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Welche Anlagen bei der jährlichen Steuererklärung für Sie relevant sind

Für Arbeitnehmer und Selbstständige beginnt mit jedem Jahreswechsel und jedem neuen Arbeitsjahr das erneute Zusammensuchen aller nötigen Unterlagen und Nachweise für die Steuererklärung, die je nach steuerlicher Veranlagung bis Ende Mai oder Ende Dezember abgegeben werden muss.

Welche Anlagen dabei von wem ausgefüllt werden müssen ist dabei nicht immer ersichtlich. Neben den Anlagen, in denen Angestellte oder Selbstständige die Einkünfte aus ihrer Erwerbstätigkeit eintragen (Anlage S für selbstständige Arbeit, Anlage N für Nicht-selbstständige Arbeit) müssen Steuerpflichtige die für sich zusätzlich wichtigen Anlagen auswählen und ordnungsgemäß ausfüllen.

Zu den Anlagen, die zusätzlich zum Mantelbogen ausgefüllt werden müssen, gehören je nach Aufwendungen und Einkünften die Anlage AV, die Anlage KAP, je nach Status auch die Anlage R und möglicherweise die Anlage V.

An wen richten sich Anlage R und Anlage KAP?

Anlage R ist eine Anlage, die alle Steuerpflichtigen betrifft, die in irgendeiner Form Rente beziehen. Das kann sowohl eine Witwenrente oder eine Waisenrente als auch die Altersrente sein. Die Anlage S oder N müssen bei einer Altersrente nicht mehr ausgefüllt werden, wenn keine Zusatzeinkünfte bezogen werden.

Die Anlage KAP müssen Anleger ausfüllen, deren Kapitalanlage nicht direkt an der Quelle besteuert wird. Seit der Einführung der Abgeltungsteuer ist die Abgabe der Anlage KAP nicht mehr verpflichtend, sie kann sich aber trotzdem lohnen. Liegt beispielsweise der persönliche Grenzsteuersatz eines Anlegers unterhalb des Abgeltungssteuersatzes von 25 %, erhalten Anleger aufgrund der Günstigerprüfung zu viel bezahlte Kapitalertragsteuer zurück.

Die Anlage AV richtet sich an Riester-Sparer

Für Arbeitnehmer, die im Rahmen der Riester-Altersvorsorge freiwillige Beiträge eingezahlt haben, ist die Anlage AV wichtig. Sparer können über die Abgabe der Anlage AV mit der Steuererklärung dem Finanzamt die steuerliche Förderung der Riester-Rente ermöglichen. Selbstständige, die in die Rürup-Rente einzahlen, müssen diese in der Anlage für Vorsorgeaufwendungen eintragen.

Alle Personen, die Einnahmen aus Vermietungen oder Verpachtungen erzielen, müssen die Anlage V ausfüllen. Sowohl Einnahmen aus bebauten Grundstücken als auch aus der Überlassung von Rechten (z.B. Urheberrechten) müssen in der Anlage V notiert werden.

Zinsen aus Bausparverträgen gehören ebenfalls in diese Anlage, wenn die Verträge nicht als reine Kapitalanlage verwendet wurden, sondern für den Bau oder Kauf eines Hauses oder Grundstücks oder für eine Immobilienumschuldung. Wichtig ist, dass die Betroffenen pro Immobilie eine Anlage einreichen. Auf diese Weise können die Abschreibungen und Abzüge aller Kosten der Immobilien geltend gemacht werden.

Vergessen Sie nicht die Anlagen zu Ihren Einkünften aus der Erwerbstätigkeit

Je nach Einkünften müssen Steuerpflichtige unterschiedliche Anlagen einreichen. Erwerbstätige dürfen nicht vergessen, zusätzlich zu den eventuell nötigen Anlagen KAP, V oder AV noch die Anlage S oder N einzureichen, in der sie ihre jährlichen Einkünfte vermerken. Nur mit einer sorgfältig ausgefüllten Steuererklärung haben Steuerpflichtige die Möglichkeit, Ausgaben und Pauschalen geltend zu machen und möglicherweise Geld zurückzukriegen.

Abgabetermin für die Steuererklärung 2016 ist der letzte Tag im Mai, diesmal fällt der 31. Mai auf einen Dienstag. Im letzten Jahr allerdings handelte es sich um einen Sonntag, weshalb es ausreichte, dass die Erklärung am 01. Juni im Briefkasten des Finanzamts lag.

27. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.