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Was ist ein Index und welchen Nutzen hat er für Privatanleger?

Indizes werden unter anderem für volkswirtschaftliche Prognosen verwendet, wie zum Beispiel der ZEW-Index oder der Konsumklimaindex für Deutschland (GfK). Außerdem können sie auch Preisindikatoren sein, zum Beispiel für die Entwicklung der Lebenshaltungskosten (Inflationsrate) oder aber für Aktienkurse – wie der Deutsche Aktienindex (DAX).

Index: Definition des Begriffs

Ein Index zeigt an, wie sich eine bestimmte Größe – zum Beispiel ein Preis oder Kursniveau – im Laufe der Zeit verändert. Dabei drückt ein Index die Veränderung gleichartiger Größen (z. B. Aktien) in einer einzigen Zahl (z. B. Aktienindex) aus.

Bei vielen Indizes wird der Ausgangswert auf 100 festgelegt, so dass die Entwicklung prozentual verläuft. Ein Indexwert von 130 bedeutet dann, dass der Basiswert um 30% angestiegen ist.

Börsenindizes als Anwendungsbeispiel für Privatanleger

Börsenindizes beziehen sich in der Regel auf einen ganz bestimmten Anlageschwerpunkt. Je nachdem handelt es sich bei dem Börsenindex dann beispielsweise um einen Branchenindex, wie den DIMAX (Deutscher Immobilienmarktindex) oder einen Rohstoffindex, wie den CCI (Continuous Commodity Index), der 17 verschiedene Rohstoffe umfasst.

Außerdem gibt es auch Rentenindizes wie den REX (Deutscher Rentenindex), der die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen wiedergibt. Die bekanntesten Börsenindizes sind aber Aktienindizes, wie beispielsweise der DAX.

Ausgangspunkt für die Berechnung eines Aktienindex ist immer ein bestimmter Zeitpunkt. Beispielsweise wurde der  DAX am 1. Juli 1988 eingeführt, wobei  für den DAX am 31. Dezember 1987 1.000 Punkte als Basis festgesetzt wurden. Die nachfolgenden Änderungen des DAX im Zeitablauf geben die Wertentwicklung (Performance) der im Portfolio enthaltenen Aktien wider.

In Aktienindizes werden Aktien verschiedener Unternehmen nach bestimmten Kriterien gebündelt. So spiegelt der DAX die Entwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen wider, die an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden.

Dabei bezieht sich ein Aktienindex immer auf einen Teilmarkt des weltweiten Finanzgeschehens.  So sind beispielsweise im TecDAX die spannendsten Wachstumswerte aus dem High-Tech-Segment in Deutschland enthalten und im MDAX die Mittelstandswerte. Somit können aufgrund des Indexstandes die Trends am jeweiligen Gesamtmarkt einfacher betrachtet werden.

Daher werden Aktienindizes auch oft als Barometer für die Marktstimmung angesehen. Privatanleger können diese Informationen für ihre Anlageentscheidung nutzen, indem Sie zum Beispiel bei eher niedrigen Indexständen kaufen und bei hohen verkaufen.

Privatanleger können die Vielfalt an Indizes für sich nutzen

In jedem Land gibt es meist mehrere eigene Indizes, von denen einer in der Regel der Leitindex ist, an dem sich Anleger primär orientieren. Die wichtigsten deutschen Indizes sind der DAX als deutscher Leitindex sowie der MDAX, SDAX und TecDAX.

Weitere bedeutende Indizes sind beispielsweise der Euro Stoxx 50, ein europäischer Aktienindex, und in den USA der Leitindex Dow Jones sowie der Standard & Poor’s 500. Letzterer umfasst die Aktien der 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen.

Privatanleger können viele Indizes nutzen, um sich zum einen ein Bild von der wirtschaftlichen Lage zu machen und zum anderen ihre Anlageentscheidungen zu treffen. So kann man beispielsweise anhand der Höhe und Entwicklung des DAX entscheiden, ob man zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Aktien investieren möchte oder noch abwartet.

16. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.