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Vorzugsaktie oder Stammaktie: Welches Wertpapier die bessere Wahl ist

Es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob die Vorzugsaktie oder die Stammaktie die besseren Kurschancen bietet.

Dazu sind zunächst die Fachausdrücke beziehungsweise Bedeutungen der Vorzugsaktie und der Stammaktie zu erklären:

Die Vorzugsaktie und ihre Besonderheiten

Unter Vorzugsaktien versteht man Wertpapiere, bei denen dem Aktionär besondere Rechte eingeräumt, dafür aber auch andere genommen werden.

Somit handelt sich bei dem „Vorzug“ meist um ein Vorrecht bei der Gewinnverteilung.

Bei Vorzugsaktien werden die Sonderrechte durch Einschränkungen bei anderen Rechten kompensiert.

Wenn die Aktien also mit Vorrechten bei der Gewinnverteilung ausgestattet sind, so hat der Aktionär das Recht auf eine Dividende.

Diese Dividende ist dann um einen bestimmten Prozentsatz oder Betrag höher als der Gewinnanteil der Inhaber von Stammaktien.

Sollte die Aktie mit einem Vorrecht bei der Liquidierung der Aktiengesellschaft ausgestattet sein, dann werden zunächst die Vorzugsaktionäre bei Auflösung der Gesellschaft aus dem Erlös bedient.

Wichtig zu wissen ist, dass Vorzugsaktien auch mit einem nachzuzahlenden Vorzug ausgestattet sein können.


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Diese Aktien weisen das Recht auf, dass dem Inhaber von Vorzugsaktien bei Ausfall der Dividende in einem Jahr die entgangene Dividende im nächsten Jahr nachgezahlt wird.

Dies geschieht dann, ehe die anderen Aktionäre etwas davon mitbekommen.

Vorzugsaktie: Welche Relevanz das Stimmrecht dabei spielt

Das Stimmrecht kann als Ausgleich der oben genannten Vorteile der Inhaber dieser Wertpapiere auf der Hauptversammlung ausgeschlossen werden. Der Vorzugsaktionär kann also nicht an der Beschlussfassung teilnehmen.

Mit Ausnahme des Stimmrechts gewähren diese Aktien dem Aktionär aber alle anderen Aktionärsrechte.

Wenn es in einem Jahr nicht zur Dividendenzahlung kommt und dieser Rückstand im nächsten Jahr nicht ausgeglichen wird, erhält der Vorzugsaktionär das Stimmrecht, bis die ihm zustehenden Dividenden nachgezahlt werden.

Es ist zu beachten, dass die sogenannten stimmrechtslosen Vorzugsaktien nur bis zu einem Gesamtnennbetrag ausgegeben werden dürfen, welcher der Höhe des Gesamtnennbetrags der Stammaktie entspricht.

Somit kann höchstens die Hälfte des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft im Form von Vorzugsaktien ausgegeben werden.

Stammaktie: Eine Anlagealternative zur Vorzugsaktie

Stammaktien gibt es in Form von Inhaberaktien und Namensaktien. In Deutschland gelten Stammaktien als Grundform und zugleich als die am weitesten verbreitete Form der Aktie.

Die Stammaktie gewährt dem Aktionär im Gegensatz zur Vorzugsaktie alle im Aktiengesetz vorgesehenen Rechte und Pflichten.

Es ist zu beachten, dass bei Inhaberaktien unterstellt wird, dass der Besitzer auch Eigentümer ist. Bei Namensaktien wird der Eigentümer hingegen in das Aktienbuch der Gesellschaft eingetragen.

Somit ist der Inhaber beziehungsweise der Eigentümer einer Stammaktie Teilhaber an einer Aktiengesellschaft und damit auch am Gewinn anteilsmäßig beteiligt.

Im Aktiengesetz, kurz AktG, werden die Rechte und Pflichten eines Stammaktionärs geregelt.

Die wichtigsten Rechte eines Stammaktionärs

Zu den wichtigsten Rechten des Stammaktionärs gehört das Recht auf Teilnahme an der Hauptversammlung und das damit verbundene Stimmrecht.

Hierbei hat jeder Stammaktionär eine Stimme pro Aktie in seinem Eigentum.

Weiterhin besteht das Recht auf anteilige Dividende, falls die Gesellschaft die Ausschüttung des Gewinns beschließt.

Außerdem kann jeder Aktionär in der Hauptversammlung vom Vorstand Auskunft über Dinge oder Vorkommnisse verlangen, welche zur Beurteilung des betreffenden Tagesordnungspunkts notwendig sind.

Der Aktionär hat zudem bei Liquidation der Gesellschaft einen Anspruch auf den anteilsmäßigen Liquidationserlös.

Mehr dazu: Eigenschaften von Stamm- und Vorzugsaktien

3. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.