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Was muss eigentlich im Exposé stehen?

Gibt es eine Vorschrift für den Inhalt des Exposees? Steht dazu etwas im Gesetz? Was sagt die DIN EN 15733? Und was sollte im Exposé stehen?

Es gibt keine gesetzliche Regelung

So viel sei vorab gesagt: Einen Pflichtinhalt für das Exposé gibt es nicht.

Anhaltspunkt: MaBV

Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) gibt einen Anhaltspunkt für das Exposé.

In § 10 Abs. 3 MaBV sind die Angaben festgehalten, über die Sie Aufzeichnungen aufbewahren müssen. Das ist ein guter Anhaltspunkt für die Angaben zum Objekt im Exposé:

  • Lage
  • Größe und Nutzungsmöglichkeit des Grundstücks
  • Art, Alter und Zustand des Gebäudes
  • Ausstattung
  • Wohn- und Nutzfläche
  • Zahl der Zimmer
  • Höhe der Kaufpreisforderung einschließlich zu übernehmender Belastungen
  • Name, Vorname und Anschrift des Veräußerers (wird nicht gleich zu Beginn im Exposé erwähnt, so lange kein provisionspflichtiger Maklervertrag geschlossen worden ist)

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In § 10 Abs. 3 der MaBV („Buchführungspflichten“ finden Sie auch die Angaben, die Sie bei der Vermittlung zur Nutzung (Miet- oder Pachtverträgen) von Immobilien – § 10 Abs. 3 Nr. 2 MABV – sowie der Vermittlung von Miet- oder Pachtverträgen von gewerblichen Räumen oder Wohnräumen – § 10 Abs. 3 Nr. 3 MaBV vorhalten müssen.

Und was sagt die DIN EN 17533 für Immobilienmakler?

Die DIN sieht einige Punkte vor, die der Immobilienmakler dem Käufer zur Verfügung stellen muss. Dabei unterscheidet die DIN zwischen den Angaben, die der Kaufinteressent und der Käufer als Auftraggeber des Maklers erhalten müssen.

Oberstes Gebot, das die DIN dabei aufstellt, ist, dass dem Käufer alle entscheidungsrelevanten Tatsachen zugänglich gemacht werden.

Dazu gehören:

  • Die Beschreibung des Grundstücks (u.a. Lage, Größe und Zugang)
  • Preis, inkl. Nebenkosten
  • Nachweis des Eigentums mit entsprechenden Unterlagen
  • Etwa vorhandene Pläne u. ä.
  • Beschreibung über die Bebauung
  • Baujahr, falls bekannt

Tipp: Wenn Sie sich in die Situation des Interessenten, der eine Immobilie sucht, versetzen, dann können Sie einmal überlegen, was Sie in einem Exposé erwarten würden.

Wann ist aus Ihrer Sicht ein Exposé ein gutes Exposé?

Ein Exposé ist mehr als Geschmack

Selbstverständlich kann man über die äußere Aufmachung eines Immobilien-Exposees streiten.

Aber eins bleibt: Professionelle Aufmachung ist Trumpf.

Was ist dem Interessenten am Exposé wichtig?

  1. Emotional ansprechende und aussagefähige Fotos (am besten fünf Fotos oder mehr aus verschiedenen Ansichten, gern auch mit Innenansichten)
  2. Eckdaten zur Immobilie (Größe, Anzahl Zimmer, Zustand, Alter, Renovierung, technische Ausrüstung usw.)
  3. Lage der Immobilie, Zugang zum Grundstück, verkehrliche Anbindung usw. am besten in Kombination mit einem Lageplan
  4. digitaler Grundriss – aus Sicht des Kunden ist das ein MUSS)
  5. Preis (sofern es sich um eine vermietete Immobilie handelt, die Einnahmen aus der Immobilie – Netto-Kaltmiete angeben) – nur die richtigen Angaben zählen – geben Sie sich vor allem bei vermieteten Immobilien Mühe bei der Zusammenstellung
  6. Wer will Makler-Sprech? Niemand ! Kurze Beschreibung, keine Beschönigung
  7. Kontakt für Besichtigung
  8. Technische Angaben der Immobilie – Baujahr Heizung, was wurde wann erneuert?
  9. Weiterer Zusatznutzen: Energetischer Standard, Energieausweis u.a. Angaben
  10. Auch Schwächen der Immobilie benennen – Renovierungsaufwand abschätzen können

16. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.