MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Wasserkosten können zum Mietpreis addiert werden

Abwasser, Regenwasser, Entwässerung – all das gehört zum Alltag eines jeden Vermieters und summiert sich in manchen Fällen in horrende finanzielle Summen. In der Folge erfahren Sie, welche Kosten Sie auf den Mieter umlegen können.

Abwasseranlage

Zu den Kosten der Entwässerung, die als Betriebskosten umlagefähig sind, gehören auch die Betriebskosten einer hauseigenen Abwasseranlage. In Betracht kommen nicht nur eine Sammelgrube oder Sickergrube, sondern auch eine biologische Kläranlage.

Werden die Abwässer des Hauses in einer vollbiologischen Kläranlage behandelt, für die ein Wartungsvertrag abgeschlossen ist und übernimmt die Wartungsfirma auch die Abfuhr der Fäkalien, sind diese Kosten umlagefähig.

Der Grund: Eine biologische Kläranlage muss zur Aufrechterhaltung der Versickermöglichkeit regelmäßig gewartet und überprüft werden.

Erhöhter Wasserverbrauch

Das kommt immer wieder einmal vor: Die Wasserkosten steigen von einem Jahr auf das andere ganz extrem, ohne dass sich dieses zunächst erklären lässt. Meist zeigt sich dann auch noch, dass der Wasserverbrauch des betreffenden Mieters in den zurückliegenden Jahren eigentlich immer gleichbleibend war.

In einem solchen Fall sind Sie als Vermieter verpflichtet, der Ursache des außergewöhnlich hohen Wasserverbrauchs auf den Grund zu gehen. Meist werden Sie auch den Mieter auffordern, den Wasserverbrauch zu überprüfen. Gegebenenfalls müssen Sie auch das Wasserwerk um eine Überprüfung der Wasserrechnung bitten.

Bleiben alle Aktivitäten ohne greifbares Ergebnis, ist die Wasserrechnung um den nicht erklärbaren Mehrverbrauch zu kürzen. In der Regel muss der Abzug geschätzt werden. Grundlage dafür ist der Durchschnittsverbrauch der zurückliegenden Jahre, wie er sich aus früheren Wasserabrechnungen ergibt.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Sind diese nicht mehr verfügbar, kann das Wasserwerk diese nochmals zur Verfügung stellen. Alternativ kommt auch in Betracht, den Wasserverbrauch auf der Grundlage des üblichen Mindestverbrauches pro Person zu schätzen.

Achtung: Ihr Mieter hat eine Anzeige- und Obhutspflicht. Danach muss er Sie als Vermieter unverzüglich informieren, wenn er Mängel entdeckt, wie etwa einen erhöhten Wasserverbrauch durch schadhafte Dichtungen an Wasserhähnen oder eine undichte Toilettenspülung.

Was immer wieder übersehen wird: Auch wenn der Mieter gegen Ende des Mietverhältnisses bereits vorzeitig aus der Wohnung auszieht, gilt die Anzeige- oder Obhutspflicht bis zur Beendigung des Mietverhältnisses fort.

Das bedeutet, dass Ihr Mieter den Zustand der Mieträume in angemessenen Abständen überprüfen muss.

Entwässerung

Die Kosten der Entwässerung sind umlagefähige Betriebskosten. Hierzu gehören die Gebühren für die Haus- und Grundstücksentwässerung, die Kosten des Betriebs einer entsprechenden nicht öffentlichen Anlage (Abwasseranlage) und die Kosten des Betriebs einer Entwässerungspumpe.

Mit den Gebühren für die Haus- und Grundstücksentwässerung sind die Kanal- bzw. Sielgebühren gemeint.

Dabei ist es unerheblich, ob die Stadt bzw. Gemeinde für die Entwässerung eine einheitliche Gebühr verlangt oder aber die Gebühren für Regenwasser und Schmutzwasser getrennt erhoben werden.

Achtung: Kommt es in den Fallleitungen des Hauses zu einer Rohrverstopfung, sind die Beseitigungskosten nicht als Entwässerungskosten umlagefähig. Vielmehr zählen diese Kosten zu den Instandsetzungskosten, die Sie als Vermieter stets selbst tragen müssen.

Ausnahme: Es lässt sich eindeutig feststellen, welcher Mieter die Rohrverstopfung verursacht hat. Das ist aber erfahrungsgemäß nur selten der Fall.

Entwässerungspumpe

Die Strom- und Wartungskosten können als Betriebskosten umlagefähig sein. Dabei werden nicht nur die Betriebskosten für solche Entwässerungspumpen berücksichtigt, die das Abwasser in das öffentliche Kanalnetz befördern sollen.

Wenn nach Lage des Hauses eine Entwässerungspumpe erforderlich ist, um nach anhaltenden Regenfällen zu verhindern, dass Wasser in den Keller eindringt, können Sie deren Betriebskosten ebenfalls in Ansatz bringen.

Regenwasser

Zu den Kosten der Entwässerung gehören unter anderem die Gebühren für die Haus- und Grundstücksentwässerung, die die Städte bzw. Gemeinden erheben, auch Kanal- oder Sielgebühren genannt. Sowohl die Gebühren für Regenwasser als auch jene für Schmutzwasser sind in voller Höhe umlagefähig.

Dies gilt unabhängig davon, ob die Städte und Gemeinden die Gebühren in getrennten Bescheiden oder in einem gemeinsamen Bescheid erheben.

22. Juli 2004

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.