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Welche Fonds gehören in ein defensives Portfolio?

Wertpapier-Investoren wird oft nachgesagt, sie seien risikobereiter als beispielsweise Sparer oder Immobilien-Anleger. Aber wie so viele Mutmaßungen, ist auch diese relativ zu betrachten – sie stimmt einmal mehr, einmal weniger. Wer kaum oder gar nicht bereit ist, größere Risiken einzugehen, der greift eher zu defensiven Fonds für das Depot.

Das Defensive Fonds Depot: Wie wird es richtig strukturiert?

Wenn ein Anleger ein Depot mit defensiven Fonds zusammenstellen möchte, sollte er sich zunächst darüber im Klaren sein, dass er sein Portfolio mit Fonds verschiedener Asset-Klassen (Anlageschwerpunkte) ausstatten sollte. Diese können aus folgenden Finanzprodukten bestehen:

  • Anleihefonds
  • Immobilienfonds
  • Aktienfonds

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Dabei sollten konservativ orientierte Anleger vor allem darauf achten, dass sie bei der Auswahl der Fonds besonders die Volatilitäten (Schwankungsbreiten) der einzelnen Produkte im Auge behalten. Je niedriger die Volatilität, umso besser. Hierfür lohnt ein Vergleich des ausgewählten Fonds mit anderen Vertretern seiner Vergleichsgruppe.

Klar ist aber auch, dass die durchschnittlichen Volatilitäten der einzelnen Asset-Klassen deutlich voneinander abweichen. Beispielsweise weisen Aktienfonds in aller Regel deutlich höhere Schwankungsbreiten auf, als Immobilienfonds.

Das Depot mit defensiven Fonds – Anteile der einzelnen Asset-Klassen

Wie und mit welcher Risikobereitschaft Anleger ihr defensives Fonds Depot strukturieren, ist natürlich allein ihre eigene Sache. Was allerdings mit einem derartigen Portfolio an Rendite zu erwarten ist, kann in etwa abgeschätzt werden.

  • Anleihefonds: Obwohl die Renditen wegen der fortdauernden Niedrigzinsphase nicht mehr so üppig ausfallen, wie in früheren Zeiten, gibt es doch noch eine Reihe von Anleihefonds, die den Einstieg lohnen. Jährliche Renditen zwischen 4 und 6% sind durchaus möglich.
  • Immobilienfonds: Auch Immobilienfonds sind heutzutage nicht mehr so ertragreich wie in der Vergangenheit. Das liegt aber auch an den verschärften Zulassungsvorschriften, die vor einigen Jahren eingeführt worden waren. Mit den besten Immobilienfonds lassen sich immerhin Renditen zwischen 2 und 3,5% erwirtschaften.
  • Aktienfonds: Diese Finanzprodukte bieten unter den genannten Asset-Klassen die besten Renditechancen. Wer jedoch ein defensives Fonds Depot aufbauen möchte, sollte darauf achten, dass seine Aktienfonds den Schwerpunkt große Unternehmen oder Blue Chips besitzen. Hierzu gehören beispielsweise DAX- oder EURO STOXX-Fonds. Denn die Volatilitäten fallen bei Aktien großer Unternehmen geringer aus, als bei kleinen Gesellschaften. Mögliche Renditen bei Aktienfonds dieser Ausrichtung: zwischen 6 und 10%.

Wer sein Depot zu gleichen Teilen mit Fonds dieser Asset-Klassen ausstattet, kann mit einer jährlichen Rendite von etwas über 5% rechnen.

Vorsicht bei den anfallenden Gebühren

Besondere Aufmerksamkeit sollten Anleger den Kosten ihrer Fonds in einem defensiven Fonds Depot widmen. Denn wer z.B. für einen Immobilienfonds, bei dem die zu erwartende Rendite bei 2,5% jährlich beträgt, 5% Ausgabeaufschlag zahlen muss, kann sich leicht ausrechnen, wie lange er warten muss, um ins Plus zu kommen.

Grundsätzlich gilt aber: Ein Depot mit defensiven Fonds kann die geeignete Alternative sein, um der Niedrigzinsphase zu trotzen, ohne unnötig hohe Risiken eingehen zu müssen. Anleger sollten sich allerdings über die Möglichkeiten und die anfallenden Kosten bestens informieren.

12. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.