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Was Sie von einem guten Berater erwarten können

Prüfen Sie anhand der folgenden Punkte, ob und in welchem Ausmaß Ihr Berater diese Kriterien in der jüngsten Zeit erfüllt hat.
(+) Ein guter Berater wird Ihr persönliches finanzielles Umfeld, Ihre Anlagevorstellungen und Ihre mittel- bis langfristigen Anlageziele genau analysieren, bevor er Ihnen überhaupt irgendwelche Anlagevorschläge unterbreitet.

Er wird Ihnen also nicht die Standardprodukte der Bank zu verkaufen versuchen, sondern Ihnen Finanzangebote vorstellen, die genau auf Ihre Lebensumstände zugeschnitten sind.

(+) Er wird Ihnen nur solche Anlagen empfehlen, die Sie selbst in ihren Chancen und Risiken und den Auswirkungen auf Ihre Geldanlage verstehen und bei Kenntnis aller entscheidenden Sachverhalte akzeptieren würden. Er wird also keinem Neuling etwa hoch riskante Optionsscheine unterjubeln wollen.
(+) In Fällen, in denen er aus der Kenntnis des Anlageinstruments und Ihres finanziellen und persönlichen Umfelds das Anlagerisiko für Sie als zu groß ansieht, wird er Sie davon abzubringen versuchen und Ihnen nicht nach dem Munde reden.
(+) Umgekehrt sollte ein guter Berater nicht Ihr Interesse auf Produkte seines Hauses umzulenken versuchen, wenn Sie andere Vorstellungen oder konkrete Anlagewünsche verfolgen. Zwar verdient sein Institut an hauseigenen Produkten in der Regel mehr.

Aber häufig genug sind diese – beispielsweise Fonds – schlechter als die einer anderen Gesellschaft. Der Berater ist jedoch allein Ihren Interessen verpflichtet.

(+) Statt kurzfristiger Anlageperspektiven sollte er Ihnen eher einen mittelfristigen Anlagehorizont nahe bringen und eine zu häufige Umschichtung von Positionen vermeiden.

In kritischen oder sehr unübersichtlichen Phasen sollte er Ihnen allerdings eher einmal zu viel als zu wenig zum Ausstieg oder Teilverkauf raten, um eine Buy-and-hold-Strategie mit einer flexiblen Trading-Strategie sinnvoll zu verbinden.

(+) Einen guten Berater erkennen Sie auch daran, dass er bereit ist, eigene Positionen in Frage zu stellen, wenn gute Argumente und neue Erkenntnisse dagegen sprechen. Irrtümer sind für ihn und für Sie eine Möglichkeit, nach den Anlagefehlern zu suchen und es das nächste Mal besser zu machen.
Wenn Ihr Berater mehr als 2 der oben aufgeführten Kriterien ganz oder teilweise nicht erfüllt (hat), sollten Sie sich, solange Sie auf eine solche Beratung angewiesen sind, lieber nach einem anderen umsehen.


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Das heißt nicht unbedingt, dass Sie Ihre Bank wechseln müssen, wenn die mangelhafte Beratung weniger auf das Institut als auf eine bestimmte Person zurückzuführen ist.

Sie sollten allerdings immer ganz offen sagen, worin Sie im Einzelnen Mängel sehen, und die Gewissheit haben, bei einem neuen Berater nicht gleich wieder an den falschen zu geraten.

Daran können Sie einen schlechten Berater erkennen

(-) Ein schlechter Berater mag nicht zugeben, wenn er Fehler gemacht hat. Stattdessen wird er Ihre Kritik an den auf seinen Rat hin erfolgten Wertpapierkäufen und -verkäufen auf andere, erfolgreichere Transaktionen umlenken, um bei Ihnen den Eindruck zu verwischen, dass Sie falsch beraten worden sind.

Dabei ist ihm offensichtlich nicht bewusst, dass auch der beste Berater gelegentlich schief liegen kann und es allein darauf ankommt, ob das von ihm vorgeschlagene Anlagekonzept unter dem Strich mittelfristig erfolgreich ist oder nicht.

(-) Je schlechter Ihr Berater ist, desto weniger wird er die Aufteilung Ihres Depots auf unterschiedliche Risikoklassen im Auge behalten.

Da Ihr Anlageerfolg wesentlich von einer optimalen Gewichtung dieser Anteile (asset allocation) abhängig ist und weit weniger von der Auswahl einer einzelnen Aktie oder Anleihe, missachtet er auf diese Weise die wichtigste Bedingung für Ihren Anlageerfolg.

(-) Einen schlechten Berater erkennen Sie auch daran, dass er sich mit den Produkten seines eigenen Hauses übermäßig stark identifiziert. Dabei schaut er häufig wenig über den Tellerrand der Strategien der eigenen Zentralen Anlageberatungsabteilung hinaus.

Fragen Sie ihn nach seiner persönlichen Meinung, zieht er sich schnell hinter die Position der ZAB zurück oder hat Schwierigkeiten, diese auf Ihre kritischen Fragen hin zu erläutern.

(-) Auch wenn die Charttechnik nur ein Hilfsmittel für die Suche nach einem optimalen Ein- oder Ausstiegszeitpunkt ist, sollte Ihr Berater jedenfalls die Grundbegriffe der Chartlehre beherrschen.

Rät er Ihnen zu einer Anlageentscheidung ohne jeden Blick auf den grafischen Kursverlauf, verrät dies wenig Professionalität. Selbst wenn man nichts von der Charttechnik hält, sollte man als Investor bei seinen Wertpapierdispositionen berücksichtigen, dass sich viele Anleger an den Kauf- und Verkaufssignalen orientieren.

Ein umsichtiger Berater muss um diesen Zusammenhang wissen und wird diese Kenntnisse beim Timing Ihrer Kauf- oder Verkaufsaufträge berücksichtigen.

(-) Hüten Sie sich vor allem vor Beratern, die bei Ihnen den Eindruck erwecken, Kursziele von Aktien oder Börsen sicher voraussagen zu können. Natürlich kann niemand die Zukunft vorhersagen, auch und gerade nicht an der Börse.

Manche Berater versuchen, mit der genauen Angabe solcher Kursziele einen gegenteiligen Eindruck zu erwecken. Und je positiver die prognostizierte Entwicklung, desto eher scheinen gerade unerfahrene Anleger ihr zu vertrauen. Es kann immer nur eine Wahrscheinlichkeit geben, dass sich ein Markt oder eine Aktie so oder so entwickelt.

Der tatsächliche Verlauf dieser Entwicklung hängt von vielen Randbedingungen ab, die sich fast täglich ändern können. Ein seriöser Berater wird Ihnen dies klarmachen können, ohne dass sein Rat dadurch unverbindlich wird.

Für diese Negativliste gilt:

Erfüllt Ihr Anlageberater mehr als 2 der oben aufgeführten Kriterien, sollten Sie sich von ihm trennen. Wenn er sogar bei beiden Checklisten durchfällt, ist es allerhöchste Zeit, sich sofort zu verabschieden.

Denn dann werden Sie – mit der immer auf dem aktuellen Stand bleibenden Hilfestellung Ihres GB – schon bald selbst mit noch wenig Anlageerfahrung Ihr Geldvermögen sehr viel besser allein managen können als unter der schlechten Einflussnahme Ihres Beraters.

15. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.