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Welcher US-Präsident wäre für die Börse am besten?

Die Präsidentschaftswahl in Amerika ist das Polit-Ereignis in 2016. Dabei geht es nicht nur um das wohl mächtigste Amt der Welt, sondern auch um den politischen und wirtschaftlichen Kurs einer der größten Wirtschaftsnationen der Erde.

Wer der 45. Präsident oder Präsidentin wird, entscheidet sich am 8. November, doch schon im Vorfeld wirft der US-Wahlkampf lange Schatten voraus. Dabei stehen insbesondere drei Kandidaten im Mittelpunkt, die wohl die größten Chancen auf das US-Präsidentenamt haben: Hillary Clinton, Donald Trump und Bernie Sanders.

Für Ökonomen und Anleger stellt sich dabei die Frage, was diese Kandidaten bzw. deren Programme für den Aktienmarkt bedeuten?

Nächster US-Präsident: die Börse fürchtet Bernie Sanders

Es ist kein Geheimnis, dass viele Wall Street Banker den Senator Bernie Sanders als Worst-Case-Szenario für die Aktienmärkte sehen. Der Grund: Sanders hat schon früh während des Wahlkampfes angekündigt, gegen die großen Wall Street Banken vorgehen zu wollen.


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Zentrale Punkte in Sanders Programm sind unter anderem höhere Steuern für Unternehmen und Finanzmärkte (Spekulanten), zudem will Sanders Steueroasen trocken legen. Im Gegenzug will Sanders eine Billion Dollar in Amerikas Infrastruktur investieren und Colleges und Universitäten kostenfrei zugänglich machen.

Hilary Clinton verschreckt Biotech-Firmen

Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton dürfte für die Demokraten ins Rennen gehen und könnte die erste Präsidentin der USA werden. Im Herbst 2015 sorgte Clinton mit einem Tweet für Aufsehen, gegen die hohen Medikamentenpreise im Gesundheitsmarkt vorgehen zu wollen, was vor allem die bislang forschungs- und kostenintensive Biotech-Branche treffen könnte.

Die Ökonomin und  Ex-Goldman-Bankerin Abby Joseph Cohen hat das Programm von Clinton analysiert und kommt zu dem Schluss, dass die Pläne der Ex-Außenministerin zwar einen statischen Umsatz von 498 Mrd. US-$ in den nächsten 10 Jahren generieren würden, jedoch die US-Wirtschaft unter dem Strich um 1,0 % schrumpfen würde.

Donald Trump polarisiert die Massen, die Wall Street fürchtet das Chaos

Schon während der Vorwahlen sorgte der Selfmade-Milliardär Donald Trump als möglicher nächster US-Präsident mit seinen Aussagen immer wieder für Aufsehen. Zum einen will der Immobilien-Tycoon eine Mauer an Mexikos Grenze bauen, zum anderen Muslime die Einreise in die USA verweigern. Unter dem Strich will Trump ausgelagerte Jobs wieder nach Amerika holen und die Auslandsgewinne der US-Konzerne repatriieren.

Zudem sollen die Handelsgrenzen durch Zölle und die Außengrenzen besser geschützt werden. Die Wall Street ist wenig begeistert vom Trump-Programm und fürchtet nicht nur einen Image-Schaden für Amerika, sondern auch wirtschaftliche Nachteile.

Fazit: US-Präsidentenwahl hat langfristig kaum Auswirkungen auf die Börse

Beim weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock beispielweise gibt man sich im Rahmen einer aktuellen zum nächsten US-Präsidenten und dessen Auswirkungen auf die Börse gelassen.

Zwar gelten die Republikaner als wirtschaftsfreundlichere Partei, aus rein historischer Sicht spielt es aber für US-Aktien keine große Rolle, ob Demokraten oder Republikaner an der Macht sind, so das Fazit bei BlackRock.

Anleger sollten aber eine Auffälligkeit im Auge behalten: Im ersten Jahr der 4-jährigen Amtszeit eines neuen Präsidenten läuft es traditionell meist am schlechtesten, im dritten Jahr am besten, heißt es bei BlackRock.

Was Anleger bei der US-Präsidentenwahl noch beachten sollten: Betrachtet man allein die Rendite des S&P 500 seit 1945, legte der Index in den 36 republikanisch geprägten Jahren im Schnitt um 4,3 % zu. Regierten die Demokraten, legte der S&P 500 in der gleichen Zeit im Schnitt um 9,9 % pro Jahr zu. Damit scheint zumindest für den S&P 500 zu gelten: Demokraten sind besser für US-Aktien.

10. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands