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Was Sie bei der Gesamtkostenquote TER beachten sollten

Für jeden Anleger ist es wichtig, die Höhe der jährliche Gesamtkostenbelastung ihres Investmentfonds zu kennen. Die Total Expense Ratio, kurz TER, ist ein probates Hilfsmittel.

Die mit TER bezeichneten Kosten sind normalerweise bereits in der ausgewiesenen Performance des jeweiligen Fonds einberechnet. Anleger sollten aber in jedem Fall darüber informiert werden, was ihr Fondsinvestment unter dem Strich kostet.

Je nach Art des Fonds werden unterschiedlich hohe Gesamtkostenquoten veranschlagt:


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Aktienfonds1,6%
Geldmarktfonds0,5%
Offene Immobilienfonds0,7%
Rentenfonds0,9%

Von Kritikern wird immer wieder bemängelt, dass in der TER nicht alle Fondskosten einbezogen sind. Wichtige Kostenpositionen müssen den Richtlinien entsprechend nicht aufgeführt werden. Insofern ist der Name Gesamtkostenquote irreführend.

Aus welchen Kosten setzt sich die TER zusammen?

Mit der Management- oder Verwaltungsgebühr wird die Arbeit der Fondsgesellschaft vergütet. Diese besteht aus dem Research, der Verwaltung und dem Marketing des Fonds. Die Managementgebühr beinhaltet auch die Gewinnmarge der Fondsgesellschaft. Naturgemäß sind die Verwaltungsgebühren bei einem aktiv gemanagten Fonds (bis 2,5%) höher als bei einem Indexfonds (ETF) (0 bis 1%).

Für die Verwahrung der Wertpapiere, die der Fondsmanager für den Fonds kauft, fallen Kosten in Form einer Depotbankgebühr an. Fondsgesellschaften dürfen die Depotverwaltung aus aufsichtsrechtlichen Gründen nicht selbst übernehmen. Die Höhe der Depotbankgebühr liegt normalerweise zwischen 0,1 und 0,3% des Fondsvermögens pro Jahr. Darüber hinaus beinhaltet die TER auch noch die sonstigen Betriebskosten. Hierunter fallen die Kosten für Wirtschaftsprüfer, Werbung und Rechenschaftsberichte.

Ein Beispiel: Der Aktienfonds „EURO STOXX Observer“ weist Managementgebühren in Höhe von 1,6%, eine Depotbankgebühr von 0,25% und sonstige Betriebskosten von 0,2% aus. Damit errechnet sich eine Gesamtkostenquote TER von 2,05%.

Welche Kosten sind in der TER nicht berücksichtigt?

In der Gesamtkostenquote wird beispielsweise der so genannte Ausgabeaufschlag nicht berücksichtigt. Hintergrund ist der: Der auch Agio genannte Ausgabeaufschlag fällt nur einmalig beim Kauf eines Fonds an. Da aber zu diesem Zeitpunkt die Haltedauer des Fonds in aller Regel noch nicht feststeht und die TER auf jährlicher Basis berechnet wird, lässt sich keine konkrete Angabe über die Höhe machen.

Gleiches gilt für die Transaktionskosten. Da diese lediglich bei Kauf oder Verkauf des Fonds anfallen, ist die Umrechnung auf die jährliche Gesamtkostenquote nur im Nachhinein möglich. Auch provisionsabhängige Gebühren wie Erfolgsprämien – auch Performance fee genannt – werden erst am Ende eines Geschäftsjahres oder der Laufzeit berechnet. Daher können diese ebenfalls nicht in der Gesamtkostenquote TER berücksichtigt werden.

Beim Fondskauf immer auf die Rendite achten

Beim Kauf eines Fonds spielt die Total Expense Ratio (TER) sicher eine wesentliche Rolle. Dennoch sollten Sie Ihre Entscheidung nicht allein unter diesem Aspekt treffen. Ein Fonds mit einer höheren Gesamtkostenquote kann durchaus die bessere Entscheidung sein, wenn die Rendite vorteilhafter ist als beim anderen Fonds mit niedrigeren Kosten.

30. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.