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Wenig Rendite: Warum Privatanleger mit Aktien oft schlecht abschneiden

Die Zahl der direkten Aktionäre in Deutschland ist seit der Jahrtausendwende rückläufig.

Gab es zum Höhepunkt der New-Economy-Blase im Jahr 2000 noch 6,2 Mio. direkte Aktienanleger, sank diese Zahl im Jahr 2014 auf 4,14 Mio. Aktionäre (Quelle: Statista). Zählt man die Fondsanleger dazu, gab es in 2015 rund 9 Mio. Deutsche, die entweder Aktien oder Fonds im Depot hatten.

Diese Entwicklung mag zunächst verwundern, lassen sich mit Aktien nachweislich auf lange Sicht Renditen von 7 bis 8% erwirtschaften. Doch die meisten Privatanleger haben offenbar kein Glück mit Aktien, wie eine jüngste Auswertung der Geldvermögensstatistik privater Haushalte der Bundesbank ergab.

Privatanleger schneiden schlechter ab

So erwirtschafteten deutsche Privathaushalte seit 1999 mit Aktien nur eine Rendite von minus 0,2% im Jahr, bei Anlagen in Fonds betrug die Rendite vor Ausschüttungen immerhin noch plus 0,5% pro Jahr.


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Ein schwaches Ergebnis im Vergleich zum Gesamtmarkt (DAX, Dow Jones) und zu Investmentprofis wie Warren Buffett. Doch worin liegen die Gründe für das schlechte Abschneiden der Privatanleger?

Dazu liefern die Daten der Bundesbank ebenfalls ein eindeutiges Ergebnis: prozyklisches Anlageverhalten, sprich falsches Timing. Das heißt, Aktien werden zum falschen Zeitpunkt ge- bzw. verkauft.

Privatanleger: wenig Rendite durch schlechtes Timing

Ist die Stimmung an der Börse gut, interessieren sich mehr Privatanleger für Aktien. Die Folge: mehr Wertpapiere werden zu hohen Kursen gekauft. Ist die Stimmung schlecht an der Börse und an der Kurstafel dominieren die Minuszeichen, desto mehr Anleger verabschieden sich von der Börse. Nicht selten werden aus Frust oder gar aus Panik selbst unterbewertete Aktien aus dem Depot geworfen.

So geschehen in den Krisenjahren 2002/2003 sowie in 2008, als sich viele Privatanleger im großen Stil von Aktien getrennt haben. Die Folge: Von der späteren Erholungs- bzw. Aufschwungsphase konnten nur wenige Anleger profitieren.

Höhere Renditen durch Expertenhilfe

Das richtige Timing zu finden ist für Privatanleger deshalb so schwierig, da viele Anleger einfach nicht die Zeit haben, sich intensiv mit wichtigen Kennzahlen (Fundamentalanalyse) oder Markttechniken (Charttechnik) zu beschäftigen. Oft entscheidet daher der Zufall über Kursgewinne oder eben Kursverluste, eine richtige Strategie sucht man hingegen bei den meisten Privatanlegern vergeblich.

Hier kann Expertenhilfe ratsam sein und dabei helfen, typische Anfängerfehler zu vermeiden. Für Anlegergruppen, die trotz Expertenhilfe das Risiko eines Direktinvestments in Aktien scheuen, bieten sich Alternativen wie Fonds, ETFs oder Aktiensparpläne an.

Fazit: Aktien schlagen auf lange Sicht andere Kapitalanlagen

In jeden Fall sollten Anleger dem Aktienmarkt treu bleiben und sich von kurzzeitigen Kursauschlägen nicht verwirren lassen. Insbesondere in Zeiten niedriger Zinsen gibt es keine wirkliche Alternative zur Unternehmensbeteiligung bzw. zur Aktie.

Wichtig ist eine Strategie, die auf einen langfristigen Vermögensaufbau abzielt. Blindes Investieren und wildes Spekulieren sind nicht der Königsweg, auch wenn volatile Märkte mit hohen Kursausschlägen immer wieder mal dazu einladen.

11. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands