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Was ist ein saisonaler Effekt?

Ein saisonaler Effekt beschreibt den Einfluss von jahreszeitlichen Schwankungen auf die Geschäftsergebnisse von Unternehmen, die Arbeitslosenzahlen und die Entwicklung der Aktien an den Börsen. Ein saisonaler Effekt wiederholt sich und ist daher vorhersehbar.

Die Witterung beeinflusst die Arbeitslosenzahlen

Die Arbeitslosenzahlen eines Landes werden stark durch die verschiedenen Jahreszeiten bestimmt. So hat die Witterung einen starken Einfluss auf die Beschäftigungslage in der Landwirtschaft und die Baubranche.

Im Winter wird aufgrund der kühlen Temperaturen nicht geerntet und auch weniger gebaut. Daher bieten diese beiden Branchen in dieser Zeit deutlich weniger Arbeitsplätze als im Sommer. Dies wirkt sich auch auf die Entwicklung der Gesamtarbeitslosenzahlen aus.

Generell kann man also beobachten, dass die Arbeitslosigkeit aufgrund von saisonalen Effekten im Sommer zurückgeht und im Winter ansteigt.

Die saisonbedingte Reduzierung der Bauaktivitäten hat auch Einfluss auf die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) eines Landes.

Sie führt dazu, dass sich das BIP im ersten Quartal des Jahres traditionell schlechter entwickelt als in den anderen drei Quartalen. Auch hierbei spricht man von einem saisonalen Effekt.


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„Sell in May and go away“

Ein anderer Bereich, in dem der saisonale Effekt zum Tragen kommt, ist die Börse. So wird dem Aktienmarkt nachgesagt, dass er immer den gleichen saisonbedingten Mustern folgt und daher vorhersehbar ist, in welchem Zeitraum des Jahres sich Aktien statistisch gut entwickeln und in welchem Zeitraum man Aktien lieber meiden sollte.

Die berühmte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ drückt dabei die Erkenntnis aus, dass Aktien sich in den Sommermonaten historisch schlechter entwickelt haben als in den Wintermonaten.

Ein anderer saisonaler Effekt, der nach der Meinung vieler Marktteilnehmer einen Einfluss auf die Aktienkursentwicklung nimmt, ist der sogenannte Januareffekt.

Outperformance der Börsen im Januar ist auch ein saisonaler Effekt

Historisch betrachtet gehört der Januar zu den Monaten, in denen sich die Aktien im Vergleich zu den anderen Monaten des Jahres am besten entwickeln.

Grund dafür ist, dass Anleger am Ende des Jahres Aktien mit Verlust verkaufen, um ihre Steuerlast zu senken. Die aus den Verkäufen erzielten Gelder werden dann Anfang des Jahres neu investiert und sorgen für steigende Kurse.

Viele Anleger erhalten über die Jahreswende auch Weihnachtsgelder und Boni, die dann neu investiert werden und den Aktienmarkt animieren.

Bei Planung und Analyse müssen saisonale Effekte berücksichtigt werden

Staaten und Unternehmen, die von saisonalen Effekten betroffen sind, müssen dies bei der Planung des Staatshaushaltes bzw. der Geschäftsaktivitäten berücksichtigen.

Saisonbedingte Schwankungen bei Einnahmen und Ausgaben, lassen sich gut planen, da sie sich jährlich in ähnlicher Form wiederholen.

Bei der Analyse der Ergebnisse ist es wiederum wichtig, dass man die Werte nicht mit dem Vormonat vergleicht sondern mit den Ergebnissen des gleichen Monats im Vorjahr.

Wenn zum Beispiel die Arbeitslosigkeit von Dezember bis Januar um 7% steigt, ist das wenig aussagekräftig, da der Grund dafür sein saisonaler Effekt sein könnte.

Wenn allerdings die Arbeitslosigkeit absolut von 4 Millionen vor einem Jahr auf heute 5 Millionen angestiegen ist, handelt es sich nicht mehr um einen saisonalen Effekt, sondern vielmehr um einen konjunkturell bedingten Rückgang.

Erst durch Vergleiche, die nicht durch saisonale Effekte beeinflusst werden, bekommen der Staat und die Unternehmen die Möglichkeit, die reale Entwicklung klar zu erkennen und sich auf sie einzustellen.

26. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ludwig Buhmann
Von: Ludwig Buhmann. Über den Autor

Ludwig Buhmann analysiert für die GeVestor-Leser politische Entwicklungen rund um den Globus.