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Was wurde eigentlich aus… der Büssing AG?

Wer den Alltag noch ohne Computer und Handy kennt, der erinnert sich sicher auch an die Fahrzeuge des deutschen Straßenbildes der 1970er und 80er Jahre. Neben dem 2CV, der Ente, dem Käfer und dem Mercedes mit den Heckflossen waren damals auch Omnibusse und Lastkraftwagen unterwegs, die heute wohl nur noch als Museumsschönheiten zu bewundern sind.

Heute sind es Marken wie Volvo, MAN, Neoplan oder Scania, die den Markt für Nutzfahrzeuge bestimmen. Wer aber Nostalgiker ist oder sich für Wirtschaftsgeschichte interessiert, fragt sich vielleicht, was mit den halb vergessenen Herstellern der damaligen Zeit passiert ist: In erster Linie zu nennen ist hier sicherlich die deutsche Büssing AG.

Büssing AG – eine beispielhafte Firmengeschichte

1903 wurde die spätere Büssing AG von Heinrich Büssing unter dem Namen „Heinrich Büssing, Specialfabrik für Motorlastwagen, Motoromnibusse und Motoren, Braunschweig, Elmstraße“ gegründet. Büssing entwickelte sich in Europa zu einem der größten Anbieter von Lkw und Omnibussen. Auch in Übersee waren die niedersächsischen Fahrzeuge sehr beliebt.

Seit den 1930er Jahren prägten vor allem die Omnibusse mit dem Löwenemblem die heimischen Städte. Charakteristisch für Büssing war der Unterflurmotor, der später auch bei Hanomag verbaut wurde. Der Unterflurmotor wird nicht wie der übliche Frontmotor vor dem Führerhaus sondern unterhalb der Ladefläche platziert.


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Der erste Omnibus des Unternehmens war ein 12sitziges Modell und wurde 1904 vorgestellt. Der Wagen brachte es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h und ging bald darauf in Serienproduktion. Während des 1. Weltkriegs verlegte man sich ganz auf die Fertigung von Lastkraftwagen.

Dadurch, dass eine Tochter des Gründers einen österreichischen Maschinenfabrikanten heiratete, gelang noch vor dem 1. Weltkrieg die Ausweitung des Unternehmens mit Niederlassungen in Wien und Prag. Bereits 1926 gab es bei Büssing die Fließbandproduktion nach dem US-Vorbild Ford.

Was wurde aus der Büssing AG nach dem 2. Weltkrieg?

Über die Wirren des 2. Weltkriegs hinweg blieb Büssing ein erfolgreiches Familienunternehmen und die 50er und 60er Jahre des Wirtschaftswunders können auch als Blütezeit des Nutzfahrzeug-Produzenten bezeichnet werden. In diese Zeit fällt auch eine Reihe von Übernahmen konkurrierender Firmen.

1960 wurde aus Büssing eine Aktiengesellschaft. Gleichzeitig aber schrieb man zum letzten Mal schwarze Zahlen. Wenig später – 1962 – stieg die Salzgitter AG bei Büssing ein und übernahm die Gesellschaft 1968 vollständig.

Die Unternehmensleitung der Büssing AG wurde 1971 komplett von MAN übernommen. Bis 1974 worden noch verschiedene Modelle der Fertigung unter der Bezeichnung MAN-Büssing vertrieben. Danach verschwand der Name Büssing aus dem Firmenlogo, erhalten blieb der Braunschweiger Löwe in abgewandelter Form am Kühlergrill von MAN Fahrzeugen.

17. November 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.