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Was sind Pennystocks?

Bei Pennystocks handelt es sich grundsätzlich um Aktien (stocks = Aktien). Der Unterschied zu anderen Wertpapieren: Pennystocks haben einen geringen Wert. Daher auch der Name. Der Penny ist in Großbritannien die Untereinheit des Pfund und in den USA die des Dollars. In Deutschland entspricht sie dem Eurocent.

Im Euroraum versteht man unter einem Pennystock somit eine Aktie mit einem Wert von unter 1 €, in Großbritannien von unter 1 Pfund. In den USA wird der Rahmen mitunter jedoch größer gefasst, hier werden sogar Aktien mit einem Wert von unter 5 US-$ bereits als Pennystock bezeichnet. Pennystocks werden gerne als Geheimtipp gehandelt, sind aber für Anleger aufgrund ihrer Volatilität hochgradig riskant.

Sonstige Eigenheiten von Pennystocks

Neben dem Grundmerkmal der geringen Wertigkeit zeichnen sich Pennystocks im Allgemeinen durch eine hohe Volatilität aus. Das heißt, dass sie durchaus heftigen Kursschwankungen unterliegen können.

Diese hohe Volatilität lockt viele Anleger. Sie sind im Glauben, dass sie auf Grund des geringen Stückpreises bei Pennystocks leichter hohe Renditen einfahren können – und falls es schief geht, ein Verlust ja nicht so teuer ist.


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Das ist ein Irrglaube. Denn egal wie hoch der Preis für ein Wertpapier ist, die Relationen bezogen auf die Rendite bleiben immer gleich. Nur weil eine Aktie einen Spottpreis hat, ist dies nicht gleichbedeutend mit einer hohen Chance auf Traumrenditen. Es mag wahrscheinlicher erscheinen, dass eine Aktie von 50 Cent auf 1 € klettert als von 50 auf 100 €, dem ist aber nicht so.

Pennystocks bieten auch ebenso große Verlustchancen wie andere Aktientitel. Nur weil ein Papier günstig ist, heißt dies nicht, dass es nur teurer werden kann. Auch wenn eine Aktie nur 15 Cent kostet, kann ihr Wert immer noch in den Keller rauschen, beispielsweise auf 1 Cent.

Zwar mag ein Verlust von 14 Cent leicht verkraftbar klingen, de facto handelt es sich dabei aber um einen Verlust von etwa 93%. Pennystocks sollten daher keinesfalls als leichte und sichere „Nebenherinvestition“ eingeschätzt werden.

Pennystocks eher nicht empfehlenswert für Privatanleger

Gerade wegen der hohen Volatilität und der Leichtgläubigkeit von Anlegern gibt es viel „Bauernfängerei“ und Betrug. Pennystocks werden immer häufiger auch in E-Mails als günstige und vielversprechende Investition beworben.

Dahinter steht nicht selten ein Manipulator, der sich zuvor mit der entsprechenden Aktie eingedeckt hat, deren Wert durch die Emailwerbeaktion und entsprechenden Käufen in die Höhe treibt und sie dann abstößt.

Die Folge: Der Manipulator fährt die von ihm beworbenen hohen Renditen ein, die angeworbenen Käufer müssen hohe Verluste verkraften. Durch das Abstoßen der Pennystocks durch den Manipulator ist der Wert der Aktie in den Keller gerauscht.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine hilfreiche Broschüre zu dem Thema veröffentlicht. Wer als Anleger meint, unseriöse Anbieter oder Manipulatoren erkannt zu haben, kann dies ebenfalls bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) melden.

Zwar gibt es auch seriöse Pennystocks, diese sind für Privatanleger aber kaum erkennbar. Langfristig erfolgreich sind jedoch auch diese Papiere in der Regel nicht.

Wer gerne ein spekulatives Kurzfrist-Investment abschließen möchte und ein ernsthaftes Interesse an einer Investition in Pennystocks hat, der sollte sich vorab gründlich informieren, um nicht Opfer von Betrügereien zu werden. Für vorsichtigere Privataleger empfiehlt sich eher die langfristige Investition in etablierte Werte.

8. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.