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Quartalszahlen: Bedeutung und Gründe für ihre Veröffentlichung

In den Medien liest man häufig, dass ein Unternehmen seine Quartalszahlen veröffentlicht.

Danach bewerten Journalisten und Finanzanalysten, wie es um die jeweilige Firma steht.

Entsprechend fallen oder steigen die Aktien des Unternehmens. Obwohl Quartalszahlen zunächst nur eine Publikation des Unternehmens sind, sind sie also letztendlich ein wichtiger Indikator bei Börsengeschäften. Hier eine Erklärung:

Quartalszahlen: Was genau man darunter versteht

Unter Quartalszahlen versteht man den Geschäftsbericht einer Aktiengesellschaft, der vierteljährlich veröffentlicht wird. In den Quartalszahlen legen die Firmen Informationen über ihre Geschäfte und den Zustand des Unternehmens offen.

Häufig ist auch von dem Quartalsbericht die Rede. Er bezieht sich immer auf das letzte Quartal – daher der Name Quartalszahlen.

Wer Quartalszahlen veröffentlicht

Quartalszahlen werden von Aktiengesellschaften veröffentlicht.

Dadurch haben die Käufer von Aktien und Börsenspekulanten einzuschätzen, wie es um die Firmen steht.

In den USA muss jede Aktiengesellschaft einen Quartalsbericht vorlegen, in Deutschland gilt diese Pflicht nicht.


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Hier müssen Aktiengesellschaften einen detaillierten Bericht nur einmal im Jahr vorlegen. Jedes halbe Jahr ist zusätzlich ein Geschäftsbericht erforderlich, über dessen Inhalt sie allerdings größtenteils selber entscheiden.

Warum deutsche Aktiengesellschaften dennoch Quartalszahlen veröffentlichen

Auch Unternehmen, die gesetzlich nicht zur Veröffentlichung von Quartalszahlen verpflichtet sind, publizieren dennoch entsprechende Berichte. Unternehmen erhoffen sich, durch Transparenz Investoren anzuziehen.

Logischerweise investieren Anleger nur in Projekte, die sie einschätzen können. Dafür wurde in Deutschland 2003 der Prime Standard geschaffen, ein privatrechtlicher Standard, bei dem sich Unternehmen zu Transparenz verpflichten.

Nur wenn Unternehmen dem Prime Standard beigetreten sind, werden ihre Werte in den Deutschen Aktienindex (DAX) aufgenommen. Alle größeren Unternehmen sind deshalb in Deutschland im Prime Standard.

Was Quartalszahlen beinhalten müssen

Quartalsberichte sind verkürzte Formen des Jahresberichtes. Daher müssen sie eine Bilanz beinhalten, die kennzeichnet, welche Kapitalanlagen in dem Unternehmen vorhanden sind und wie diese genutzt werden.

In einfachen Worten gesprochen: Es wird gezeigt, wofür das Unternehmen sein Geld verwendet und woher es das Geld nimmt, das es zur Verfügung hat.

Darüber hinaus zeigen sie eine Gewinn- und Verlustrechnung auf. Das Unternehmen legt offen, wie viel Geld es verdient und wie viel es ausgegeben hat. Anleger können so besser einschätzen, ob die Geschäfte gut oder schlecht laufen.

Optionale Informationen über Unternehmen im Quartalsbericht

Unternehmen schreiben neben den verpflichtenden Angaben auch freiwillige Angaben in den Quartalsbericht. Dies dient zur Selbstdarstellung, wobei die Firmen natürlich versuchen, sich in einem guten Licht darzustellen.

Deswegen müssen sie klar kennzeichnen, welche Angaben verpflichtend sind und welche Angaben sie freiwillig machen.

Quartalszahlen: ein wichtiger Indikator für Anleger

Wenn Unternehmen ihre Quartalszahlen veröffentlichen, dann wissen ihre Aktieninhaber, wie es um das Unternehmen steht. Fährt ein Unternehmen hohe Gewinne ein und verfügt über ausreichende Kapitalreserven, so steigt in der Regel auch der Wert seiner Aktien.

Erwirtschaftet das Unternehmen Verlust, so bekommen die Anleger es in den Quartalszahlen mit und versuchen eher, ihre Aktien zu verkaufen.

Mit den vorangegangenen Quartalszahlen haben Anleger einen Vergleich und können einschätzen, ob ein Unternehmen sich im Auf- oder Abwind befindet. Die Quartalszahlen haben also zumeist direkten Einfluss auf den Aktienkurs eines Unternehmens.

Mehr dazu: Investmentfonds: So finden Sie die richtigen Daten

Ein kurzes Beispiel: Apple im Juli 2012

Als Apple im Juli 2012 seine Quartalszahlen veröffentlichte, erschraken viele seiner Anleger. Denn obwohl das Unternehmen nach wie vor hohe Gewinne einfuhr, blieb es hinter den Erwartungen der Investoren zurück.

Hatte es im vorangegangenen Quartal noch rund 39 Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaftet, so war der Umsatz für das letzte Quartal auf rund 35 Millionen US-Dollar zurückgefallen.

Viele Anleger wollten ihre Aktien verkaufen und so fiel der Kurs kurzfristig um satte fünf Prozent.

13. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.