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„Weltkrieg der Währungen“ – Ist der Dollar am Ende?

In seinem neuen Buch erzählt Daniel Eckert die Geschichte des Dollars – insbesondere seines Verfalls – und beleuchtet die Hintergründe der Währungspolitik. Dabei handelt es sich für ihn um keinen einfachen Konflikt, sondern um einen regelrechten „Weltkrieg der Währungen“.

Amerika ist die größte Wirtschaftsmacht der Welt. Dies wird sich wohl auch in naher Zukunft nicht ändern.

Blickt man jedoch hinter die unablässig selbstbewusste Fassade der US-Supermacht wird schnell deutlich, dass es gerade dieses Land ist, welches momentan mit immensen Schwierigkeiten zu kämpfen hat.

Der Dollar – Ein sinkendes Schiff

Dass der Euro angesichts von Finanzkrise und hoffnungsloser Verschuldung gerade südeuropäischer Länder stark angegriffen ist, wird wohl niemandem entgangen sein.

Schlagzeilen über Euro-Rettungsschirm und milliardenschwere Schuldenpakete machen uns fast täglich darauf aufmerksam.

Doch betrachtet man in diesem Zusammenhang den drastischen Währungsabfall des einstig so soliden Dollars, scheint es, als würde der Euro im weltweiten Finanzgeschehen nur als Randnotiz in den Geschichtsbüchern enden.

China: Freund oder Feind?

„Made in China“ – Dieses Siegel ist wohl zur größten Schuldenfalle der Amerikaner geworden. Chinesen produzieren, Amerikaner konsumieren.

Dieser vereinfachten Darstellung liegt zugrunde, dass eine Großmacht nie zuvor finanziell anhängiger von einer anderen Großmacht war, als heute Amerika von China.

Bei niemandem sonst stehen die USA derzeit so tief in der Kreide. „Wenn Schulden Amerikas Heroin sind, dann ist China Amerikas wichtigster Dealer“, schreibt Eckert in seinem Buch.

Die Volksrepublik hingegen nutzt seinen Status als wichtigster Gläubiger und setzt seine Währung, den Yuan, ein, um Amerika im Wettstreit um die weltweit größte Supermacht vom ökonomischen Thron zu stoßen.

„Die Verzerrungen, die wir jetzt haben, resultieren aus einer Verquickung der Interessen großer Geldhäuser und Versicherungen, der Kapitalsammelstellen, mit denen des Staates. Dieser Finanzfilz sollten wir uns als Bürger nicht bieten lassen.“ fordert der Wirtschaftsautor im Gespräch mit GeVestor.

Gold: Die neue „Superwährung“

Immer mehr Menschen verlieren nun das Vertrauen in den US-Dollar.

Genoss dieser noch bis vor ein paar Jahren den Ruf eine der sichersten Währungen überhaupt zu sein, offenbart nun der Goldpreis, was man im Weißen Haus lange nicht wahrhaben wollte.

Das Edelmetall steht in vielen Köpfen für Einfluss und Wohlstand, bietet Sicherheit und wird weltweit als Zahlungsmittel akzeptiert.

Diese Erwartungen kann der Dollar schon lange nicht mehr erfüllen.

Währungspolitik: (K)Ein leichtes Thema

Das Buch „Weltkrieg der Währungen“ besticht durch einen chronologischen Aufbau, welcher es dem Leser ermöglicht den Werdegang des Dollars vom großen Crash 1929 über den Vietnamkrieg bis hin zur Herabstufung der US-Bonität von der Bestnote AAA zu verfolgen.

Dabei gelingt es dem Autor jedoch gleichzeitig eine schlichte – einem Geschichtsbuch ähnliche – Aufzählung historischer Ereignisse zu vermeiden.

Vielmehr erzählt er eine spannende Geschichte von den Kindesbeinen des Dollar an bis hin zu dessen Zukunftsaussichten.

Eckert hat es geschafft das komplizierte Durcheinander „Währungspolitik“ mit all seinen Einflussfaktoren und Abhängigkeitsverhältnissen in verschiedenen Kapiteln transparent und vereinfacht darzustellen.

Zwar gewinnt man an der ein oder anderen Stelle den Eindruck, Eckerts bildhafte Untermalung eines Kriegsschauplatzes sei etwas überzogen, jedoch ermöglichen vermutlich gerade diese Vergleiche dem Leser den Durchblick durch den „Währungs-Dschungel“.

Im GeVestor-Interview erläutert der Autor dazu:

„Der Titel „Weltkrieg der Währungen“ ist von einigen Rezensenten als zu martialisch kritisiert worden. Aber hier geht es um Billionen von Vermögen und um die Zukunft von Nationen. Mit meinem Buch möchte ich dazu beitragen, den Wissensvorsprung der Eliten einzuebnen.“

Wem also schon immer das hundertprozentige Verständnis von Hinter- und Abgründen der internationalen Devisenmärkte gefehlt hat (und wem geht das nicht in der ein oder anderen Situation so?), der ist mit Eckerts „Weltkrieg der Währungen“ garantiert gut beraten.

Über den Autor:

Daniel D. Eckert (Jahrgang 1970) ist seit 2002 Reporter im Wirtschaftsressort von Welt und Welt am Sonntag, wo er sich auf die Bereiche Währungen, Staatsfinanzen und Kapitalmärkte spezialisiert hat.

Er schreibt außerdem für das Magazin Cicero. Schon als Jugendlicher hat sich Daniel D. Eckert intensiv mit den Themen Geld und Börse beschäftigt.

„Sein“ erster Crash, den er 1987 im Alter von 16 Jahren erlebte, weckte in ihm das Interesse für verborgene Gesetze der Finanzmärkte.

Nach einer Banklehre studierte er Sprachwissenschaft und Geschichte in Saarbrücken, an der Johns Hopkins University in Baltimore und an der Humboldt- Universität zu Berlin.

Als Historiker fasziniert ihn, warum sich komplexe Systeme verändern und unter welchen Bedingungen sie kollabieren.

Daniel Eckert lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin.

Das Buch ist im FinanzBuch Verlag erschienen und kostet 19,99€.

20. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.