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Was wurde eigentlich aus… Fokker?

Wenn heutzutage Modellbau-Enthusiasten ihre liebevoll nachgebauten Flieger über die grüne Wiese flitzen lassen, ist mit möglicherweise auch eine Fokker dabei. Denn der Produzent von bekannten Typen der militärischen und zivilen Luftfahrt hat von seiner Attraktivität – zumindest in nostalgischer Hinsicht – kaum etwas eingebüßt.

Aber was wurde eigentlich aus Fokker? Schließlich hat man in den zurückliegenden Jahrzehnten kaum noch etwas über das zuletzt niederländische Luftfahrtunternehmen gehört.

Fokker: Gründung und Verlegung nach Holland

Bis zur Insolvenz des Unternehmens im Jahr 1996 waren die Fokker Flugzeugwerke über eine gewisse Zeit der einzige Hersteller ziviler Verkehrsflugzeuge in den Niederlanden. Dabei erfolgte die Gründung des Betriebs 1912 in Johannisthal bei Berlin durch Anton Herman Gerard Fokker.


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1913 wurde die Gesellschaft, die damals Fokker Aeroplanbau GmbH hieß, nach Schwerin verlegt. Hier wurde unter anderem der damals sehr berühmte Dreidecker Fokker Dr.I hergestellt, der auch heute noch mit Manfred von Richthofen, dem legendären Roten Baron, in Verbindung gebracht wird.

Als direkt nach dem 1. Weltkrieg die Produktion von Flugzeugmotoren und –modellen in Deutschland untersagt war, verlegte Anton Fokker die Produktionsstätten seines Unternehmens kurzerhand nach Amsterdam in den Niederlanden.

In erster Linie beschäftigte sich Fokker mit der Entwicklung von zivilen Verkehrsflugzeugen. Und dies mit den neuen Modellen Fokker 50 und Fokker 100 durchaus erfolgreich. Durch die Expansion der Gesellschaft auf die USA erreichte das Unternehmen 1936 einen weltweiten Marktanteil von 40 %. Bekanntestes Modell dieser Zeit: die F.VIIa-3m. Auch während des 2. Weltkriegs machte Fokker mit Aufklärern, Jagdflugzeugen und Zerstörern von sich reden.

Fokker und die Zeit nach dem 2. Weltkrieg

Die ersten Jahre nach dem 2. Weltkrieg waren für Fokker außerordentlich erfolgreich. Die Fokker S-11 und die Fokker F-27 waren für das Unternehmen ausgesprochene Verkaufsschlager. Bis 1986 setzte Fokker von dem Turboprop-Flugzeug F-27 rund 780 Exemplare ab. Das Folgemodell F-28 bedeutete den Einstieg in die Technik der Düsenverkehrsflugzeuge. Fokker war ebenfalls an mehreren Betriebsstätten am Bau des Lockheed F-104G Starfighter beteiligt.

Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre wuchsen die wirtschaftlichen Probleme des Unternehmens. Auch eine zwischenzeitliche Beteiligung der Daimler-Benz AG unter dem Dach der DASA ändert wenig an der Situation.

Nachdem die niederländische Regierung mehrfach mit finanziellen Hilfen interveniert hatte, musste Fokker schließlich 1996 Insolvenz anmelden. Große Teile des Unternehmens wie die Raumfahrtsparte und der Bereich Wartung und Ersatzteilversorgung wurden vom ebenfalls niederländischen Stork-Konzern übernommen. Im Jahr 2009 meldete Stork, den traditionsreichen Namen wiederauferstehen zu lassen. Aus diesem Grund entstand 2010 ein neues Unternehmen namens Fokker Technologies.

Wer heute noch Fokker-Anteile kaufen möchte, kann dies nur tun, indem er Aktien der britischen Investment-Gesellschaft Candover erwirbt. Diese hatte im Jahr 2007 ihrerseits Stork übernommen. In Deutschland sind entsprechende Aktien aktuell über die Börse Frankfurt erhältlich.

3. Dezember 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.