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Was wurde eigentlich aus… der Mannesmann AG?

Mischkonzerne sind in aller Regel sehr breit aufgestellt. So auch der deutsche Industriekonzern Mannesmann AG. Die Gesellschaft hatte ihre Wurzeln in der Stahlindustrie, führend in der Produktion von Röhren.

Ende der 1990er Jahre war Mannesmann unter anderem Automobilzulieferer, Mobilfunkanbieter und im Maschinen- und Anlagenbau.

Was wurde aus Mannesmann? Anfänge und wachsender Erfolg

Als Gründer des Industriekonzerns Mannesmann können die Brüder Max und Reinhard Mannesmann angesehen werden, die im Jahr 1885 das erste Verfahren zur Produktion nahtloser Stahlrohre durch Walzen erfanden, das so genannte Schrägwalzen-Verfahren.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang 1890 ein unternehmerischer Neubeginn. Mannesmann verlegte 1893 die Leitung des Konzerns und seinen Hauptsitz nach Düsseldorf, das in der damaligen Zeit als das Zentrum der deutschen Stahlröhrenindustrie galt.


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In der Zeit vor und zwischen den Weltkriegen entwickelte sich der Konzern zum Weltmarktführer für Stahlröhren aller Art. Der Name Mannesmann wurde als Synonym für die Fertigung von Stahlrohren verwendet. Gleichzeitig weitet man die Geschäftsfelder auf die Bereiche  Erz- und Kohlezechen und die Stahlproduktionen aus.

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis hin zur Übernahme von Mannesmann durch Vodafone

Der Entflechtung des Unternehmens durch die alliierten Siegermächte nach dem 2. Weltkrieg folgte 1955 der erneute Zusammenschluss zur Mannesmann AG. 1960 arbeiteten bereits mehr als 76.000 Angestellte für das Unternehmen. Mit einem Umsatz von 4,57 Mrd. DM zählte Mannesmann zu den bekanntesten deutschen Industriekonzernen.

Das so genannte Erdgas-Röhrengeschäft mit der einstigen Sowjetunion in den 1970er Jahren verschaffte dem Konzern einen besonderen Ruf. Dabei drehte es sich um den Handel mit Röhren für den Pipelinebau gegen die Lieferung von Erdgas.

In der Folge wurde die Palette der Geschäftsfelder deutlich erweitert. Im Zuge dessen kam es in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu Übernahmen von Firmen aus Bereichen der Automobilzulieferer und des Anlagen- und Maschinenbaus.

1990 erwarb Mannesmann eine Lizenz zur Entwicklung und den Betrieb des ersten privaten deutschen Mobilfunknetzes D2. Der Geschäftszweig mauserte sich zum echten Erfolgsmodell und wurde in den Jahren danach auf ganz Europa ausgeweitet.

Im Jahr 1999 startete die britische Vodafone erste Bestrebungen, sich die Mobilfunksparte Mannesmanns durch eine feindliche Übernahme einzuverleiben. Was auch ein Jahr später gelang. 2000 war diese Transaktion mit 190 Mrd. € die auch bis heute noch teuerste Übernahme der Welt.

Im Anschluss daran verkaufte Vodafone die traditionellen Sparten der ehemaligen Mannesmann AG. Der alte Name findet sich auch heute noch in einigen Nachfolgeunternehmen wie dem Röhrenhersteller Vallourec & Mannesmann Tubes wieder.

18. November 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.