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Weltweite Terrorgefahr: Chancen und Profiteure

Wenn Anleger hierzulande an Hightech denken, fallen ihnen meist zuerst Unternehmen aus Amerika oder dem deutschen TecDAX ein.

Eines der technologisch innovativsten und fortschrittlichsten Länder wird dagegen so gut wie nie genannt: Israel.

Dabei stammen von dort einige der weltweit besten Unternehmen gerade auch was das Thema Sicherheit und Terrorbekämpfung angeht.

Big brother is watching you

Der israelische Spezialist für Überwachungs- und Sicherheitstechnologie NICE Systems profitierte in den vergangenen beiden Jahren vom weltweit zunehmenden Sicherheitsbedürfnis und ist durch das starke Umsatzwachstum den Small-Cap-Schuhen entwachsen.

Die Produkte von NICE werden zum Schutz und zur Überwachung von Gebäuden und natürlich auch bei der Terrorbekämpfung eingesetzt. Aber nicht nur.

Die Israelis haben ihre Datenauswertungssoftware so adaptiert, dass privatwirtschaftliche Konzerne diese Produkte zur Optimierung von Kundenkontakten einsetzen können.

Mithilfe der Datenauswertung werden eingehende Anrufe oder E-Mails nach einer Analyse der Inhalte direkt an die zuständigen Abteilungen ohne größere Zeitverluste weitergeleitet.

Wie im Sicherheitssektor ist die Kundenkartei auch hier sehr beeindruckend. Etwa 80 der Fortune-100-Unternehmen gehören zum Abnehmerkreis. Darunter die zehn größten Banken der Welt, aber auch bekannte Konzerne wie American Express, General Electric, Home Depot, Time Warner, Nextel oder Vodafone.

Zudem besitzt NICE Systems als Sicherheitsspezialist die nötigen Überwachungssysteme, um einer der Profiteure bei Großveranstaltungen zu werden.

Von Dividenden und Kurssteigerungen profitieren

Die gute Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt spielt Amadeus FiRe in die Hände. Der Spezialist für Zeitarbeit, Personalvermittlung und Weiterbildung unterstützt bundesweit zahlreiche renommierte Unternehmen aus dem In- und Ausland bei der Besetzung von Arbeitsstellen.

Die Spezialisierung auf hochqualifiziertes Personal erweist sich dabei als echter Wettbewerbsvorteil.

Amadeus FiRe glänzte in den vergangenen Jahren regelmäßig mit neuen Umsatz- und Gewinnrekorden.

Selbst in den Krisenjahren 2008 und 2009 konnte das Unternehmen dank der konsequenten Spezialisierung den Gewinn steigern, während die Konkurrenten unter der Wirtschaftskrise litten und starke Einbrüche verzeichneten.

Damals entließen viele Unternehmen zahlreiche Arbeitskräfte, was zuerst die Zeitarbeiter traf. Die Mitarbeiter von Amadeus FiRe behielten dank ihrer hohen Qualifikation jedoch häufig ihre Stellungen in den Leihbetrieben.

Das Geschäftsmodell hat sich als krisenresistent erwiesen.

Entscheidende Rolle bei der Terrorbekämpfung

Die Terroranschläge in Paris und Brüssel haben deutlich gemacht, dass selbst in Europas Metropolen keine umfassende Sicherheit herrscht.

Geheimdienste und Militärs rüsten deshalb auf – und bestellen meist bei Thales. Der französische Rüstungskonzern ist der erste Ansprechpartner, wenn es um moderne Kommunikations- und Überwachungssysteme geht.

Großaufträge im Umfang von jeweils mehr als 500 Mio. € kamen im militärischen Bereich aus Ägypten und Katar für „Rafale“-Kampfflugzeuge, aus Australien für mehr als 1.000 „Hawkei“-Patrouillenfahrzeuge und vom französischen Militär für ein Satellitenkommunikationssystem.

Auch im zivilen Bereich konnte Thales Großaufträge an Land ziehen. Das Unternehmen hat den Zuschlag für die Ausstattung von vier Linien der Londoner U-Bahn mit Signaltechnik erhalten.

Zudem hat die europäische Luftraumbehörde ESA Copernicus-Satelliten im Wert von 402 Mio. € bestellt.

Dass Thales keineswegs nur auf Großaufträge angewiesen ist, beweist ein detaillierter Blick ins Orderbuch. Kleinere Kontrakte mit einem Umfang von weniger als 10 Mio. € stehen für rund 50% der Gesamtumsätze.

Auch bei den kleinen Aufträgen konnte ein Wachstum von 6% verzeichnet werden.

25. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.