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Welche Steuern auf Dividenden 2016 anfallen

Über eine Dividende auf Aktien freut sich jeder Anleger, über den Steuerabzug der im Anschluss erfolgt eher weniger. Grundsätzlich zählen Dividenden als Kapitalerträge und müssen dementsprechend versteuert werden. Seit 2009 regelt der Fiskus diese Versteuerung über die Abgeltungsteuer, die pauschal 25% beträgt. Hinzu kommen noch der Solidaritätszuschlag von 5,5% und die Kirchensteuer von 8 oder 9%.

Was die Steuern auf die Dividende angeht, gibt es seit 2015 eine kleine Neuerung hinsichtlich der Kirchensteuer. Diese wird in Zukunft direkt von den Banken abgeführt und nicht mehr durch die Anleger, wodurch das Hinterziehen der Kirchensteuer unmöglich wird. Wer unterhalb des Freibetrags liegt, muss gar keine Steuern auf Dividenden bezahlen.

Wie Dividenden seit 2009 versteuert werden

Als Dividenden werden die Gewinne eines Unternehmens bezeichnet, die an Aktionäre ausgeschüttet werden. Dies geschieht in der Regel einmal im Jahr und muss dann von Anlegern am Ende des Jahres versteuert werden. Auch Kurs- und Veräußerungsgewinne sowie Zinserträge zählen als Kapitaleinkünfte, die ebenfalls mit der Abgeltungsteuer besteuert werden.

Der Unterschied der Abgeltungsteuer zur Besteuerung vor 2009 ist, dass der Steuersatz nicht mehr vom individuellen Einkommensteuersatz einer Person abhängt. Mit der Pauschale von 25% ist die Abgabe auf Kapitalerträge für alle Anleger gleich. Die Abgeltungsteuer wird in der Regel von den Geldinstituten direkt abgeführt, einzig die Kirchensteuer mussten Anleger bis 2014 noch über die Einkommensteuererklärung angeben.

Steuern: Kaum Besonderheiten bei der Dividende 2016

Dank einer neuen Regelung wird dieser Schritt ab dem 1. Januar 2015 überflüssig, da die Banken die Kirchensteuer direkt abführen und die Versteuerung nicht mehr über die Einkommensteuererklärung erfolgt. Ansonsten ändert sich für Anleger aber nichts. Liegen die Kapitalerträge, die Anleger auf Aktien im Jahr erhalten unter dem Freibetrag von 801 €, dann müssen sie keine Steuern auf ihre Dividende zahlen. Bei verheirateten Paaren verdoppelt sich der Freibetrag auf 1.602 €.

Einige Unternehmen schütten auch steuerfreie Dividenden aus Kapitalrücklagen aus, was für Anleger besonderes attraktiv ist, da der Fiskus darauf keinen Zugriff hat. Allerdings gilt dies nur für Aktien die bereits vor 2009 gekauft wurden. Für alle Aktien nach 2009 wird die Dividende aus Kapitalrücklagen nachversteuert.

Was Anleger wissen müssen

Alle Steuern, die 2015 auf eine Dividende fällig werden, werden automatisch vom Kreditinstitut abgezogen. Dadurch, dass Anleger nicht mal mehr die Kirchensteuer selber über die Einkommensteuererklärung abführen müssen, ist das Verfahren für Steuerzahler noch einfacher geworden.

Für Anleger mit Kapitalerträgen – zu denen nicht nur die Dividende zählt – unterhalb des Freibetrags besteht kein Handlungsbedarf. Anleger, die über dem Freibetrag liegen, müssen die Anlage KAP in der Steuererklärung ausfüllen. Die Abgabefrist der Steuererklärung ist grundsätzlich der 31. Mai. Fällt er, wie etwa 2015, auf einen Sonntag, ist die Erklärung erst am darauffolgenden Montag (01.06.) fällig.

4. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.