MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Zinsabschlagssteuer: Worum es sich bei dieser Steuer handelt

Wer sein Geld auf die Bank legt, der weiß: Das Geld vermehrt sich durch Zinsen von alleine. Banken werben schließlich mit unterschiedlichen Angeboten, ob Sparkonten, Tagesgeld oder Festgeld.

Je höher der Zinssatz, der Ihnen geboten wird, desto besser für Sie. Doch auch der Staat möchte seinen Anteil und besteuert Ihre Gewinne mit der so genannten Zinsabschlagssteuer.

Die Zinsabschlagssteuer gilt nur für Sparer

Angenommen Sie haben viel Geld gespart, das Sie in der nächsten Zeit nicht ausgeben werden. Sie gehen zur Bank und legen es dort an. Von der Bank bekommen Sie einen Zinssatz angeboten und je nachdem wie hoch dieser Zinssatz ist, bekommen Sie am Ende des Jahres mehr Geld wieder.

Wie auch beim Einkommen nimmt der Staat Ihnen einen Anteil des Gewinnes wieder ab. Nicht von dem Geld, dass Sie eingezahlt haben, sondern nur von den Gewinnen, die sie erwirtschaftet haben.

Was ist der Unterschied zwischen Kapitalertragssteuer, Zinsabschlagssteuer und Abgeltungssteuer?

Oft wird von Kapitalertragssteuer, Zinsabschlagssteuer und Abgeltungssteuer gesprochen, ohne dass man genau versteht, worin der Unterschied liegt. Im Prinzip meinen alle drei Begriffe dasselbe.

Die Kapitalertragssteuer ist die allgemeine Bezeichnung für Steuern, die Gewinne aus Kapitalvermögen betreffen. Die Abgeltungssteuer ist der besondere Ausdruck, der seit 2009 dafür in Deutschland benutzt wird. Vor 2009 lautete dieser Ausdruck noch die Zinsabschlagssteuer.

Wie hoch ist die Zinsabschlagssteuer?

Seit 2009 gilt in Deutschland die Abgeltungssteuer und hat die Zinsabschlagssteuer ersetzt, die verschiedene Kapitalerträge unterschiedlich besteuert hat. Das System ist einfacher geworden, denn nun wird bei Zinseinnahmen Pauschal nach einem Satz von 25 % besteuert.

Dazu kommt – genau wie beim Einkommen – der Solidaritätszuschlag: Insgesamt liegt die Abgeltungssteuer also bei 26,375%.

Beispielhaft erklärt: Ein Rechenbeispiel

Zur Verdeutlichung hier ein kleines Rechenbeispiel. Sie haben 10.000 €, die Sie anlegen möchten und gehen zur Bank Ihres Vertrauens. Dort erhalten Sie einen Zinssatz von 2 %. Am Ende des Jahres bekommen Sie also 2 % von 10.000 € gut geschrieben. Das sind 200 €.

Der Staat versteuert nun Ihren Gewinn von 200 € mit 25 % (Für dieses Beispiel runden wir ab). Das sind 50 €. Sie erhalten also 200 € und müssen 50 € davon wieder abgeben. Diese 50 € sind Ihre Zinsabschlagsteuer. Sie behalten den Rest: 150 €.

Fazit: Nutzen Sie Ihren Freibetrag

Haben Sie nur geringe Gewinne aus Kapitalerträgen, so zahlen Sie auf diese Gewinne gar keine Steuern. Bis zu 801 € erzielen Alleinstehende im Jahr steuerfrei. Verheiratete dürfen das Doppelte erzielen, aber natürlich nur einer von ihnen. Dies ist der so genannte Sparer-Pauschbetrag (früher Sparerfreibetrag).

Wären also die 10.000 € aus unserem Beispiel das einzige Geld, das Sie angelegt haben, so dürften Sie den kompletten Gewinn von 200 € behalten.

10. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.