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Was ist eine Wandelanleihe?

Anleger sind bei Aktien jederzeit einem Kursrisiko ausgesetzt. Das bedeutet, dass nicht nur die eigene Stärke des jeweiligen Unternehmens sondern auch die Verfassung des Marktes sowie die Wirtschaftskraft der Konkurrenz bei der Höhe des Aktienkurses eine Rolle spielen.

Wer von einem Aktien-Investment profitieren und gleichzeitig dem Kursrisiko ein Schnippchen schlagen möchte, für den ist die Anlage in Wandelanleihen (Convertible Bonds) empfehlenswert. Nach der Definition sind Convertible Bonds Wertpapiere, die vom Inhaber innerhalb eines fest vereinbarten Zeitraums in Aktien der herausgebenden Gesellschaft umgewandelt werden können.

Convertible Bonds: Definition und Ausstattung

Bei Wandelanleihen bzw. Convertible Bonds handelt es sich zwar um ein festverzinsliches Wertpapier, es kann jedoch vom Gläubiger innerhalb der Laufzeit jederzeit in Aktienanteile umgetauscht werden.

Bei Convertible Bonds sind Anleger, im Gegensatz zum direkten Kauf einer Aktie, durch die regelmäßigen Zinszahlungen und die Rückzahlung der Anleihe am Ende der Laufzeit vor größeren Kursverlusten geschützt.

Grundsätzlich weist die Wandelanleihe die gleiche Ausstattung wie jede andere Anleihe auf:


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  • fester Rückzahlungsbetrag
  • fester Zins
  • feste Laufzeit

Beispiel für das Investment eines Convertible Bond

Ein Anleger steht vor der Entscheidung: Entweder er kauft 10 Siemens-Aktien zum Kurs von 100 € (insgesamt also für 1.000 €) oder er erwirbt eine Wandelanleihe des gleichen Unternehmens für 1.300 €. Der Zinssatz der Anleihe beträgt 1,00% bei einer Laufzeit von 5 Jahren.

Die Wandelanleihe bietet ihm ein Umtauschverhältnis von 10 zu 1, d.h. er erhält für nominal 1.300 € des Convertible Bond 10 Aktien. Dabei wird klar, dass der Kauf der Siemens-Aktien über die Wandelanleihe 300 € mehr kostet. Die preisliche Differenz wird als Prämie oder Aufgeld bezeichnet.

Wenn nun der Siemens-Kurs nach 3 Jahren auf 155 € steigt, kann der Anleger seine Anleihe gegen Aktien tauschen und diese für insgesamt 1.550 € also mit einem Gewinn von 250 € plus 3 Kuponzahlungen verkaufen.

Fällt dagegen die Aktie bis zum Ende der Laufzeit auf 60 €, erhält er seine 1.300 € zurück. Selbstverständlich hat er während der Haltefrist die vereinbarten Kuponzahlungen eingestrichen. Als „normaler“ Siemens-Anteilseigner hätte er bei einem Aktien-Investment 400 € eingebüßt.

Wandelanleihe-Fonds für Privatanleger empfehlenswert

Durch das Beispiel wird deutlich, dass Wandelanleihen eine gute Alternative zum Aktienkauf darstellen können. Dagegen spricht im Einzelfall höchstens die teilweise recht hohe Mindestanlagesumme.

Als Anleger kann man diese umgehen, wenn man bereit ist in Convertible Bonds Fonds zu investieren. Diese bieten die gleichen Vorteile wie einzelne Wandelanleihen, darüber hinaus noch eine breitere Streuung und sind auch zu geringeren Anlagebeträgen erhältlich.

Wandelanleihen oder Convertible Bonds stellen eine echte Alternative zum Kauf von Aktien dar. Denn sie bieten ein wesentlich niedrigeres Risiko bei ähnlichen Chancen und garantieren über den Kupon auch noch eine jährliche Zinszahlung.

22. September 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.