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Welchen Preis Anleger beim Verkauf Ihrer Fonds erwarten dürfen

Manche Anleger stehen Investmentfonds wegen der möglicherweise zu erwartenden Kosten skeptisch gegenüber. Und tatsächlich: Die Kostenstruktur ist abhängig vom entsprechenden Finanzprodukt mehr oder weniger übersichtlich.

Wer jedoch den Unterschied des Ausgabe- bzw. Rücknahmepreis seines Fonds kennt, hat bereits den ersten Schritt zum Verständnis dieses Aspekts erreicht – und damit auch wichtige Informationen zur Renditeerwartung erhalten.

Rücknahmepreis Fonds – Definition und Einordnung

Grundlage sowohl für den Ausgabe- wie für den Rücknahmepreis eines Fonds ist der so genannte Nettoinventarwert (NAV oder net asset value). Dieser wird von der Depotbank wie folgt berechnet:

aktuelle Kurse für sämtliche im Fonds enthaltenen Wertpapiere

+ die Höhe der Barreserve

– angefallenen Kosten des Fonds


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= Nettoinvetarwert

Im Anschluss daran wird der Nettoinventarwert durch die Zahl der ausgegebenen Fondsanteile dividiert. Auf diese Weise steht somit in den allermeisten Fällen bereits der Rücknahmepreis des Fonds fest. Aber: Vorsicht bei Rücknahmegebühren.

Beim Ausgabepreis fällt auch heute noch bei vielen Investmentfonds ein Ausgabeaufschlag an. Dadurch berechnet sich der Ausgabepreis wie folgt:

Nettoinventarwert

+ Ausgabeaufschlag

= Ausgabepreis

Ein Beispiel: Nettoinventarwert bzw. Rücknahmepreis betragen 200 €, der Ausgabeaufschlag beläuft sich auf 5,0 %. Daraus ergibt sich ein Ausgabepreis von 210 €.

Kostenstruktur von Fonds im Blick

Ein gewichtiger Kostenfaktor bei Investmentfonds ist der Ausgabeaufschlag, der beim Kauf des Finanzprodukts anfällt. Je nach Anlageklasse des Fonds fällt dieser unterschiedlich hoch aus.

So werden bei Geldmarktfonds in der Regel zwischen 0,2 und 2,0 % und bei Anleihefonds zwischen 2,5 und 5,0 % Ausgabeaufschlag erhoben, während bei Aktienfonds bis zu 6 % in Kauf genommen werden müssen. Dabei kommt es durchaus darauf an, wo das Finanzprodukt erworben wird.

Die Fondsgesellschaften setzen den Ausgabeaufschlag normalerweise als eine Art Vertriebsgebühr ein. Er gilt als eine Vergütung für den Beratungsaufwand beim Verkauf.

Bei der Hausbank wird in der Regel der komplette (von der Fondsgesellschaft vorgegebene) Ausgabeaufschlag in Rechnung gestellt, Direktbanken gewähren vielfach Rabatte bis 50 % und bei der preisgünstigsten Variante, dem Erwerb eines Fonds über einen freien Fondsvermittler im Internet, können auch Privatanleger bis zu 100 % Nachlass erwarten.

Rücknahmegebühren bei Fonds sind die seltene Ausnahme und sollten von Anlegern kritisch betrachtet und hinterfragt werden. Statt der durchaus unüblichen Rücknahmegebühr verlangen Fondsgesellschaften meist eine so genannte performance fee (erfolgsabhängige Vergütung).

Auch diese sollte vom Anleger skeptisch beurteilt werden, da sie – nicht wie alle laufenden Kosten (wie die Managementgebühr) – keineswegs in der Gesamtkostenquote TER enthalten sind. Das ist auch nicht anders möglich, da diese nur hinterher berechnet werden kann. Dennoch: Der Rücknahmepreis liefert Anlegern wichtige Informationen darüber, wie hoch die Auszahlungssumme ausfällt, wenn sie das Finanzprodukt am Ende des Anlagezeitraums verkaufen.

9. Dezember 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.