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Was ist ein Hexensabbat an der Börse?

Was ist ein Hexensabbat? In seinem dramatischen Werk „Faust“ schildert Johann Wolfgang von Goethe die Zusammenkunft der Hexen am Brocken im Harz als Hexensabbat. Bei diesem Anlass feien die Hexen den Pakt mit dem Teufel und dessen Erneuerung, wobei unter anderem wild getanzt wird.

So oder so ähnlich kommt es Börsianern vor, wenn die Aktienkurse 4 Mal im Jahr, jeweils an einem Freitag, scheinbar unkontrolliert auf und ab hüpfen. Für dieses Phänomen sind weder die Situation der Wirtschaft noch die Nachrichten von Unternehmen verantwortlich. An der Börse sorgt der so genannte Hexensabbat für starke Kursbewegungen.

Was ist ein Hexensabbat? Spielplatz von Händlern und Investmentbankern

Während Optionen auf Indizes und Aktien monatlich auslaufen, enden Futures nur einmal pro Vierteljahr. Dieses nur alle 3 Monate vorkommende Ereignis wird auch als “dreifacher Hexensabbat” bezeichnet. Es findet stets am 3. Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember statt.

An der Terminbörse Eurex verfallen zu diesen Terminen 3 Kategorien von Derivaten: Um 12:00 Uhr enden die Optionen und Futures auf die europäischen STOXX-Indizes, eine Stunde danach verfallen die Futures und Optionen auf den TecDAX und den DAX.

Danach sind um 13:05 Uhr auch die Futures und Optionen auf den MDAX an der Reihe. Schließlich werden um 17:30 Uhr, am Ende des täglichen elektronischen Xetra-Handels, die Optionen auf einzelne Titel abgerechnet.


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Für große Investoren in Futures und Optionen entscheidet sich mit der Preisfeststellung am Ende der Laufzeit, ob ihr jeweiliges Engagement erfolgreich war. Wer beispielsweise eine Option auf den DAX mit dem Basispreis 10.000 gekauft hat, hat natürlich ein gesteigertes Interesse daran, ob der DAX am entsprechenden Termin oberhalb dieses Standes schließt.

Nun kann er den Versuch unternehmen, im DAX Aktien mit hoher Gewichtung zu erwerben, um den gesamten Index nach oben zu schieben. Für ein solches Unterfangen eignen sich in erster Linie Schwergewichte wie Daimler, Deutsche Telekom oder Siemens.

Privatanleger sollten am Hexensabbat vorsichtig sein

Wie die Fraktion der Long-Trader (an steigenden Kursen Interessierte) gibt es meist auch eine Gruppe von Anlegern, die auf fallende Notierungen gesetzt haben. Diese werden dementsprechend versuchen, die Kurse nach unten zu drücken.

Und das führt an den Verfallsterminen – den Hexensabbaten – regelmäßig zu hektischen und unmotivierten Kursbewegungen. Damit sind Investments für Privatanleger an diesen Handelstagen mit speziellen Risiken verbunden.

Das Börsengeschehen ist am Hexensabbat noch undurchsichtiger als gewöhnlich. Chart-technische Trends oder die sonst üblichen Finanznachrichten besitzen jetzt kaum eine Bedeutung. Die Situation ist für Privatanleger so gut wie überhaupt nicht zu kalkulieren. Daher sollten sie an diesen Tagen bei ihren Handelsaktivitäten vorsichtig sein und die Kursausschläge dieser Termine unter den angesprochenen Aspekten beurteilen.

20. Januar 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.