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Weltweiter Rohstoffindex – das sind die Fakten

Ein Rohstoffindex spiegelt alle Preisveränderungen der enthaltenen Werte wider.

Je nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise sind Rohstoffe unterschiedlich wichtig.

Deshalb gibt es auch nicht nur einen einzigen Rohstoffindex, sondern eine Vielzahl davon.

Rohstoffindex: Bestandteile

Mit Hilfe eines Rohstoffindex kann man analysieren, wie sich die Preise der einzelnen Rohstoffe entwickeln. Es ist quasi ein Börsenindex für den Rohstoffsektor.

Man kann die Bestandteile in 3 Kategorien unterteilen: Energie, Metall und Landwirtschaft.

Dabei gibt es im Energiesektor Fossile Brennstoffe (Erdgas) und Kraftstoffe (Brent Öl). Bei den Metallen sind es Industriemetall (Kupfer, Aluminium) und Edelmetalle (Gold).

Die Landwirtschaft besteht letztlich aus Agrarrohstoffen (Zucker, Mais) und Viehwirtschaft (Lebendrind, mageres Schwein). Die in Klammern angegebenen Rohstoffe sind Beispiele für die jeweilige Unterkategorie.

Unterschiede bei den Indizes

Als Edelmetalle werden offiziell allein fünf Rohstoffe gelistet. Diese sind aber selten alle in einem Rohstoffindex aufgeführt. Meist werden nur Gold und Silber verwendet.


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Palladium, Platin und Rhodium spielen dagegen eine eher unbedeutende Rolle. Silber kann wiederum auch als Industriemetall angesehen werden, weil es vor allem als Leitermaterial für die Produktion von Handys und Autos verwendet wird.

Hier erkennt man schon den Knackpunkt bei der Zusammenstellung eines Rohstoffindex. Würde man fünf Investoren fragen, wie sie ihren Rohstoffindex zusammensetzen – man bekäme fünf verschiedene Antworten.

Das ist aber auch gut so. Genau deshalb gibt es Unterschiede bei den bekannten Rohstoffindizes. Sie sind unterschiedlich gewichtet und geben dadurch auf unterschiedliche Fragen Antworten.

Bekannte Rohstoffindizes

Zu den bekanntesten zählt der Thomas Reuters/Jeffries CRB Index. Er umfasst 19 Rohstoffe mit Schwerpunkt Erdöl (26% Gewichtung).

Daneben gibt es den Rohstoffindex von Jim Rogers, eines US-amerikanischen Investors. Dieser umfasst ganze 38 Rohstoffe – und hat ebenfalls Erdöl als wichtigsten Faktor (WTI 21%, Brent 14%).

Der CCI oder Continuous Commodity Index setzt das fort, was der CRB Index bis 2005 gemacht hat – ein Gleichschaltung aller enthaltenen Rohstoffe. Er hat aktuell 17 Rohstoffe im Überblick – jeder mit 5,88% Gewichtung.

Nummer vier ist der Dow Jones-UBS Commodity Index. Er hat wie der CRB Index ebenfalls 19 Rohstoffe aufgeführt, jedoch mit anderer Verteilung.

Hier ist Erdgas mit 10,77% der entscheidende Faktor. Erst dann folgen Gold (9,79%), Erdöl (WTI 9,69%), Sojabohnen (7,08%) und Kupfer (7,06%).

S&P GSCI heißt der letzte im Bunde der bekanntesten fünf Rohstoffindizes. 24 Commodities sind in ihm zusammengefasst mit Erdöl als alles entscheidendem Faktor (WTI 34,6%, Brent 14,3%).

Man sieht also: Der Energiesektor wird bei den genannten Indizes großgeschrieben, vergleichsweise gering hingegen ist der Anteil der Agrargüter von Mais (4,3%) bis Kakao (0,3%).

Weltweiter Rohstoffindex

Ein weltweiter Rohstoffindex überwacht eine Menge Rohstoffe. Je nachdem, welche Mischung und Wertigkeit einem als Investor interessanter erscheint, kann der Index eine Hilfe bei der Marktanalyse sein.

Grundsätzlich gelten Rohstoffindizes als Inflationsvorhersage. Das ist auch recht einfach zu erkennen: Steigen die Rohstoffpreise, werden die Waren teurer.

Wer letztlich das fertige Produkt im Geschäft kaufen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen, weil die Kosten an den Verbraucher weitergegeben werden.

Besonders Erdöl spielt in puncto Inflation eine bedeutende Rolle. Ein Großteil der westlichen Welt ist davon täglich abhängig.

Um die Verwendung dieses Rohstoffs kommt man nur schwer herum. Steigen die Ölpreise, so steigen auch die Kosten für fast alle westlichen Bevölkerungsschichten.

Was hier allerdings etwas gegen diese Theorie spricht, ist der Faktor, dass sinkende Erdölpreise selten an der Tankstelle zu bemerken sind.

Brent z. B. hat Anfang Februar 2013 ein Hoch ausgebildet und ist seitdem knapp 7 Wochen am Stück um inzwischen rund 8% gefallen. An der Tankstelle merkt man das als deutscher Autofahrer aber kaum.

22. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.