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Aktien und Aktienfonds: Diese Vorteile bieten Aktien im Vergleich

Vergleich – Teil 1: Aktien

Bei Aktien handelt es sich generell um Besitzanteile an einem Unternehmen. In Deutschland sind Unternehmen, die Aktien herausgeben, entweder Aktiengesellschaften (AG) oder Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA).

Dabei können diese Aktien von nur einer Person, oder von mehreren gehalten (besessen) werden. Oft beschließen diese Gesellschaften (genauer: die jeweiligen Eigentümer), ihre Aktien an der Börse zu handeln, um ein möglichst Investoren zu gewinnen.

Die Motivation für eine Notierung der Aktien an der Börse ist immer die Idee, durch den Verkauf der Aktien neues Geld für das Unternehmen einzusammeln, das Eigenkapital zu stärken.

Insofern stellt jede einzelne Aktie einen ganz kleinen Teil des gesamten Grundkapitals eines Unternehmens dar. Darüber hinaus ist eine Aktie aber auch ein Wertpapier, das den Anteil eines Aktionärs an einem Unternehmen verbrieft. Dieser Anteil bedeutet auch ein Stimmrecht auf den Hauptversammlungen des Unternehmens, wo in der Regel einmal jährlich wichtige Entscheidungen für die Gesellschaft getroffen werden.

Und schließlich ist die Aktie ein Synonym für die Rechte und Pflichten, die der Inhaber des Wertpapiers durch den Kauf gegenüber der Gesellschaft eingeht.

Vergleich – Teil 2: Aktienfonds

Bei einem Aktienfonds handelt es sich dagegen um ein Bündel von Aktien mehrerer Gesellschaften, das z. B. von Investmentgesellschaften zusammengestellt wird. In Deutschland muss ein Aktienfonds eine größere Anzahl von verschiedenen Aktien, in der Regel mindestens 20, umfassen. Durch diese Streuung soll das Risiko für die Anleger verringert werden.

Fonds lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen, je nachdem, welche Aktien in ihm gebündelt werden.

So gibt es beispielsweise Indexfonds, die einen bestimmten Index (zum Beispiel den Deutschen Aktienindex DAX) exakt nachempfinden.


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Daneben gibt es Länderfonds, in denen nur in Aktien eines Landes investiert wird, Themenfonds, die in eine bestimmte Branche investieren  und eine Vielzahl weiterer Fonds mit ganz speziellen Anlageideen.

Allen Fonds gemeinsam ist, dass es eine vorgegebene Anlagestrategie gibt, die von dem Fondsmanagement umgesetzt wird. Diese Anlagestrategie sollten Sie sich als Käufer eines Fonds auf jeden Fall ansehen. Suchen Sie einen Fonds, dessen Anlagestrategie Sie überzeugt.

Investieren Sie als Privatanleger in Aktienfonds, so haben Sie weniger Arbeit. Der Fondsmanager wählt innerhalb seiner Vorgaben seine Kauf- und Verkaufentscheidungen aus. Jeden Börsentag wird der jeweilige Fondswert ermittelt und veröffentlicht.

Aufgrund selbst erworbener Informationen oder auch mit Hilfe eines (Bank-)Beraters entscheiden Sie sich für einen bestimmten Fonds und die gewünschte Anlagesumme.

Grundsätzlich können Sie Ihre Fondsanteile täglich zum jeweiligen Marktwert kaufen und verkaufen. Aber Achtung: Beim Kauf zahlen Sie häufig einen einmaligen Ausgabeaufschlag zwischen 2% – 5 %. Diese Kosten müssen Sie erst durch Kursgewinne wieder einspielen.

Einige Banken und Fondsgesellschaften bieten spezielle Aktionen an, bei denen Sie mit vermindertem oder sogar ohne Ausgabeaufschlag Fonds anbieten. Es lohnt sich, solche Angebote zu berücksichtigen.

Weitere Kosten fallen regelmäßig für die Fondsverwaltung an. Pro Jahr sind das je nach Fondsgesellschaft ca. 0,5% – 2 %, je nachdem, wie aufwändig die Verwaltung ist. Diese Kosten werden vom Fondswert direkt abgezogen, sie sind deshalb direkt für Sie nicht auf den ersten Blick sichtbar. Trotzdem lohnt ein Blick in die jeweiligen Fondsunterlagen, dort müssen diese Kosten aufgeführt werden.

Für Sie bleibt nun lediglich zu hoffen, dass sich der Fonds und die in ihm vereinten Aktien positiv und gewinnbringend entwickeln werden. Das hängt entscheidend von der Qualität des jeweiligen Fondsmanagements ab.

Vorteile von Aktien gegenüber Aktienfonds

Entscheiden Sie sich dagegen für den Direktkauf von Aktien, so haben Sie den Vorteil, dass Sie Aktien frei wählen und kombinieren können. Zudem können Sie den Anteil einer Aktie an Ihrem Gesamtdepot festlegen.

Sie können also in beliebig viele oder wenige Unternehmen investieren und dabei nur solche wählen, die Ihnen aufgrund Ihrer bisherigen Performance oder aber auch wegen Ihrer Firmenethik, Produkte etc. zusagen.

Zudem können Sie bei einzelnen Aktien gezielt selbstständig auf Bewegungen am Markt sowie sonstige Ereignisse reagieren und erhalten als Anteilseigner häufig Dividendenzahlungen.

Ganz unabhängig von diesen Aspekten kommt hinzu, dass Sie als Aktionär direkt am Unternehmen beteiligt sind. Dadurch gehen Sie beim Kauf zwar gewisse Pflichten ein, allerdings erhalten Sie auch Rechte.

So können Sie beispielsweise durch Ihr Stimmrecht direkt auf Abläufe und Entscheidungen im Unternehmen Einfluss nehmen. Und auf der Hauptversammlung, die jährlich stattfindet, können Sie direkt mit Unternehmensvertretern kommunizieren.

Schließlich bieten Aktien gegenüber Aktienfonds den Vorteil, dass mit ihnen deutlich höhere Gewinne erzielt werden können. Mit Hilfe von Aktien kann ein Vermögen deutlich stärker vergrößert werden als mit Aktienfonds.

Vorsicht: Totalausfall möglich

Die Kehrseite der Medaille ist dabei aber nicht zu vergessen. Schließlich ist bei Aktien im Extremfall der Totalausfall möglich und Sie können das gesamte Geld, das Sie in ein Unternehmen investiert haben, verlieren. Dies kann aufgrund der Risikostreuung bei einem Aktienfonds praktisch nicht passieren.

Was nun die Vorteile von Aktien gegenüber Aktienfonds für Sie als einzelnen Anleger sind, hängt letztlich von Ihrer individuellen Ausgangsposition ab. Entscheidend ist hierbei vor allem, wie viel Zeit und Geld Sie investieren möchten.

Insbesondere der Faktor Zeit ist dabei wichtig. Kaufen Sie einen Fonds, überlassen Sie die tägliche Recherchearbeit dem Fondsmanagement. Investieren Sie selber direkt in Aktien, dann müssen Sie täglich den Markt, die Nachrichten und alle möglichen kursbeeinflussenden Faktoren beobachten. Und im Fall des Falles selber handeln (kaufen oder/und verkaufen).

Außerdem ist entscheidend, ob Sie als Anleger lieber eine riskantere und dafür gegebenenfalls gewinnbringendere oder eine vielleicht weniger profitable, dafür aber weniger riskante Variante präferieren.

17. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.