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Contrarian-Anleger: Was es damit auf sich hat

Die deutsche Bezeichnung dieser Art von Marktteilnahme lautet „Konträrstrategie“.

„Konträr“ bedeutet „entgegengesetzt“.

Zu erläutern ist allerdings, zu was sich diese Art von Anlegern konträr verhält:

Handeln gegen den Markttrend – das ist das Vorgehen, das Contrarian-Anleger antreibt.

Momentum- versus Contrarian-Anleger

Die Contrarian-Anleger versuchen, stets entgegen dem Markttrend zu agieren. Das nennt man „antizyklisches Handeln“.

Befindet sich also ein Wertpapier im Sturzflug, so ist das für den Anhänger der Konträrtheorie kein Anlass, dieses zu meiden.

Ganz im Gegenteil: Der Contrarian-Anleger investiert. Er kauft also, wenn die Mehrzahl der Marktteilnehmer der betreffenden Anlage gegenüber pessimistisch eingestellt ist.

Einfach gesprochen: Contrarian-Anleger kaufen, wenn das Wertpapier fällt und verkaufen, wenn es steigt.


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Damit verhalten sie sich also konträr zu der vorherrschenden Gruppe an Marktteilnehmern, die nämlich eine Momentum-Strategie verfolgen.

Denn Momentum-Anleger versuchen, gleichauf mit dem Markttrend zu agieren.

Sprich: Sie kaufen, wenn eine Aktie steigt und verkaufen, wenn sie fällt und schwimmen somit mit dem Strom.

Mehr dazu: Die Momentum Strategie: Quickstart mit Erfolgsgarantie

Contrarian-Anleger: die Idee dahinter

Der Gedanke, der hinter dem Contrarian-Anleger-Konzept steckt, ist folgender: Wenn alle gleich handeln, ist es nicht mehr weit bis zur Kurswende.

Wenn also alle kaufen und der Kurs steigt, wird die Nachfrage irgendwann abflachen, da es keine Käufer mehr gibt.

Andererseits spekuliert der Contrarian-Anleger, dass es irgendwann kein Angebot mehr gibt, wenn alle zu fallenden Kursen verkaufen. Dann kehrt sich der Trend.

Das Ziel des Contrarian-Anlegers ist es daher zum einen, Aktien zu möglichst tiefen Kursen zu kaufen und entsprechend hohe Kurschancen zu wahren.

Zum anderen will er die Gefahr von überbewerteten Aktien meiden, etwa wenn ein Wertpapier im Zuge eines Hypes viel zu hoch angeschrieben ist.

Nichts für Anfänger

Diese Strategie ist sicherlich nichts für Einsteiger. Einerseits benötigt der Contrarian-Anleger eine starke Psyche, die es ihm ermöglicht, stets ruhigen Gewissens gegen den Strom zu schwimmen.

Andererseits bedarf es natürlich einer hohen Kompetenz und Analysefertigkeit.

Der Anleger schließlich muss genau abwägen können, ob ein Wertpapier auch wirklich wieder die Trendwende schafft und ob ein Wendepunkt bereits erreicht wurde oder noch erreicht wird.

Anhaltspunkte hierbei sind oft die Reaktionen der Börse auf gute oder schlechte Nachrichten.

Denn nimmt der Markt schlechte Neuigkeiten bei fallenden Kursen gelassen, und reagiert bei guten Nachrichten und steigenden Kursen kaum, so kann das auf einen Wendepunkt hindeuten.

Hundertprozentig verlässlich ist aber auch dieser Indikator nicht. So wird angenommen, dass eine verstärkte Gegenwart des Börseninteresses in der Boulevardpresse ein Anzeichen für eine nahende Wende nach unten ist.

Liegt der Contrarian-Anleger in seinen Analysen falsch und die Kurssteigerungen beziehungsweise -senkungen sind von Dauer, so kann der Anleger schnell auf totem Geld sitzen.

Anleger, die ausnahmslos diese Strategie fahren, sind daher selten.

19. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.