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Was sich 2015 beim Bankgeheimnis ändert

Wer als Privatanleger noch immer Geld im Ausland parkt, um die Einnahmen hieraus am Fiskus vorbei zu schleusen, für den sind längst schlechte Zeiten angebrochen.

Spätestens seit dem Verfahren und der Verurteilung von Uli Hoeneß schlafen Schwarzgeld-Anleger immer unruhiger. Ab 2015 schaffen beispielsweise Luxemburg und Österreich das Bankgeheimnis für Ausländer ab und verschärfen den Kampf gegen Steuerbetrüger.

In früheren Zeiten diente das Bankgeheimnis dem Schutz der Privatsphäre des Bürgers. Im Laufe der Zeit führte dies allerdings zu Konflikten hinsichtlich einer gerechten und genauen Besteuerung von Vermögen und Zinseinnahmen aller Anleger. Heutzutage müssen Bankinstitute in Deutschland bereits Informationen an bestimmte behördlichen Institutionen auf deren Verlangen zur Verfügung stellen.


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Europa rückt auch beim Bankgeheimnis enger zusammen

In einer Erklärung vom März dieses Jahres bestätigte die EU, einen Informationsaustausch über sämtliche Kapitalerträge bis Ende 2014 zu gewährleisten. Anlegern, die ihr Schwarzgeld in Immobilien oder Versicherungspolicen im europäischen Ausland investiert haben, droht damit die Entdeckung. Ebenfalls hiervon betroffen: Dividenden und Spekulationsgewinne.

2015 möchten die EU-Staaten im Rahmen einer Amtshilferichtlinie über Erträge informieren, die in diesem Jahr zufließen oder bereits zugeflossen sind. Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und Großbritannien gehen davon aus, diese Richtlinie bis Ende 2014 für ihren Bereich vollständig umgesetzt zu haben.

Aber auch Luxemburg, Liechtenstein und Österreich sind durchaus gewillt sich dem anzuschließen. Allerdings hoffen dortige Politiker noch auf zusätzliche Schonfristen bei der Bekanntgabe von Zinsen, Aktiengewinnen und Dividenden. Selbst die Schweiz – einstiger Hort des Bankgeheimnisses erster Klasse – möchte ab 2016 nachziehen.

Auch weltweit steht das Bankgeheimnis vor dem Aus

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, planen einen Standard über den Austausch von Informationen von Zinsen, Dividenden, Spekulationsgewinnen und Versicherungserträgen. Dieser Standard ähnelt dem, wie er in der EU schrittweise Realität wird. Mieteinnahmen sind jedoch noch nicht dabei.

Um sich nicht vollständig zu isolieren, hat auch die Schweiz daraufhin Bereitschaft signalisiert, baldmöglichst einzulenken. Auch die Eidgenossen wollen nicht abwarten, bis alle den automatischen Informationsaustausch eingeführt haben.

Einziger Ausweg: Selbstanzeige

Mit der fortschreitenden Demontage des Bankgeheimnisses wird der Druck auf Steuersünder immer größer. Immerhin drohen wegen Steuerhinterziehung empfindliche Geldstrafen oder gar Freiheitsstrafen mit und ohne Bewährung. Steuerpflichtige, die reinen Tisch machen möchten, sollten lieber früher als später über eine Selbstanzeige nachdenken.

Geplant ist, dass die strafbefreiende Wirkung einer Selbstanzeige nur bei vollständiger Nachmeldung aller Steuerstraftaten der zurückliegenden 10 – statt bisher 5 – Jahre eintritt. Kein Anleger sollte sich darauf verlassen übersehen zu werden. Das Entdeckungsrisiko wird in Zukunft eher noch zunehmen.

4. Dezember 2014

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.