatliche Rente um 56,89 €.

Was es sonst zu beachten gilt

Allgemein gesprochen hat man durch die freiwillige Rentenversicherung eine höhere Rente. Wenn man jedoch viele beitragsfreie Jahre durch Studium, o.Ä. hat, sollte man aufpassen, falls nur der Mindestbeitrag gezahlt werden soll.

Für die rentenfreien Jahre wird der Durchschnitt der eingezahlten Jahre errechnet. Zahlt man also nur den Mindestbeitrag, kann die Rente dadurch gemindert werden.

Wann lohnt sich die freiwillige Rentenversicherung?

Neben der freiwilligen Rentenversicherung gibt es eine Vielzahl an privaten Anbietern. Der Vorteil der staatlichen Rente ist, dass diese wenige Risiken birgt.

Bei privaten Anbietern lassen sich dafür häufig höhere Renten erzielen – mit höherem Risiko. In jedem Fall aber lohnt sich die freiwillige Rentenversicherung, wenn nur noch wenige Monate fehlen um Berechtigung für die Erwerbsunfähigkeitsrente zu erhalten.

30. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.