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Welche Formel nutzt man am besten für Prozentrechnung?

Einige Schüler haben sich zu Schulzeiten wohl noch gefragt, wofür man Prozentrechnung im späteren Leben wohl jemals brauchen wird. Spätestens, wenn man sich mit dem Thema Finanzen beschäftigt, zeigt sich jedoch schnell, dass Prozentrechnung ein wichtiger Bestandteil vieler Gewinnberechnungen ist.

Das beschränkt sich nicht auf einzelne Bereiche. Gerade im weiten Feld der Geldanlage ist der sichere Umgang mit diesen Rechenwegen von großer Bedeutung. Hat man das Grundprinzip einmal verstanden, ist die Prozentrechnung kein Hexenwerk. Einfache Formeln helfen dabei sich zurechtzufinden.

Das Grundprinzip der Prozentrechnung

Der Begriff Prozent stammt aus dem Lateinischen und bedeutet von Hundert oder Hundertstel und wird mit dem Prozentzeichen % dargestellt. Die Idee hinter der Prozentrechnung ist es, Größen zueinander ins Verhältnis zu setzen, um sie beispielsweise miteinander vergleichen zu können. Dafür bedient man sich des sogenannten Grundwerts, der 100% entspricht.

Das bedeutet: Betrachtet man ein Ganzes, so entspricht dieses 100%. Mit der Prozentrechnung kann man nun darstellen, wie groß ein gewisser Teil dieses Ganzen ist. Dies klingt zunächst sehr theoretisch, lässt sich aber an einem praktischen Beispiel einfach erklären.

Prozentrechnung inklusive Formel

Wenn ein Anleger eine bestimmte Summe investiert und am Ende des Investments sein eingesetztes Kapital zuzüglich seines Gewinns zurückerhält, so kann man mit Hilfe der Prozentrechnung die Rendite des Investments berechnen. Am einfachsten geht dies mit einer Formel:

Formel  

Rentabilitätsformel Geldanlage

?
Diese Formel zeigt das Verhältnis von Gewinn zum Aufwand und die erzielte Rendite an.
$$\bo\text"Rendite (einer Geldanlage)" = (\text"Gewinn" / \text"Eingesetztes Kapital"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Wie man erkennen kann, sind zur Berechnung nur 2 verschiedene Werte nötig: der Gewinn und das eingesetzte Kapital.

Hat der Anleger zum Beispiel 10.000 € investiert und erhält nach einem Jahr 10.800 € zurück, so teilt man die 800 € Gewinn durch die 10.000 € eingesetzten Kapitals und multipliziert das Ergebnis mit 100. Man erhält den Wert 8. Die Rendite dieses Investments liegt also bei 8%.

Formel individuell anpassen

Eine solche Berechnung kann zum Beispiel dann wichtig sein, wenn man verschiedene Anlageformen bezüglich ihrer Rentabilität miteinander vergleichen will. Wichtig für die Vergleichbarkeit ist hierbei, dass man in aller Regel von einem Jahr Laufzeit ausgeht.

Die genannte Formel kann jedoch auch individuellen Gegebenheiten angepasst werden. Manchmal möchte man als Anleger vielleicht nicht wissen, wie hoch die Rendite ausgedrückt in Prozent ist, sondern hat ein Angebot für ein Investment, für das eine bestimmte Rendite zugesagt wird. Nun möchte man herausfinden, wie viel Geld man nach einem Jahr an Gewinn erzielt hat.

Ein Beispiel: Es existiert ein Angebot für eine Kapitalanlage, bei dem 5% Rendite garantiert werden. 8.000 € möchte der Anleger investieren. Die Formel wird entsprechend umgestellt, man multipliziert die Rendite mit dem eingesetzten Kapital und teilt das Ergebnis durch 100. Aus dieser Rechnung ergibt sich der Wert 400. Nach einem Jahr hätte der Anleger also 400 € Gewinn gemacht.

Man sieht, dass die Prozentrechnung mit dieser Formel sehr hilfreich sein kann, da die Formel je nach Ausgangslage individuell angepasst werden kann.

17. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.