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Wechselkurse: Definition und Anwendung, Chancen und Risiken

Das Thema Fremdwährung und Wechselkurse wird immer wichtiger. Der Grund liegt vor allem in der zunehmenden Globalisierung, dem Internet-Handel und einer erweiterten Produktpalette für Anleger. Seit der Einführung des Euro hat sich in Europa die Bedeutung von Wechselkursen lediglich nach außen verschoben.

Wechselkurse bestimmen die Rendite

Ob Wechselkurse günstiger oder schlechter sind, schlägt sich in den Bilanzen international operierender Firmen nieder. Genauso im Budget von Privatpersonen, die via Internet außerhalb der Eurozone Waren bestellen oder dort Urlaub machen.

Auch bei Devisenspekulationen, Währungsanleihen sowie ETFs oder Zertifikaten, die sich auf Indizes und Titel auf Dollar- oder Yen-Basis beziehen, spielen Wechselkurse eine Rolle. Das gleiche bei Goldinvestments, denn Gold wird in Dollar notiert.

Zunächst: Wechselkurse sind per Definition das Umtauschverhältnis zweier Währungen. Die Frage ist: Wieviel zahle ich für eine Einheit einer ausländischen Währung? Antwort: je weniger, desto besser.

Während dies für eine Internet-Bestellung im Ausland oder den anstehenden Urlaub ausreichen mag, müssen Anleger weiter denken. Bei Investments geht es um die künftige Entwicklung: Notiert die Währung besser oder schlechter – wird sie auf- oder abgewertet?

Flexible Wechselkurse: Chancen und Kursrisiken für Anleger

Grundlegend ist, ob es sich um fixe oder um flexible Wechselkurse handelt, die Veränderungen unterliegen. Letztere bieten Chancen und Risiken.


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Wer etwa hierzulande Gold kauft, profitiert, wenn der Dollar im Verhältnis zum Euro aktuell schwach ist. Gold wird international in Dollar gehandelt. Steigt die Nachfrage und zugleich der Dollar, hat nicht nur der Goldpreis zugelegt, sondern auch die Währung, in der er notiert. Ein zweifach positiver Effekt.

Ähnlich bei Währungsanleihen. Steht beispielsweise der Wechselkurs ungünstig, die Anleihe aber günstig, müssen Chancen und Risiken abgewogen werden. Immerhin können sich beide Komponenten verändern. Steigt die Fremdwährung, wird auch der Wert der Anleihe zulegen.

Für Anleger bedeuten Wechselkurse in der Regel höhere Kosten. Die entstehen nicht nur beim Währungsumtausch, sondern etwa bei zusätzlichen Absicherungen gegen Wechselkursrisiken.

So werden ETFs auf japanische und amerikanische Indizes sowie den MSCI-Weltindex genauso mit Sicherungskomponenten angeboten wie Gold-ETFs. Ob sich der Aufwand gelohnt hat, zeigt sich im Nachhinein.

Fixe Wechselkurse: mehr Sicherheit, weniger Chancen

Mehr Sicherheit bieten fixe Wechselkurse. Hier ist allenfalls mit kleineren Schwankungen zu rechnen. Der chinesische Renminbi bzw. Yuan bespielsweise ist an den Dollar gekoppelt.

Die Schwankungsbandbreite wurde jüngst von 1% auf 2% angehoben. Auch hat sich die Schweiz Ende 2011 an den Euro gehängt. Die Untergrenze des Wechselkurses liegt seitdem bei 1,20 Franken je Euro. Damit verliert der Franken an Attraktivität für Anleger.

Der Notenbank war es aber wichtiger, mit dieser Abwertung die Exportindustrie und die heimische Wirtschaft zu schützen. Der stets steigende Franken hatte außerdem immer mehr Touristen abgeschreckt.

Preisnotierung und Mengennotierung

Touristen sollten in Sachen Geldumtausch noch andere Begriffsdefinitionen kennen. Um beim Beispiel Schweiz zu bleiben: Hier wird der Kurs üblicherweise als Preisnotierung angezeigt.

Das ist die Preisangabe der ausländischen in der inländischen Währung. Also Franken je Euro oder Dollar – aus Schweizer Sicht. Das war zu Zeiten der D-Mark genauso, als es etwa für 2,10 Mark einen Dollar gab.

Heute ist die Darstellung umgekehrt. Die Mengennotierung zeigt den Preis von Dollar je Euro – aus europäischer Sicht. Aktuell gibt´s für 1,36 Dollar einen Euro.

Nominale, reale und effektive Wechselkurse

Bei dieser fixen Kursangabe handelt es sich um den nominalen Wechselkurs. Und damit schließt sich eine weitere Definition an: der reale Wechselkurs. Er berücksichtigt zudem die Kaufkraft eines Landes.

Muss man für einen repräsentativen Warenkorb im Urlaubsland weniger Geld ausgeben als zu Hause, ist die eigene Währung faktisch mehr wert.

Diese Betrachtung ist der Vergleich von 2 Währungen – der sogenannte bilaterale Wechselkurs. Wenn aber international operierende Unternehmen oder ganze Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit einschätzen wollen, schauen sie auf den effektiven Wechselkurs.

Hierbei werden, verkürzt gesagt, die Kurse anderer am Handel beteiligten Länder miteinbezogen. Das gewichtete Mittel ergibt den effektiven Wechselkurs, der wiederum den gesamten Außenwert etwa des Euro darstellt.

3. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.