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Was muss bei möblierter Wohnung alles gezahlt werden?

Die Zahlungen, die Sie von Ihrem Mieter verlangen können, sind Miete, Nebenkosten und eine Mietsicherheit.

GEZ und Telefonanschlussgebühren sind grundsätzlich Angelegenheit des Mieters.

Es sei denn, der Mietvertrag regelt etwas anderes. Für eine abweichende Vereinbarung besteht für Sie als Vermieter jedoch keine Veranlassung.

GEZ und Telefon zahlt Ihr Mieter

Hinsichtlich der Nebenkosten gelten keine Besonderheiten im Vergleich zu unmöblierten Wohnungen. Sie können hier einen Pauschalbetrag verlangen, der alle Nebenkosten abdeckt. Diese Vorgehensweise bietet sich insbesondere bei kürzeren Mietverhältnissen an und erspart Ihnen die lästige Abrechnung über die Nebenkosten.

Bei längeren Mietverhältnissen ist es besser, eine Vorauszahlung zu verlangen und jährlich über die Nebenkosten abzurechnen. Vergessen Sie hier bitte nicht: Sie dürfen nur die Nebenkosten auf Ihren Mieter umlegen, deren Umlage Sie mietvertraglich vereinbart haben.


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Kaution: nicht mehr als 3 Monatsmieten

Auch für die Kaution gilt nichts anderes als bei der Vermietung von unmöbliertem Wohnraum. Das heißt: Sie dürfen bis zu 3 Monatskaltmieten verlangen.

Eine höhere Kaution ist nach dem Gesetz (§ 551 BGB) selbst dann nicht möglich, wenn Sie Ihre Wohnung mit besonders teuren Geräten, wie etwa einem großen Flachbildfernseher, einer hochwertigen Musikanlage oder wertvollen antiken Möbeln ausgestattet haben.

So fließt die Möblierung in die Miete mit ein

Verlangen Sie einen Möblierungszuschlag. Bei der Miete einer möblierten Wohnung gibt es im Vergleich zur unmöblierten Vermietung eine Besonderheit.

Sie haben nämlich das Recht, sich die Möblierung in Form eines Möblierungszuschlags bezahlen zu lassen. Daher ist die Miete für eine möblierte Wohnung in der Regel höher, als für eine unmöblierte Wohnung.

So berechnen Sie den Zuschlag

Der Zuschlag wird grundsätzlich folgendermaßen berechnet: Sie gehen vom Zeitwert der Möbel bei Vertragsabschluss aus und setzen je nach voraussichtlicher Nutzungsdauer jährlich 10 bis 33% davon an. Zu diesem Betrag fügen Sie eine angemessene Kapitalverzinsung für das in den Möbeln gebundene Kapital hinzu. Derzeit ist ein Wert von ca. 5% angemessen.

Ein Esstisch kostet 500 €.

Ausgehend von einer 10-jährigen Nutzungsdauer ergibt sich ein Ansatz von 10%, der einen monatlichen Zuschlag von 4,16 € bedingt (500 € ? 120 Monate/Nutzungsdauer).

Bei einer Verzinsung des Kapitals von 5% sind weitere 0,02 € hinzuzurechnen, sodass Sie für den Tisch insgesamt 4,18 € als monatlichen Möblierungszuschlag ansetzen können.

Eine solche Berechnung nehmen Sie für jedes einzelne Einrichtungsstück vor. Allerdings müssen Sie darauf achten, dass Sie Ihren Möblierungszuschlag insgesamt nicht zu hoch ansetzen. Bleiben Sie mit dem Anteil des Möblierungszuschlags unter 40% der Gesamtmiete. Einen darüber hinausgehenden Betrag müsste Ihr Mieter nicht zahlen.

18. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.