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Edelmetallkauf: Sinkt der Preis, wird die Silbermenge schnell knapp

Ein Wertpapier oder ein Anlagegut billig einzukaufen und teuer wieder zu verkaufen, das ist der Anspruch eines jeden Investors an sich selbst.

Edelmetallinvestoren, auch jene, die primär in die physischen Edelmetalle investieren, bilden da keine Ausnahme.

Obwohl der Anspruch ebenso allgemein wie zeitlos gültig ist, gelingt es doch nur wenigen Investoren ihren eigenen Vorsatz im Rahmen ihrer Anlagestrategie erfolgreich umzusetzen.

Auch an dieser Stelle können viele Edelmetallinvestoren sich nicht zu den Ausnahmen zählen.

Dass der Anspruch in vielen Fällen nur ein unerfüllter Traum bleibt, ist oft psychologisch bedingt. Nur eine Minderheit der Anleger agiert antizyklisch und kauft dann, wenn die Preise am Boden sind.

Im Nachhinein stellen sich diese Momente zwar sehr oft als die besten Kaufgelegenheiten heraus, dennoch handeln viele Investoren in jenen aussichtsreichen Momenten nicht, weil sie den Mut nicht aufbringen sich gegen die Masse und die vorherrschende öffentliche Meinung zu stellen.

Mehr dazu: „Silber kaufen: Ihre vier Möglichkeiten“

Die falsche Sicherheit eines Massentrends

Das ist auch schwer, denn in der Regel sind die Kurse nicht grundlos gefallen und die Einwände, die in den Medien oder von Analysten gegen ein Investment vorgebracht werden, haben ihre Berechtigung.

Einfacher ist die Angst beim Kauf zu überwinden, wenn die Stimmung gut und die Allgemeinheit zu einem Investment generell positiv eingestellt ist. Deshalb fühlen sich die meisten Investoren in der Masse besser aufgehoben.


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Was dann passiert, kennen wir von Ruderbooten. Wenn sich alle auf einer Seite tummeln, leidet schnell die Stabilität und das Boot kentert.

Am Kapitalmarkt ist das Kentern nahe, wenn alle bereits investiert sind und sich die Frage stellt, wer jetzt noch durch weitere mutige Zukäufe jene Kursgewinne herbeizaubern soll, von denen alle träumen.

Man braucht kein großer Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass die Investoren umso schneller Schiffbruch erleiden, je einseitiger sie sich im Vorfeld positioniert haben.

Mehr dazu: „Silber wird ein äußerst begehrter Werkstoff bleiben“

Edelmetallkauf: Eine Sondersituation

Zu dieser psychologischen Schwierigkeit, den richtigen Kaufzeitpunkt zu erwischen, tritt beim Kauf physischer Edelmetalle noch ein weiteres Moment hinzu: Die Knappheit des Marktes.

Will heißen: Die Investoren wollen zwar Gold und Silber kaufen, doch es ist gar keines da. Der Preis also für Silber sinkt, die zur Verfügung stehende Silbermenge ebenso.

Was sich zunächst wie ein Widerspruch anhört, wird verständlich, wenn wir die Zusammenhänge berücksichtigen, die am Gold- und Silbermarkt Angebot und Nachfrage regeln.

Unserer normalen wirtschaftlichen Erfahrung folgend sollten wir davon ausgehen, dass ein Gut, dessen Preis sinkt, alles andere als knapp und damit gut verfügbar ist. Dieser Zusammenhang wird bei den Edelmetallen oftmals außer Kraft gesetzt.

Investoren, die physisch Gold und Silber kaufen möchten, haben in der Vergangenheit sehr oft eine verblüffende Erfahrung gemacht: Gerade dann, wenn die Preise für Gold und Silber sinken, gibt es beide Edelmetalle nicht oder nur eingeschränkt zu kaufen.

Silberkurs sinkt: Silbervorrat im Preistal zuerst ausverkauft

Händler berichten zudem davon, dass in diesen Situationen das Silber immer zuerst ausverkauft ist. Das hängt einerseits damit zusammen, dass der Silbermarkt deutlich kleiner ist als der Goldmarkt.

Trifft während einer Preiskorrektur eine erhöhte Nachfrage von Schnäppchenjägern auf diesen relativ kleinen Markt, dann sind die zur Verfügung stehenden Bestände besonders schnell ausverkauft.

Bei geringen Preisen ist die Bereitschaft der Gold- und Silberhalter, das Edelmetall zu verkaufen, vergleichsweise gering. Es kommt also deutlich weniger Altgold und Altsilber in den Handel zurück.

Wer sich beispielsweise von alten Schmuckstücken trennen möchte, der hat in der Regel keinen starken Verkaufsdruck, sondern versucht, einen möglichst hohen Preis beim Verkauf zu erzielen.

In der Korrekturphase geht deshalb die Menge des vom Edelmetallhandel zurückgekauften Altgoldes und Altsilbers deutlich zurück. Da das Umschmelzen nur wenige Tage in Anspruch nimmt, fehlt dem Markt dieser Teil des Angebots sehr schnell.

Hinzu kommt, dass Silber im großen Stil auch von der Industrie nachgefragt wird. Nicht nur Anleger, sondern auch Einkäufer aus der Industrie freuen sich über die gesunkenen Preise und füllen ihre Lager auf.

In der Vergangenheit führten diese gemeinsamen Kaufinteressen dazu, dass auf dem Höhepunkt der Preiskorrektur – also genau zu dem Zeitpunkt, an dem der Silberpreis am günstigsten war – die Lager nahezu leer waren.

Infolgedessen ging so mancher Schnäppchenjäger am Ende leer aus.

Für die Zukunft sind ähnliche Entwicklungen immer wieder zu erwarten. Deshalb stellt sich die Frage, wie man als Anleger darauf reagiert.

Der Kauf zum Preishoch kann gewiss nicht die Alternative sein. Schon eher macht es Sinn, den gewünschten Edelmetallbestand kontinuierlich aufzubauen.

Man kauft dann als Investor garantiert nicht am Preistief, sondern eher zu einem durchschnittlichen Preis. Dennoch läuft man in diesem Fall nicht die Gefahr, seine Kaufabsicht nicht umsetzen zu können, weil bei den Händlern die Lager leer sind.

7. Januar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.