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Wenn der Dachhai klingelt…

Hauseigentümer sollten sich in den kommenden Wochen vorsehen, denn die berühmt-berüchtigten Dachhaie ziehen wieder durch das Land.

Ihr bevorzugtes Opfer sind ältere Hausbesitzer in Wohnsiedlungen und sie jagen in erster Linie nach schweren Unwettern und Stürmen ihre ahnungslose Beute.

Denn bei den Dachhaien handelt es sich um Handwerker, die vermeintliche Schäden an Häuserdächern beseitigen wollen – doch dahinter verbirgt sich eine dreiste Abzockmasche:

Dachhaie sind vor allem im Sommer unterwegs

Bereits 2009 herrschte im Sommer Hochkonjunktur bei den sogenannten Dachhaien – Handwerker, die vermeintliche Schäden an Häuserdächern reparieren wollen und deshalb an den Haustüren von Hauseigentümern klingeln.

Zu ihrer bevorzugten Beute gehören in erster Linie ältere Menschen, die aufgrund körperlicher Gebrechen nicht mit auf den Dachboden oder gar aufs Dach gehen können, warnt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.


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Deshalb ist es oftmals unmöglich, die Aussagen der Handwerker auf ihre Richtigkeit abzuklopfen. Außerdem sollen Hausbesitzer mit Sonderpreisen dazu bewegt werden, möglichst schnell einen Vertrag zu unterzeichnen.

Dachhaie: So gehen sie vor

Doch die Tinte unter dem Vertrag ist oftmals noch nicht getrocknet, bis die Handwerker anrücken und sofort mit der Arbeit beginnen. Häufig wird das gesamte Dach abgedeckt und in besonders dreisten Fällen mit Wasserflaschen ein Wasserschaden vorgetäuscht.

Dadurch soll der Eindruck erweckt werden, dass weitere Mängel bestehen, die natürlich ebenfalls umgehend behoben werden sollen. Aus dem vermeintlichen Schnäppchen wird so schnell eine klaffende Kostenfalle.

Viele Hausbesitzer trauen sich jedoch nicht, von dem abgeschlossenen Vertrag zurückzutreten, da im Dach bereits ein Loch klafft.

Schließen Sie nie Verträge an der Haustür ab

Sie sollten deshalb keinerlei Verträge an der Haustür abschließen und insbesondere dann hellhörig werden, wenn auch noch ein Teil oder sogar die gesamte Summe unverzüglich und in bar bezahlt werden soll.

Oft wird argumentiert, dass nur so der vermeintlich günstige Preis aufrechterhalten werden kann. Die Verbraucherzentrale weist jedoch darauf hin, dass Sie innerhalb von zwei Wochen von einem abgeschlossenen Vertrag zurücktreten können.

Falls in dem Vertrag eine korrekt formulierte Widerrufsbelehrung fehlt, dann gilt das Rücktrittsrecht sogar unbefristet lange. Die Verbraucherzentrale rät jedoch, unverzüglich zu widerrufen und außerdem ein Grundstücksverbot auszusprechen.

Idealerweise wird dieses Verbot in Anwesenheit von Zeugen telefonisch ausgesprochen sowie zusätzlich per Fax an die Handwerker geschickt.

Falls die Dachdecker wider allen Erwartens dennoch anrücken, dann sollten Sie zu rigoroseren Maßnahmen – und zum Telefonhörer greifen: Ein Anruf bei der Polizei ist in diesen Fällen empfehlenswert.

Sinnvoller ist es, bei Schäden am Hausdach lokale Dachdecker zu kontaktieren und zudem mehrere Angebote einzuholen, bevor ein Vertrag unterzeichnet wird: Auf diese Weise können Sie das günstigste Angebot auswählen und sich zuvor einen allgemeinen Eindruck des Handwerkers verschaffen.

26. Juni 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.