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Was ist Liberalismus? Eine Definition

Gerade in den Bereichen von Wirtschaft und Politik stößt man immer wieder auf den Begriff Liberalismus. Aus dem Sprachgebrauch ist der Begriff kaum wegzudenken, doch vielfach ist die sich dahinter verbergende Grundposition weniger bekannt.

Bei der Definition des Liberalismus kann man viele verschiedene Ansatzpunkte wählen, da der Liberalismus in vielen Bereichen von Bedeutung sein kann. Der grundsätzliche Gedanke erschließt sich jedoch bereits bei einem Blick auf die Wortherkunft: liberalis ist Lateinisch und bedeutet so viel wie die Freiheit betreffend.

Der Liberalismus stellt also die Freiheit in den Mittelpunkt. Diese Form der Weltanschauung lehnt die verschiedensten Zwänge ab – beispielsweise geistigen, sozialen, politischen oder staatlichen Zwang. Heutzutage findet der Begriff überwiegend in Politik und Wirtschaft Anwendung.

Der politische Liberalismus

Das Ziel des politischen Liberalismus ist die Schaffung und Aufrechterhaltung der persönlichen Freiheiten eines jeden Menschen. Die Glaubens- und Meinungsfreiheit sind hier gute Beispiele für den politischen Liberalismus. Diese Freiheiten gehen demnach einher mit der Beschränkung staatlicher Gewalt.

Dies bedeutet aber nicht, dass der Staat als solcher abgelehnt wird. Vielmehr soll dem Staat die Aufgabe übertragen werden, die Freiheit des Individuums durch die Schaffung der dazu notwendigen Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Dies kann beispielsweise in Form von Grundrechten und einer Verfassung geschehen.

Als Grundprinzip lässt sich sagen, dass der politische Liberalismus die Freiheit des Bürgers in den Mittelpunkt stellt. Staatliche Gewalt hat dort zu enden, wo die Freiheit des Einzelnen beginnt. Die Freiheit des Einzelnen endet wiederum dort, wo die Freiheit eines Anderen beginnt.

Der wirtschaftliche Liberalismus

Auch im wirtschaftlichen Bereich ist vielfach von Liberalismus die Rede. Als Begründer des wirtschaftlichen Liberalismus gilt der schottische Moralphilosoph Adam Smith. Adam Smith verfolgte hierbei einen Ansatz, der sich auch im politischen Liberalismus findet: der Staat solle dafür zuständig sein, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine liberale Wirtschaft zu schaffen

Im zuvor dominierenden Merkantilismus war das erklärte Ziel der wachsende Reichtum der Herrschenden. Im Liberalismus sollte der Staat hingegen lediglich für Sicherheit, Bildung und Verkehr sorgen und die Wirtschaft weitgehend sich selbst überlassen.

Smith sah in den Menschen eine innere Triebfeder, die als Motor der Wirtschaft völlig ausreichend sei. Der persönliche Nutzen und Wohlstand des Einzelnen sei demnach ausreichend, um die Wirtschaft in Schwung zu halten und damit einer gesamten Nation zu diesen.

Die Wirtschaft in privater Hand, der freie Wettbewerb und der freie Handel sind somit die Kernpunkte des wirtschaftlichen Liberalismus und damit des zweiten großen Teilbereichs des Liberalismus. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Liberalismus für die Schaffung größtmöglicher Freiheit für das Individuum steht – sowohl in politischer als auch ökonomischer Sicht.

7. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.