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Was wurde eigentlich aus… Commodore International?

So manch einer erinnert sich noch an die frühen Computer-Spiele wie „Pac-Man“ oder „Indiana Jones“. Teilweise kommen sie auch heute wieder zurück – als Retro-Varianten. Aber wer die ruckelnden Grafiken von damals noch kennt, weiß auch noch, welch ein PC auf seinem Schreibtisch stand.

Das war vielleicht eines der ersten Modelle von IBM, Apple, Schneider oder Atari. Einige Hersteller haben bis heute überlebt und gehören sogar zu den erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Andere haben es nicht geschafft. Was wurde aus Commodore International, dem Entwickler des fast schon legendären C64?

Commodore International – die Anfänge

Das Unternehmen Commodore International wurde 1954 von Jack Tramiel in Toronto/Kanada gegründet. Anfangs produzierte Commodore Schreibmaschinen, kam aber schon bald wegen der günstigeren japanischen Konkurrenz in Schwierigkeiten. Daher verlegte man sich Ende der 1950er Jahre auf die Herstellung von mechanischen Addiermaschinen.

Als aber wenige Jahre später auch die Addiergeräte aus Japan preiswerter angeboten wurden, änderte Tramiel erneut das Angebot auf den Schwerpunkt Taschenrechner. Aber nachdem Texas Instruments aufgrund eigener Produkte als Zulieferer für diesen Bereich ausfiel, musste sich Commodore zum wiederholten Mal neu orientieren.


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1977 kam der erste Commodore-Computer auf den Markt – der PET 2001. In Deutschland war es der erste Rechner, der über ein Versandhaus vertrieben wurde. Durch die folgenden Modelle wurde das Unternehmen zum Marktführer bei kleineren Computern im professionellen Bereich. In dieser Zeit expandierte Commodore weltweit. Dabei wurden die höchsten Umsätze in Großbritannien, Deutschland und den USA erwirtschaftet.

Blütezeit und Konkurrenzkampf bei den Produzenten für Heimcomputer

Unter den zahlreichen Modellen von Commodore ragt der C64 eindeutig hervor. Das Gerät wurde 1982 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und überzeugte dabei durch seine überragenden Eigenschaften in Punkto Grafik und Sound. Vom C64 wurden insgesamt über 22 Millionen Exemplare verkauft.

Trotz der herausragenden Marktstellung Commodores entbrannte auf dem Sektor der Heimcomputer ein enormer Preiskampf. Sinkende Margen und schwindende Finanzreserven waren die Folge.

Dennoch schaffte es das Unternehmen, seine Vormachtstellung ab 1987 mit der so genannten Amiga-Reihe noch einmal zu behaupten. Allerdings blieb dem Unternehmen das Segment der Business Computer nach wie vor verschlossen. Hier teilten sich IBM und Apple die Marktanteile.

Große Konkurrenz und eigene Marketing-Probleme

Nicht zuletzt wegen eines schlechten Marketings begann sich Anfang der 1990er Jahre das Ende von Commodore abzuzeichnen. 1994 stellte die Commodore International Limited schließlich ihre Aktivitäten ein. An der New Yorker Börse wurde der Handel der Commodore-Aktie im März des gleichen Jahres zum ersten Mal ausgesetzt. Danach folgen die Schließung von Fertigungsbetrieben und Massenentlassungen.

Die letzten beiden Tochterunternehmen, die geschlossen wurden, waren Commodore UK und Commodore Deutschland. In der Folge wanderte die Marke durch zahlreiche Hände, die versuchten, die noch verbliebenen Nutzer mit Zubehör und Ersatzteilen zu versorgen. Weitere Versuche, den Mythos Commodore neu zu beleben, scheiterten mehr oder weniger erfolglos. Inzwischen existiert ein neues Unternehmen, die Commodore Business Machines Limited, das seit 2015 ein Android-Smartphone unter der Bezeichnung PET vertreibt.

Von Sammlern und Nostalgikern kann die Aktie von Commodore International auch heute noch erworben werden. Freilich kaum mehr als nur zum Papierwert. Derzeit kostet ein Stück Commodore International 0,0013 US-$.

1. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.