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Valuta – die Bedeutung bei einer Rechnung

Die Begriffe Valuta und Rechnung bedeuten im Rechnungswesen, wann eine Rechnung rechtsverbindlich bezahlt werden soll. Im Bankwesen geht es um den Zeitpunkt, ab dem ein Betrag auf ein Konto überwiesen und abgebucht wird.

Hinzu kommt, dass die Valuta-Rechnung unterschiedliche Vorteile mit sich bringen kann.

So kann man oft schon über Geld verfügen, das bereits per Saldo auf dem Konto ist, aber von der Valuta her noch nicht gebucht wurde.

Valuta bei Bankbuchungen

Das Valutadatum ist das rechtsgültige Datum der Wertstellung, also der Tag, an dem etwa eine Einzahlung oder Überweisung auf dem Konto wirksam wird. Das bedeutet, die Valuta gibt an, ab welchem Datum eine Bank zum Beispiel Zinsen bezahlen muss.

Das Valutadatum ist dabei nicht identisch mit dem Buchungsdatum. Schauen wir uns dazu als Beispiel eine Buchung für Festgeld an: Das Buchungsdatum ist der 30. September 2014. Das Valutadatum ist als 2. Oktober 2014 angegeben.

Demnach wurde der Geschäftsvorgang am 30. September erfasst. Allerdings wird er erst am 2. Oktober ausgeführt.

Im Falle von Festgeld sieht das folgendermaßen aus: Erst ab dem 3. Oktober werden Zinsen auf das angelegte Geld gezahlt, obwohl die Buchung für das zukünftige Geschäft dem elektronischen System schon bekannt ist.

In der Jahresbilanz wird diese zeitliche Differenz entsprechend geregelt. Buchungen, die bereits erfasst sind, gelten als abgerechnet und werden somit bei einem Jahresabschluss per 31.12. berücksichtigt, selbst wenn das Valutadatum der 1.1. oder sogar erst der 3.1. sein sollte.

Valuta bei Unternehmen

Die Valuta auf einer Rechnung gehört genauso wie Skonto, Zahlungsziel und dergleichen zu den Zahlungsbedingungen eines Unternehmens.

Zwischen dem Rechnungsdatum und der Fälligkeit einer Rechnung liegen im Allgemeinen 1 bis 30 Tage – das ist jeweils abhängig vom Unternehmen, das die Valuta-Rechnung ausstellt. Das Ende dieser Zeitspanne ist das sogenannte Valutadatum auf einer Valuta-Rechnung.

Jedoch sollte Valuta in dem Sinne nicht mit Skonto verwechselt werden. Wenn man als Kunde schnell bezahlt und den Lieferantenkredit nutzt, so wird die Rechnung dennoch auf der Bank erst einige Tage später valutiert.

Valuta-Rechnung

Die Valuta-Rechnung drückt aus, dass die Rechnung als Zahlungsziel auf einen Zeitpunkt nach der Lieferung datiert wird. Dies nennt sich valutieren. Die Skontofrist gibt an, bis wann vom Rechnungsbetrag Skonto abgezogen werden darf.

Innerhalb der Skontofrist wird der Lieferantenkredit unentgeltlich gewährt. Die Zielfrist (das Zahlungsziel) besagt, bis wann der Rechnungsbetrag spätestens ohne Abzug von Skonto fällig ist.

Zwischen Rechnungsdatum und Valutadatum wird Handelskunden gerne Skonto eingeräumt. Bezahlt der Kunde früh, kann er einige Prozente, meist 2 – 3%, der Rechnungssumme in Abzug bringen.

Bei einer Zahlung am Tage des Valutadatums ist jedoch der gesamte Rechnungsbetrag zu begleichen. Nach diesem Tag kann das Unternehmen Verzugszins berechnen.

14. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.