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Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Maße, die es zu beachten gilt

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis, welches auch unter der Abkürzung „KGV“ bekannt ist, ist eine Kennzahl zur Beurteilung von Aktien und wird gewöhnlich bei einer Aktienanalyse errechnet.

Der Kurs der Aktie wird hierbei in Relation zu dem für den Vergleichszeitraum erwarteten Gewinn je Aktie gesetzt. Die Formel für das Kurs-Gewinn-Verhältnis lautet:

Formel  

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

?
Mit dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) kann untersucht werden, wie billig oder teuer eine Aktie im nationalen oder internationalen Vergleich abschneidet.
$$\bo\text"KGV" = \text"aktueller Aktienkurs" / \text"Gewinn je Aktie"$$
Ergebnis berechnen

Das KGV gibt also an, in welchem Verhältnis die aktuelle Börsenentwicklung zum Gewinn der Gesellschaft steht.

Im Englischen spricht man auch von Price-Earnings-Ratio (PER) oder P/E Ratio.

Der Gewinn pro Aktie kann sich dabei sowohl auf feststehende als auch auf erwartete Werte beziehen.

Das KGV in der Aktienanalyse

Das KGV spielt in der Aktienanalyse daher eine große Rolle.

Je weiter Sie jedoch in die Zukunft schauen, desto schwieriger wird es, den Gewinn zu schätzen.

Es kommen immer mehr quantitative und qualitative Faktoren hinzu.


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Dazu gehören etwa Wachstumsraten, Kundenloyalität, Marktposition, Expansionspotentiale, Fähigkeit des Managements, wirtschaftliche oder konjunkturelle Entwicklungen, Innovationsfreudigkeit des Unternehmens, Möglichkeiten, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren etc.

Weiterhin muss man die Risikobereitschaft beziehungsweise Erwartung des Investors berücksichtigen.

Beim KGV muss man sich vor Augen halten, dass es sich um eine Kennzahl handelt. Das heißt, dass diese manipulierbar ist. Sie sollten daher nie nur eine Kennzahl verwenden, sondern immer mehrere.

Es kann dann natürlich passieren, dass diese sich teilweise widersprechen.

Beispiel: großes oder kleines KGV beim Aktienkauf

Wenn der aktuelle Kurs einer Aktie beispielsweise 50 Euro beträgt und im letzten Geschäftsjahr ein Gewinn von 4 Euro je Aktie erzielt wurde, ergibt sich also:

KGV = 50 / 4 = 12,5

Das KGV gibt an, wie viele Jahre es dauert, bis das Unternehmen den Wert seiner Aktien als Gewinn erwirtschaftet hat. In diesem Fall wären dies rund 12,5 Jahre.

Erwirtschaftete das Unternehmen also jedes Jahr 4 Euro Gewinn pro Aktie, würde es 12,5 Jahre dauern, bis es 50 Euro (den Wert einer Aktie) umgesetzt hätte.

Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn das Unternehmen 16 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet und 4 Millionen Aktien ausgegeben hätte.

Daher ist für einen Aktienkauf das KGV umso besser, je kleiner es ist.

Ein niedriges KGV, welches etwa bei der Kennziffer 10 liegt, ist zu Beginn eines Börsenzyklus besonders wichtig für den Erfolg eines Aktieninvestments.

Mehr dazu: Aktien mit niedrigem KGV

Allgemein kann man sagen: Je höher der Kurs und je geringer der Gewinn, desto höher also das KGV und desto höher wird die Aktie bewertet. Wenn kein Gewinn erzielt wird, lässt sich natürlich auch kein KGV errechnen.

KGV: Land, Branche, Jahr

Je nachdem welches Land, welche Branche und welches Jahr man betrachtet, können die Kurs-Gewinn-Verhältnisse durchaus schwanken.

Gründe für diese Schwankungen beziehungsweise Unterschiede liegen in den Chancen und Risiken der Papiere und dem Niveau der Zinsen und der Inflation.

In den 1970er- und 1980er-Jahren galten am deutschen Aktienmarkt KGVs von 8 als günstig und von 15 als teuer. Seit 1990 schwanken die KGVs von 12 bis 25 in Bezug auf den Gesamtmarkt.

Das KGV liegt bei den 30 DAX-Werten im historischen Durchschnitt bei 14,6.

25. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.