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Was kostet 2015 eine Wohnung in Deutschland?

Wenn Ihnen die Miete zu hoch vorkommt oder Sie aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels die Wohnung wechseln möchten, lohnt in jedem Fall ein Blick auf den Mietspiegel Ihrer Stadt oder Wohngegend.

Schließlich kann es sein, dass ein vollkommen überhöhter Mietzins verlangt wird. Kennen Sie jedoch die Vergleichsmieten für Wohnraum in Ihrer Umgebung, sind Sie dagegen gefeit und können entsprechend darauf reagieren.

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch dient die im Mietspiegel ausgewiesene ortsübliche Vergleichsmiete zur Begrenzung von Mieterhöhungsverlangen in bestehenden Mietverträgen. In Deutschland schwankt die Höhe der durchschnittlichen Miete pro Quadratmeter von Stadt zu Stadt in beträchtlichem Maße.

Im Durchschnitt zahlen Mieter in unserem Land für eine Wohnung von 40 bis 80 Quadratmetern einen Preis von 6,35 €. Dabei erzielen Vermieter aus der bayerischen Landeshauptstadt München die höchsten Preise: Hier werden 10,25 € für den Quadratmeter gezahlt. In ostdeutschen Städten wie Schwerin oder Dresden kommen Mieter durchschnittlich mit einem Preis von unter 6,00 € relativ günstig davon.

Auf welche Höhe steigt die Miete in Ihrer Stadt?

Städte und Gemeinden ermitteln den Mietspiegel – meist für zwei Jahre – durch Befragungen, die sie entweder selbst oder durch die Beauftragung eines Meinungsforschungsinstituts durchführen. In den meisten Städten sind die Untersuchungen für 2015 noch nicht abgeschlossen, erwartet werden jedoch Mietpreissteigerungen von bis zu 6%.

Stadtdurchschnittlicher Mietpreis pro Quadratmeter
München10,25 €
Stuttgart8,18 €
Köln7,49 €
Frankfurt7,48 €
Berlin (West)6,03 €
Berlin (Ost)5,70 €
Dresden5,46 €

Wie Sprecher der Stadt Dresden kürzlich mitteilten werde für 2015 mit einem Anstieg des durchschnittlichen Mietpreises auf 5,70 € gerechnet. Das entspricht einer Erhöhung um etwa 5 %. Die Hauptursache hierfür liegt an der gestiegen Nachfrage nach Wohnraum, was in erster Linie auf wachsende Zuzugsraten zurückzuführen ist.

Für Wohnungen mit einfacher Ausstattung in Wohnlagen, die beispielsweise zu Arbeitervierteln gezählt werden, kann der Mietpreis bis zu 40 % tiefer liegen als im Durchschnitt der jeweiligen Stadt. Umgekehrt zahlen Mieter in Top-Lagen und für hochwertig ausgestattete Wohnungen auch schon einmal 50 % mehr.

Wie der Mietspiegel ermittelt wird

Um beim Beispiel Dresden zu bleiben: Der Mietspiegel 2015 für Dresden wurden im Rahmen einer mündlichen Befragung der Mieter von mehr als 2.500 Mieterinnen und Mieter durchgeführt. Dabei wurden Daten über die Höhe der Miete und der Ausstattung erfasst. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgte durch ein Meinungsforschungsinstitut und wurde durch die Kommunale Statistikstelle der Landeshauptstadt Dresden begleitet.

Wie in Dresden ist der amtliche Mietspiegel in ganz Deutschland eine verlässliche Grundlage für Mieter und Vermieter. Auch wer aus beruflichen oder privaten Gründen seinen Wohnort wechseln möchte, sollte den Mietspiegel „seiner Stadt“ zu Rate ziehen. Wohl kaum jemand möchte mehr als den ortüblichen Mietzins zahlen.

6. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.