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Weighted Moving Average (WMA) – der gewichtete lineare Durchschnitt

Die Charttechnik bietet Indikatoren in Hülle und Fülle. Doch nur, wenn man genau weiß, was dahintersteckt, kann man diese auch sinnvoll einsetzen.

Zur Analyse bieten sich Linien an, die Durchschnitte zeichnen. Selbst dabei gibt es jedoch verschiedene Varianten. Alles hängt nämlich davon ab, wie der Durchschnitt berechnet wird.

Gewichtung

Für den Simple Moving Average oder SMA sind alle Kurszahlen bzw. -daten gleichbedeutend. Schaut man sich den SMA 20 an, also die jeweils letzten 20 Kurszahlen im Durchschnitt, wird jeder Kurs gleich wichtig genommen.

Bei unserem Weighted Moving Average ist das aber nicht der Fall. Der WMA, wie er auch genannt wird, berechnet die Kurse nämlich mit einer anderen Gewichtung. Konkret ist der aktuelle Kurs bei der Berechnung immer um einen linearen Faktor wichtiger und bedeutender als der Kurs davor. Orientierung an den 21- und 55-Tagesdurchschnitten

Weighted Moving Average – Berechnung des WMA

Die Berechnung des WMA ist leicht nachvollziehbar, wenngleich es sehr angenehm ist, dass der Computer diese Durchschnitte automatisch kalkulieren kann. Denn besonders über einen großen Zeitraum würde das manuelle Berechnen sehr aufwendig werden.

Die Formel für den WMA lautet:


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WMA(t) = Summe (n)(W*Close) / Summe(n)(W)

n ist dabei der Berechnungszeitraum und W stellt die Gewichtung dar, die mit zurückliegenden Zeiträumen jeweils um 1 Punkt abnimmt. Der RSI als zusätzlicher Indikator zum Moving Average

Weighted Moving Average – eine Beispielrechnung

Nehmen wir eine kurze Periode für die Erklärung. Wir schauen den Tageschart an und bilden den WMA5, also den Weighted Moving Average der letzten 5 Tage. Für den WMA gilt grundsätzlich der Schlusskurs als Berechnungsgrundlage.

Da wir uns 5 Tage anschauen, wird der letzte Tageskurs mit 5 multipliziert, der Tag davor wird mit 4 multipliziert etc. – bis hin zum Kurs vor 5 Tagen, der einfach gewertet wird, weil er zeitlich der erste Kurs in der Berechnung und damit für die Gewichtung am wenigsten bedeutend ist.

Die Faktoren werden dann durch die Summe der Multiplikatoren geteilt. In unserem Fall ist das 5+4+3+2+1 = 15. Der letzte Tageskurs wird demnach mit 5/15 multipliziert. Der Tag davor mit 4/15 usw. Die Summe der so berechneten Tageskurse ergibt schließlich den aktuellen Wert für den WMA5.

Hat man es dagegen mit einem WMA7 zu tun, müssen die einzelnen Kurse mit ihrer Gewichtung multipliziert und durch 28 geteilt werden.

Weighted Moving Average

Der Weighted Moving Average ist näher am Geschehen, während andere Indikatoren wie der SMA sich auch gerne einmal weit vom Kurs entfernen.

Beim WMA ist die Gewichtung der aktuellsten Kurse der entscheidende Faktor. Somit sieht man im Chart auch, dass der WMA näher am eigentlichen Kursverlauf liegt und damit empfindlicher und schneller auf Kursschwankungen reagiert.

Quelle: Metatrader 4

Hier ist der DAX im Tageschart zu sehen. Die gelbe Linie ist der WMA20. Die rote verkörpert den SMA20. Wie man sofort sieht, klebt der gelbe WMA mehr an den Kursen und reagiert schneller.

Hinzu kommt, dass er im Beispielbild 3 Tage früher als der SMA auf Schlusskursbasis durchbrochen wird und ebenfalls 3 Tage früher sein Hoch bildet und nach unten dreht.

18. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.